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Über den Tellerrand geschaut: Japan will bis zum Jahr 2010 Internethandys mit 100 MBit/s ermöglichen

Während wir Erzgebirgler händeringend versuchen, einen 1 oder 2 MBit/s "schnellen" Internet-Festnetzanschluß zu erkämpfen, um damit unsere Standortnachteile auszugleichen, rüsten andere Länder dieser Welt ihre Technik in viel größeren Dimensionen auf.

In Japan will der größte Mobiltelefonanbieter NTT DOCoMo bis zum Jahr 2010 seine Sendemasten mit Zusatzgeräten ausstatten, welche dann eine drahtlose Internetverbindung mit 100 MBit pro Sekunde ermöglichen. Das entspricht genau jener Geschwindigkeit, welche viele Unternehmen zur Zeit als hausinterne Vernetzung installiert haben. Für Außendienstmitarbeiter ist dann ein Zugriff auf das firmeneigene Rechnersystem von unterwegs aus möglich, ohne daß ein Geschwindigkeitsunterschied spürbar wäre. Der Tarif für die Nutzung dieser Dienste soll dabei recht niedrig sein.

Aber damit scheint das berühmte "Ende der Fahnenstange" noch längst nicht erreicht zu sein: Die koreanische Firma Samsung zeigte bereits im November 2006 mit neuen Handys die drahtlose Datenkommunikation mit einem GBit pro Sekunde (Gigabit). Diese Technologie nennt sich "Mobilfunk der vierten Generation". Bei einer Geschwindigkeit von 1 Gigabit pro Sekunde würde es rund 3 Sekunden dauern, um 100 Musikstücke als MP3-Dateien mittlerer Länge (300 Megabyte) zu übertragen. Ein Handy-Film mit etwa 700 Megabyte wäre in etwa 6 Sekunden zum Handy übertragen.

100 Mbit/s sind gegenüber einem 1 Mbit/s - DSL-Anschluß 100mal schneller, 1 GBit/s ist 1000x schneller. Hinzu kommt als wesentlicher Faktor die uneingeschränkte Mobilität bei der Nutzung.

Die Verbindung vom Handy zu einem PC oder Notebook sowie die Nutzung eines Handys als mobiler Internetzugang ist bereits heute möglich. Allerdings reicht auch dafür in unserer Region die UMTS-Netzabdeckung nicht aus.

 

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 24.07.2007
Aktuell: 03.08.2007
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