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Februar 2007: Grüne Wiesen in Holzhau - Vorboten einer "Klimakatastrophe" ?

Februar 2007: Grüne Wiesen in Holzhau - Vorboten einer "Klimakatastrophe" ? wetter wetterwarte schneehöhe holzhau klimaveränderung Holzhau im Winter
Holzhau im Winter

Wintersportler und Vermieter sind vom diesjährigen Winter enttäuscht. Mitte Februar präsentiert sich Holzhau mit schneefreien Wiesen. Und das, nachdem der letzte Winter so herrlich war.

In den Medien ist seit ein paar Jahren ein regelrechter Hype im Gange. Jeder stärkere Sturm, jeder größere Niederschlag wird in eine mehr oder weniger seriöse Skala eingeordnet. "Einer der stärksten Stürme der letzten zehn Jahre" oder "der wärmste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen" kann man da oft lesen oder hören.

Bedeutet das, daß es vor 11 Jahren einen stärkeren Sturm gab ? Wann begannen eigentlich die Wetteraufzeichnungen und wie genau waren sie ? Wann wurde das heute bekannte Thermometer erfunden ? Waren die Thermometer früher genau ? Waren die Skalen vergleichbar ?

Selbst wenn man heute mehrere Thermometer oder Wetterstationen kauft, kann jedes Gerät einen anderen Wert anzeigen.

Sieht man davon ab, daß die Vergleiche in den Medien mehr oder weniger hinken oder komplett nichtssagend sind, stellt sich aber auch für Wetterlaien die Frage: Verändert sich das Klima ? Wir haben in der Schule gelernt, daß es in der Vergangenheit Eiszeiten und Dürreperioden gab. Wieso sollte das Wetter plötzlich immer gleich sein ? Es ist interessant, daß ausgerechnet der Mensch, der ja so gar nicht dem Durchschnitt der Lebewesen auf diesem Planeten entspricht, plötzlich von der Natur fordert, sie habe sich an "durchschnittliche Temperaturwerte" zu halten.

Schaut man sich Chroniken an und vergleicht das Wetter im Erzgebirge über mehrere hundert Jahre, so wird man feststellen, daß es regelmäßig Anomalien im Wettergeschehen gab. Sie waren oft drastischer als alles, was heute bekannt zu sein scheint. Der Mensch vergißt zu schnell. Gut, daß es Chronisten gibt.

Eine interessante Webseite zu diesem Thema ist www.amtsberg-wetter.de. Dort ist folgende Wetteraufzeichnung aus den Jahren 1616 und 1617 zu finden:

1616: Strenger Winter und danach ein dürrer Sommer

1617: Sehr milder Winter, Ende Januar blühten die Veilchen

Wer sich an die letzten 12 Monate erinnert, wird durchaus Parallelen entdecken. Panikmacher hätten also schon 1617 sagen können, es lohne sich nicht mehr, in den Wintertourismus zu investieren. Zum Glück hatten die Leute damals andere Sorgen.

Sicher kann man nicht alles nur den Launen der Natur anlasten. Der Mensch hat mit seinem Verschwendungswahn genug dazu beigetragen, daß sich die Umwelt schneller verändert als normal üblich. Trotzdem oder gerade deswegen sollte man jede Medienhysterie vermeiden.

Ihr Tino Bellmann

 


Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 14.02.2007
Aktuell: 19.10.2011
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