Kurzer Blick ins Geschichtsbuch: Am 4.8.1753 starb der Orgelbauer Gottfried Silbermann
Vor 255 Jahren starb einer der berühmtesten Söhne unserer Region: Der Orgelbauer Gottfried Silbermann. Er wurde am 14.1.1683 in der Nachbargemeinde Kleinbobritzsch bei Frauenstein geboren. Im Alter von 19 Jahren zog er zu seinem Bruder Andreas Silbermann in das elsässische Straßburg. Andreas Silbermann arbeitete dort bereits als Orgelbauer.
Als Meister des Orgelbauerhandwerkes kam Gottfried Silbermann im Jahre 1710 (27 Jahre alt) wieder nach Sachsen zurück. Hier schuf er etwa 50 Orgeln, von denen rund 30 bis heute in Sachsen erhalten und spielbar geblieben sind. So in den Kirchen zu Nassau, Frauenstein, im Dom St. Marien zu Freiberg, in der Katholischen Hofkirche zu Dresden, Conradsdorf bei Freiberg, Forchheim, Großhartmannsdorf, Helbigsdorf, Niederschöna, Oberbobritzsch, Pfaffroda, Reinhardtsgrimma, Wegefarth und Zöblitz.
Seine Orgel in der Frauenkirche zu Dresden wurde beim Bombenangriff 1945 zerstört. Zudem gibt / gab es noch Silbermannorgeln in Zittau, Glauchau, Mylau, Greiz usw.
Bekannt wurde auch ein längerfristiger Streit zwischen Johann Sebastian Bach und Gottfied Silbermann, welcher sich um mehr Flexibilität bei der Stimmung einer Orgel gedreht haben soll. Bach forderte dies, was aber von Silbermann abgelehnt wurde.
Gottfried Silbermann starb wohlhabend in Dresden. Interessenten sei ein Besuch des Silbermannmuseums im Nachbarort Frauenstein empfohlen. Es befindet sich direkt neben der Burgruine Frauenstein. (Parken auf Marktplatz empfohlen)
Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 04.08.2008
Aktuell: 20.08.2008
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