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Ausstellung in der Rathausgalerie "Lebendige deutsche Industriegeschichte" - Eisenbahn

Ausstellung in der Rathausgalerie "Lebendige deutsche Industriegeschichte" - Eisenbahn dampflok eisenbahn ausstellung lok reichsbahn bahnlinie schellenberg BW Dresden Altstadt. 2000 / Foto: Schellenberg
BW Dresden Altstadt. 2000 / Foto: Schellenberg

In der Rechenberger Rathausgalerie ist im Februar 2007 eine Ausstellung zum Thema "Lebendige deutsche Industriegeschichte" - Eisenbahn zu sehen. Herr Dipl.-Phil. Frieder Schellenberg aus Bienenmühle hat für holzhau.de eine Pressemitteilung bereitgestellt.

Das 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts waren von einer stürmischen Entwicklung der deutschen Industrie gekennzeichnet. Es galt den Vorsprung Englands aufzuholen, besser gesagt: Zu überholen.

Dafür steht die dynamische Entwicklung im Lokomotivbau. Heute ist die Entwicklung der Dampflokomotive weltweit abgeschlossen. Diese beeindruckende autonome Kraftmaschine hat in Deutschland für fast anderthalb Jahrhunderte die Zugförderung beherrscht: Die Dampflok war das Sinnbild des Eisenbahnzeitalters. Wer sie in Betrieb erlebt hat, wird diesen Eindruck kaum vergessen.

Unsere Menschen wollen wissen, auf welchen Grundlagen die bekannten jüngeren Dampflok-Konstruktionen beruhen. Seit mehr als 100 Jahren bemühen sich Ingenieure, auf Schienen schneller als 200 km/h zu fahren. Doch mit der zunehmenden Motorisierung des Luft- und Straßenverkehrs am Ende der zwanziger Jahre war bei vielen Bahnveranstaltungen die Frage der Geschwindigkeitssteigerung wieder aktuell. Gerade im Eisenbahnjubiläumsjahr 1935 wollte die Deutsche Reichsbahn mit Stromlinienlokomotiven "ins zweite Jahrtausend" rasen.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit den deutschen Dampflokomotiven, ihren Konstrukteuren, Industrieunternehmen und dem Streben nach Vollkommenheit. Mit einer lebendigen Schilderung, den zahlreichen Lokomotivbildern und ausgewählten Bildern von Männern der Maschine bringt diese Ausstellung jedem Eisenbahnfreund einen informativen Überblick.

Dabei wurden Fotografien der Vorzug eingeräumt, um anschaulich zu sein. Dem uneigennützlichen Wirken fühlt sich der Gestalter der Ausstellung verpflichtet. Ein besonderer Schwerpunkt wurde deshalb auf die Firmen Borsig in Berlin, Hartmann in Chemnitz und Henschel in Kassel gelegt.

Man wird über die Zusammenstellung und Auswahl der Fotografien streiten können, diese Lokomotivfirma fehlt vielleicht, jene Lokomotive mag zu häufig vertreten sein - eine Ausstellung ist immer etwas subjektives, Ausdruck persönlicher Vorliebe.

Diese Ausstellung will ausschließlich dem Zweck dienen, all die Menschen vor dem Vergessen zu bewahren, die Reichsbahnbeamten und Konstrukteure, Handwerker und Ingenieure der Lokomotivindustrie, sowie Lokführer, Heizer und natürlich das Werkstättenpersonal.

Ein besonderer Dank gilt all den fleißigen Helfern beim Zusammenstellen der Ausstellung.

 

(Textautor: Dipl.-Phil. Frieder Schellenberg)

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 12.02.2007
Aktuell: 31.03.2007
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