Nach langer Zeit wurde wieder Rotwild im Holzhauer Ortskern gesichtet
Rehe in Holzhau, etwa 1970, Filmarchiv Familie Bellmann
Vor einigen Jahrzehnten kamen Rot- und Rehwild im Winter bis in den Ortskern von Holzhau, direkt an die Behausungen der Menschen. Mit Einbruch der Dämmerung liefen die Tiere auf Wegen und Straßen entlang und suchten die Komposthaufen nach etwas Freßbarem ab.
Einwohner konnten die Tiere in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts auch am Tage mit den damals üblichen Schmalfilmkameras ablichten, ohne dass man einen optischen oder digitalen Zoom zur Verfügung hatte.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten sah man im Dorf kaum noch Wild. Selbst in den Wäldern hatte man das Gefühl, seltener auf Wild zu stoßen. Nur nach dem Hochwasser 2002 traf man vereinzelt auf verschreckte Tiere, die nach dem Unwetter verstört über die Straßen preschten.
Jetzt, Anfang Februar 2009, wurden an einigen Komposthaufen in der Holzhauer Dorfmitte nach vielen Jahren wieder Spuren von Rotwild (Hirschen) im Schnee beobachtet.
Wer also nachts mit dem Fahrzeug unterwegs ist, sollte damit rechnen, dass Hirsche und Rehe auf den Straßen unterwegs sein könnten.
Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 09.02.2009
Aktuell: 04.03.2009
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