+ + + 3.1.2009: Dauerfrost - Kälteste Temperaturen seit Aufstellung der Wetterstation - Skilift läuft + + +
Seit dem ersten Weihnachtsfeiertag -mehr als eine Woche- wurden keine Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes gemessen. Das wochenlange Gependel der Temperaturen um die Null-Grad-Marke herum ist erst einmal beendet. Im Erzgebirge herrscht endlich Dauerfrost. Am Morgen des 3. Januars 2009 zeigte die Wetterstation Holzhau Tannenweg, in 630m üNN und 2 Meter über dem Erdboden, einen Temperaturmeßwert von -16.2 Grad Celsius an. Das ist die tiefste Temperatur, welche "seit Beginn der Wetteraufzeichnungen" (24.2.2006) gemessen wurde.
Grafisch dargestellt, fiel die Temperatur in der Nacht zum Samstag in einem steilen Winkel nach unten. (Siehe Wetter - Grafik im Menü oben). Am Freitag abend gab es noch leichten Schneefall mit wenigen Zentimetern Höhe.
Der Skilift läuft und läuft. Am heutigen Samstag wird es wieder Nachtskifahren bis 23 Uhr geben. Man fährt hauptsächlich auf Kunstschnee, profitiert jedoch auch vom Neuschnee.
Am Freitag (2.1.) machten wir uns auf den Weg und testeten die Loipen rund um Holzhau. Die nagelneue Skiausrüstung stand seit Wochen herum und wartete auf ihren ersten Einsatz. Wir starteten an der Fischerbaude in Richtung Torfhaus, bogen dann in Richtung Bettlerecke ins tschechische Skigebiet ab und liefen weiter zur Talsperre Flaje.
Ich möchte hier nicht über die vielen Beschädigungen an den fabrikneuen Laufsohlen meiner Skier klagen, sondern es wie folgt zusammenfassen: Skilanglauf ist auf einem Niveau, welches der niedrigen Schneehöhe entspricht, möglich. Die Schneeverhältnisse sind auf tschechischem Gebiet besser als auf deutscher Seite. Das begründet sich aus der höheren Lage. Die Höhenloipe zwischen Fischerbaude und Skilift ist gut befahrbar. Die Loipe vom "Battleeck" in Richtung Flaje ebenfalls -man muß nur erst einmal dorthin kommen. Von der Fischerbaude in Richtung früheres "Hotel an der Steinkuppe" kann man auch gut skilaufen.
Vorsicht ist allerdings geboten. Nach einer Woche Dauerfrost bei geringer Schneehöhe ist die Loipe teilweise hart wie Beton. Man hat bei einem eventuellen Sturz kaum etwas, was am Boden nachgibt und polstert. Mit einem Sturz bei Pulver- oder lockerem Nass-Schnee ist das nicht zu vergleichen. Man sollte bei einem Sturz versuchen, das Gesicht vor einer Berührung mit dem Boden zu schützen. Achten Sie auf herausschauende Steine oder Äste.
Auch die wenigen Zentimeter Neuschnee des gestrigen Abends dürften daran nicht allzuviel ändern. Ganz im Gegenteil: Gefährliche Passagen erscheinen durch den aufliegenden Pulverschnee relativ harmlos.
Und abschließend noch ein kleiner Tipp: Laden Sie nicht die schönsten und neuesten Skier ins Auto, wenn Sie Skilaufen wollen.
Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 03.01.2009
Aktuell: 12.01.2009
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