Zünftige Ritterspiele im Kloster Altzella bei Nossen
Ritterspiele und Schauturnierkämpfe im Kloster Altzella bei Nossen
Mittelalterliche Ritterspiele fanden am 12. und 13. April 2008 im Kloster Altzella bei Nossen statt. Trotz 9 Euro Eintritt pro Person gab es eine bis zu 30 Meter lange Schlange am Kassenhäuschen. Dicht gedrängt umlagerten mehrere tausend Zuschauer die ritterlichen Schaukämpfe. Der mittelalterliche Marktplatz war wegen der Menschenmassen nur stockend begehbar.
Das Kloster Altzella gilt als wichtige Keimzelle bei der Besiedlung des späteren sächsischen Territoriums. 1162 übereignete Kaiser Friedrich I. dem Markgrafen Otto von Meißen eine Fläche von 800 Hufen Land (ca. 250 Hektar). Bis 1230 herrschte im Zisterzienserkloster rege Bautätigkeit. Von 1190 bis 1381 war es der Begräbnisort der Wettiner, jenes Herrschergeschlechts, zu welchem später auch August der Starke gehörte. Das Kloster erwarb so großen Reichtum, daß es u.a. das Schloss Nossen käuflich erwerben konnte.
Als Holzhau um 1540 gegründet wurde, war das Kloster bereits verlassen und verfiel zur Ruine. Ab 1560 wurden einige Gebäude des Klosters Altzella abgerissen und als Baumaterial wiederverwendet.
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Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 13.04.2008
Aktuell: 19.10.2011
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