Gewitterschäden und Telekom-Streik: Webcam in der Pension Schmidt seit 9.6.2007 offline
Ein "historisches" Foto unserer Webcam
Nach starken Gewittern stehen in einigen Hotels und Pensionen seit Wochen die Telefone still. Am 9.6.2007 hat es nun auch die Pension Schmidt getroffen. Man konnte die Telefonleitung zwar durch eine Rufumleitung auf das Handy ersetzen, aber eine Verbindung zum Internet ist damit nicht möglich. Aus diesem Grund ist auch unsere Webcam in der Pension Schmidt "tot".
Wie lange die als "Streik" bezeichnete Arbeitsverweigerung der Telekom-Mitarbeiter noch dauern wird, ist bis heute nicht bekannt. In jedem Fall werden die T-Com Techniker viel Freude haben, wenn sie sich irgendwann bei ihren "Noch-Kunden" blicken lassen.
Die aktuelle Situation wird von den Betroffenen schlichtweg als "Riesensauerei" bezeichnet. Die Bezeichnung "Betroffene" ist ebenso eine Verharmlosung, denn inzwischen muß man von "Geschädigten" sprechen.
Das Verständnis für die Probleme der Telekom und ihrer Mitarbeiter ist bei null angelangt. "Wer nur 30 Stunden in der Woche arbeitet und dabei ein gutes Geld verdient, sollte endlich still sein und mit der Arbeit beginnen !" lautet eine populäre Meinung.
Viele Angestellte der Tourismusbranche arbeiten 40 und mehr Stunden pro Woche für einen Bruchteil des Gehalts eines Telekom-Mitarbeiters. Oft sind sie nicht fest angestellt, sondern arbeiten als Aushilfen oder befristet angestellte Saisonkräfte. Und trotzdem betrachten es alle als Selbstverständlichkeit, die Wünsche der Gäste zu erfüllen. Jeder soll zufrieden das Hotel verlassen (und vielleicht noch einmal wiederkommen).
Im Vergleich dazu interessiert es die Telekom-Mitarbeiter überhaupt nicht, ob es ihren Kunden gut geht.
Wenn der "Streik" sich weiter fortsetzt, werden unsere Arbeitskräfte im Tourismus noch weniger verdienen oder arbeitslos werden. Die Telekom-Mitarbeiter fordern für sich eine "Beschäftigungsgarantie", vergessen aber dabei, daß sie mit dem Arbeitskampf ihre Kundenbasis ruinieren.
Mit den äußerst kurzsichtigen und egoistischen Forderungen von Gewerkschaft und Mitarbeitern wird es langfristig betrachtet nur Verlierer geben.
Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 22.06.2007
Aktuell: 05.07.2007
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