Jana Vanhova, Bezirkshauptfrau des Regierungsbezirkes Usti nad Labem, äußert sich zu Windparks auf dem Erzgebirgskamm
Erzgebirgsromantik ?
Die Bezirkshauptfrau von Usti nad Labem, Jana Vanhova, hat sich schriftlich zum Thema "Windparks auf dem deutsch-tschechischen Erzgebirgskamm" geäußert. Beim Mitglied des Deutschen Bundestages, Herrn Heinz-Peter Haustein (FDP) ging ein entsprechendes Schreiben ein. Darin heißt es (auszugsweise):
"Sehr geehrter Herr Abgeordneter,
ich habe Ihr Schreiben hinsichtlich der geplanten Realisierung des Windparks im Gebiet Moldava erhalten. Auf diesem Gebiet ist der Aufbau von 45 Windgeneratoren geplant. Ihr Schreiben hat mich veranlasst, mich mit dem gegenwärtigen Stand des geplanten Vorhabens detailliert bekannt zu machen.
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Da sich beide Vorhaben ganz in der Nähe der tschechisch-deutschen Grenze befinden und eine bedeutende Auswirkung der geplanten Vorhaben auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland nicht ausgeschlossen werden kann, hat das Bezirksamt von Usti diese Vorhaben an das Umweltministerium weitergeleitet.
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Gegenwärtig erfasst das Bezirksamt von Usti im Raum des Erzgebirges mehr als zweihundert Windgeneratoren, die sich in Vorbereitung oder bereits in Betrieb befinden. Alle aufgeführten Vorhaben sind höchst konfliktträchtig. Es sind sehr viele negative Stellungnahmen zu diesen Vorhaben eingegangen.
Ich möchte Ihnen versichern, dass der Bezirk Usti einen Aufbau von großen Windparks grundsätzlich ablehnt, insbesondere in Gebieten, die aus Sicht des Naturschutzes und der damit zusammenhängenden Nutzung für den Tourismus, zu denen das Erzgebirge zweifellos gehört, empfindlich sind. Diese Tatsache wird durch den Beschluß des Bezirksamtes von Usti zu den aufgeführten Vorhaben bestätigt.
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Das hiesige Amt bereitet konzeptionelle Unterlagen für die Festlegung von Gebieten im Erzgebirge vor, in denen im Hinblick auf den Naturschutz und das Freizeitpotential der Bau von Windparks vollständig ausgeschlossen wird.
Ich möchte Ihnen versichern, dass mein Interesse einer Entwicklung des Bezirks Usti gilt, die zur Zufriedenheit der Bevölkerung und unserer Nachbarn dient. In dieser Angelegenheit werde ich alles im Rahmen meiner Möglichkeiten liegende tun."
Nach Meinung der Mitglieder der Bürgerbewegung "Gegenwind Erzgebirge" handelt es sich bei diesem Schreiben um ein wichtiges Dokument auf dem Weg zu einem windkraftanlagenfreien Erzgebirgskamm.
Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 04.01.2010
Aktuell: 16.02.2010
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