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Premieren im Mittelsächsischen Theater Freiberg - November 2010

Im Monat November 2010 gibt es zwei Premieren im Mittelsächsischen Theater: "the killer in me is the killer in you my love" und "Die Vermessung der Welt" haben am 31.11.2010 in Freiberg und am 5.11.2010 in Döbeln Premiere.

"the killer in me is the killer in you my love"

Schauspiel von Andri Beyeler

Am Anfang des Sommers springen sie vom Dreimeterbrett, liegen in ihren neuen Bikinis am Beckenrand, rauchen ihre ersten Zigaretten. Einen Sommer lang schauen die Mädchen nach den Jungs und die Jungs nach den Mädchen. Einen Sommer lang rauchen sie gemeinsam, schreiben sich Briefe, schubsen sich ins Wasser und bleiben doch allein mit sich selbst. Am Ende des Sommers sitzen sie nebeneinander, ohne wirklich da zu sein, sie schauen sich an, ohne sich zu sehen. Sie haben ein Auge aufeinander, bis sie sich verlieren Am Ende des Sommers ist alles anders und vieles nicht mehr neu.

Andri Beyeler erzählt in "the killer in me is the killer in you my love" von erster Liebe, ersten Zigaretten und Einsamkeit in der Gruppe. Seinen Figuren leiht er eine von eigenwilliger Musikalität, Rhythmus und Wiederholungen geprägte Sprache, ein Instrument, mit dem sie artifiziell und authentisch zugleich ihr Innenleben offenbaren. Die balladenartigen Monologe seiner Figuren verdichten sich zu einer unwiderstehlichen Pop-Symphonie über den Sommer des Erwachsenwerdens. Ein Stück über Sozialisation, Liebe und den ganzen Rest - für Jugendliche und Erwachsene.

Premiere: 30.11.2010 - 18:00Uhr - BiB Freiberg

Regie / Bühne Urs-Alexander Schleiff
Kostüme Marlit Mosler

"Die Vermessung der Welt"

Von Daniel Kehlmann, Bühnenfassung Dirk Engler

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts machen sich zwei junge Deutsche an die Vermessung der Welt. Der eine, der ehemalige Freiberger Student Alexander von Humboldt, kämpft sich durch Urwald und Steppe, befährt in Südamerika den Orinoko, kostet Gifte, zählt Kopfläuse, kriecht in Erdlöcher, besteigt Vulkane und begegnet Seeungeheuern und Menschenfressern. Der andere, der Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gauß, der sein Leben nicht ohne Frauen verbringen kann und doch in der Hochzeitsnacht aus dem Bett springt, um eine Formel zu notieren, beweist im heimischen Göttingen, dass der Raum sich krümmt.

Alt, berühmt und ein wenig sonderbar geworden, treffen sich die beiden 1828 in Berlin. Mit Fantasie und viel Humor beschreibt Daniel Kehlmann das Leben zweier Genies, ihre Sehnsüchte und Schwächen, ihre Gratwanderung zwischen Einsamkeit und Liebe, Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg: ein philosophischer Abenteuerroman von seltener Kraft und Brillanz, der von Dirk Engler für die Theaterbühne adaptiert wurde und nun unter anderem an jenem Ort aufgeführt wird, an dem Alexander von Humboldt das Rüstzeug für seine wissenschaftliche Laufbahn erhielt - der Technischen Universität Bergakademie Freiberg.

Premiere: 05.11.2010 - 19:30Uhr - TiB Döbeln

Regie Lutz Hillmann, Ausstattung Miroslaw Novotny

 

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 02.11.2010
Aktuell: 06.12.2010
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