Reaktionen auf unseren Artikel "Das Phänomen der leeren Teiche"
In unserem Artikel vom 15.11.2011 berichteten wir über zwei Teichbesitzer in unserer Großgemeinde, die ihre Forellenteiche plötzlich fischleer vorfanden. Zu diesem Bericht gab es eine ganze Reihe von Reaktionen aus dem gesamten Landkreis. Übereinstimmend kommt man zu der Ansicht, dass es sich bei allen Teichräubereien um Diebstahl handelt.
Professionelle Züchter des Landkreises müssen ihre Teiche bereits mit Videotechnik überwachen. Die Kameras sollen auch schon zur Überführung von Dieben beigetragen haben. Nach uns vorliegenden Informationen ziehen die Fischdiebe ein Schleppnetz durch den Teich und nehmen alles mit, was im Wasser schwimmt. Der Diebstahl dauert nur wenige Minuten und hinterläßt kaum Spuren. Das setzt voraus, dass die Teiche vorher ergiebig beobachtet und auskundschaftet wurden.
Auch Zoohändler berichten davon, dass ihnen aus den Aussenanlagen Fische, wie zum Beispiel Störe oder Koikarpfen, gestohlen wurden.
Es handelt sich also beim "Phänomen der leeren Teiche" nicht, wie von einigen Teichbesitzern vermutet, um das Werk von Fischreiher oder Fischotter, sondern um Kriminalität.
Der Marktpreis für fangfrische Forellen liegt zur Zeit bei etwa 6-7 Euro pro Kilogramm. Wenn man mit einem einzigen Fischzug 50 Kilogramm Fisch erbeuten kann, ist das für die Diebe ein lohnendes Geschäft. Ein 50-Kilo-Sack Forellenfutter kostet dagegen rund 100 Euro.
Wir rufen alle Teichbesitzer weiterhin auf, die Augen offen zu halten, ihre Teiche genau zu beobachten und unerwünschte Besucher bei der Polizei zu melden.
Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 21.11.2011
Aktuell: 28.12.2011
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