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Luftdrucksprung von 1005 auf 1034 hPa in wenigen Stunden
Liebe Wintersportfreunde, am Freitag (18.1.2008) begann der Tag mit leichtem Regen. Der Schnee, welcher seit Mitte November lag und seitdem kaum an Höhe hinzugewonnen hatte, konnte der heranziehenden Warmfront mit Dauerregen nicht allzu lange standhalten.
Bei ca. 10 Grad über Null fielen innerhalb weniger Stunden 19,2 Liter warmer Regen pro Quadratmeter. Diese Niederschlagsmenge entspricht etwa einem Meter Neuschnee oder zwei kurzen, aber kräftigen Sommergewittern, bei denen das Wasser die Straßen entlangschießt. Ein Wetterumschwung dieser Dimension ist das vorübergehende Aus für jede Schneedecke in unserer Höhenlage.
Am 19.1.2008 konnten Sie per Webcam aus der Ferne zuschauen, wie sich der Schnee im Laufe des Tages auflöste und am Sonntag, 20.1.2008, im mittleren Ortsbereich komplett verschwand. Der Skilift wurde am Sonntag nicht mehr in Betrieb genommen, weil trotz des Kunstschnees nicht mehr genug Schnee vorhanden war.
Der Montag war trocken und mild. Am Dienstag setzte der angekündigte Regen ein, welcher allmählich in Schnee überging. Bei Temperaturen um null Grad blieben ca. 3 cm Schnee in der Ortsmitte liegen. Obwohl der Boden durchweicht war, fror der Neuschnee an und bildete für kurze Zeit eine feste Schicht.
Der Donnerstag ist teilweise sonnig, bei ca. +6 Grad Celsius. Der Skilift steht, es gab keine Niederschläge. In den Webcams sieht es (nach Meinung einiger Leser) nach mehr Schnee aus - aber schauen Sie auf die Schneehöhenskala unserer Webcam zum Rodelhang - es sind nur noch ein paar Schneereste. Wintersport ist nach wie vor unmöglich.
Der Luftdruck sprang vom Dienstag abend bis zum Mittwoch morgen stark nach oben (Siehe Grafik rechts oben), so dass anzunehmen ist, dass es in den nächsten Tagen eher sonnig, trocken und mild sein wird. Von größeren Niederschlagsmengen für Wintersportler ist weit und breit nichts zu sehen. Beachtenswert ist der seit Tagen ständig wehende Wind, auch in der Tallage.
Interessant wäre noch der Vergleich zum Vorjahr: Es begann -genau um dieses Datum herum- erstmals "ernsthaft" zu schneien. In der diesjährigen Wintersaison haben wir bereits 8 Wochen Wintersport hinter uns. Ein Blick auf die mehrere hundert Jahre lang aufgezeichnete Wettergeschichte des Erzgebirges beweist aber, dass sich zur Zeit "alles im Rahmen des Möglichen" bewegt.
Die Wetterstation im Tannenweg Holzhau wird vom Hotel "Lindenhof" gesponsort und von holzhau.de betrieben. Die Auswertungs-Software und das Webinterface für den Apache-Webserver sind eine spezielle Entwicklung der BCS Computersysteme Holzhau.
Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 24.01.2008
Aktuell: 07.08.2008
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