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22.3.2009: Loipentest aus dem Skigebiet an der Fischerbaude

22.3.2009: Loipentest aus dem Skigebiet an der Fischerbaude wintersport langlauf wetter schneehöhe Ski heil in Holzhau - dahinter der fast schneefreie Ortsteil Rechenberg
Ski heil in Holzhau - dahinter der fast schneefreie Ortsteil Rechenberg

Wie bereits vor Tagen versprochen, gibt es nach dem Test der Bahndammloipe nun auch noch den Loipentest aus dem Holzhauer Oberdorf. Am Samstagabend gegen 17 Uhr kamen wir bei Sonnenschein auf dem Parkplatz an der Fischerbaude an. Die Loipen waren frisch präpariert.

Im Schatten der Bäume waren die Loipenspuren leicht vereist, die harten Kanten der klassischen Spur kratzten an den Langlaufschuhen. Hier hat es auch am Tage -trotz der Sonne - nicht getaut. Auf der Skatingloipe war der Schnee etwas weicher und angenehmer zu laufen. Es gab eine einzige Unterbrechung von 2 Metern Länge kurz vor dem Ende der Höhenloipe, jedoch nur in der klassischen Spur. Man kann aus der gespurten Loipe heraustreten und daneben weiterlaufen. Die Spur ist an dieser kurzen Stelle offenbar feucht gewesen, als sie neu präpariert wurde.

Aus diesem Grund werden zu weiche / zu nasse Loipen nicht mehr allzu oft maschinell eingespurt. Der hohe Anpressdruck der Spurmaschine drückt den Nassschnee zu tief in den Untergrund. Der Schnee zieht danach noch mehr Feuchtigkeit aus dem Boden, was über kurz oder lang zur völligen Zerstörung der Skispur führt. Trockener Schnee hat bei Nässe ähnliche Eigenschaften wie ein Schwamm. Bei Sonne wird zuviel Wasser in den Schnee gepresst, bei Kälte vereist die Spur völlig. Die Loipe wird also "kaputtpräpariert". Das war nur  eine (wiederholte) Erklärung für unsere Leser. Immer wieder wird die Frage gestellt, warum die Loipen an dieser oder jenen Stelle nicht regelmäßig frisch eingespurt werden.

Es war ein überwältigendes Gefühl, mit Skiern mitten im Schnee zu stehen, auf das fast schneefreie Rechenberg hinabzusehen und einen rot-violett-braunen Sonnenuntergang zu erleben. Die Fernsicht reichte noch für etwa 25-30 Kilometer. Freiberg war zu erkennen. Die sanften Hügel des nach Norden auslaufenden Erzgebirges warfen im Abendlicht ihre Schatten.

Die Freiberger Mulde und die Waldbäche führen nach den Nachtfrösten der letzten Tage weniger Wasser. Das Tauwetter ist vorerst gestoppt. Am 2.3.2009 wurden in der Mittagszeit fast 11°C gemessen. Zur Zeit liegen die Höchsttemperaturen in vollsonniger Lage bei maximal 5°C. Im Schatten der Bäume werden kaum Plusgrade gemessen. Die Nachtfröste, welche momentan bis -etwa 7°C messbar sind, können hier den Schnee weiter konservieren.

Die Höhenloipe wird bei gleichbleibender Wetterlage noch für lange Zeit befahrbar bleiben.

Lesen Sie auch unseren Loipentest von der Bahndammloipe. Der untenstehende Link führt Sie zum Artikel.

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 22.03.2009
Aktuell: 03.04.2009
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