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Das sind die Tendenzen im Erzgebirgstourismus des Jahres 2008

(Veröffentlicht am 10.06.2009 • Geschätzte Lesedauer: 2-5 Minuten)

Liebe Leser, sicher erinnern Sie sich noch an unsere letzte statistische Auswertung zum Tourismus im Erzgebirge für das Jahr 2007. Aus dem Statistischen Landesamt wurden uns schon vor Wochen die neuen Zahlen bereitgestellt. Nach unserem Dorffest ist nun etwas Zeit, um sich intensiver damit zu beschäftigen.

Die gute Nachricht zuerst. Das Gesamterzgebirge konnte nach -2.9% bei den Übernachtungen und -1.0% bei den Anreisen wieder  etwas zulegen. 2008 wurden 1.2% mehr Übernachtungen und 1.1% mehr Anreisen gemeldet. Damit ist der Stand von 2006 noch nicht wieder erreicht.

Leider kann unser Ort an der Entwicklung des Gesamterzgebirges nicht teilhaben. Schon im Jahr 2007 hatte Holzhau, Rechenberg-Bienenmühle und Clausnitz einen herben Rückschlag erlitten. Um 15.7% ging die Übernachtungszahl zurück und ein Verlust von 17.4% Gästen mußte verkraftet werden.

Im Jahr 2008 konnte in unserem Ort der Trend nur gemildert, aber nicht verändert werden. Nochmals wurden minus 3.2% bei den anreisenden Gästen und -7.3% bei den verkauften Übernachtungen nach Kamenz gemeldet. Nach den -17.4% aus 2007 klingen -7.3% zwar weniger, aber die Berechnungsbasis an verkauften Übernachtungen sinkt ebenso.  Welche Auswirkungen das hat, können Sie weiter unten nachlesen.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer eines Gastes betrug 3.1 Tage, die Auslastung unserer Beherbergungsbetriebe lag bei 33.9%. Es wurden insgesamt 11418 Anreisen gezählt und 35878 Übernachtungen verkauft. Unser Ort verfügt über 286 Betten  in 8 statistisch relevanten Beherbergungsbetrieben.

Das Statistische Landesamt gibt an, dass Orte mit weniger als drei Beherbergungsbetrieben aus Datenschutzgründen nicht in das veröffentlichte Zahlenmaterial einfließen. Man könnte - wenn man die Übernachtungszahlen eines Unternehmens kennt - auf die Wirtschaftskraft des anderen Unternehmens (meist des Wettbewerbers) rückschließen. Weiterhin werden die Statistiken nur mit den Zahlen aus Unternehmen mit mehr als 9 Betten erstellt. Private Ferienwohnungen und kleinere Pensionen fallen damit statistisch unter den Tisch. Aus diesem Grund wird in diesem Zahlenwerk auch nicht offiziell berücksichtigt, dass einige Privatvermieter ihre Ferienwohnungen schon aufgegeben haben. Höchstens unter "Gewerbeabmeldungen" findet man Hinweise auf diese Tendenz.

In der Liste der Orte mit den meisten Übernachtungen belegten wir Platz 20. Im Jahr 2007 war es trotz der schon erwähnten Verluste immer noch Platz 17.

Der Rückgang der verkauften Übernachtungen innerhalb des Jahres wird vom statistischen Landesamt mit 2806 angegeben. 

Ein kleines Rechenbeispiel: Legt man die durchschnittliche Auslastung von 33,9% unseres Ortes zugrunde, finden sich innerhalb eines Jahres für etwa 12 Ferienwohnungen mit jeweils 2 Betten keine Gäste mehr.  12 Ferienwohnungen * 2 Betten * 365 Tage * 33.9% ergibt 2969 Übernachtungen.

Die 12 Ferienwohnungen könnten auch einer Pension mit 24 Betten entsprechen. 

Unser kleines Zahlenspiel demonstriert, welche Auswirkungen ein Rückgang der Übernachtungszahlen um 7.3% für unseren Ort hat.  Man kann daraus ableiten, welche drastischen Folgen die -17.4% im Jahre 2007 hatten.

Die Zahlen aus dem statistischen Landesamt decken sich mit der Realität. Eine ganze Reihe von Ferienwohnungsbesitzern klagt über fehlende Buchungen, hat sich Dauermieter gesucht oder nutzt die Räume jetzt selbst. 

Die Aufenthaltsdauer pro Gast sank erneut. Nach 3.3 Tagen sind es nun 3.1 Tage. Die Auslastung unserer Hotelbetriebe ging von 36.1% auf 33.9% zurück.

Der Abwärtstrend setzt sich fort. Das Statistische Landesamt meldet, dass der Umsatz des Gastgewerbes im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Dezember 2008 um etwa 30% zurückging.

Es stellt sich die dringende Frage, wie lange man noch am Vermarktungskonzept unseres Ortes festhalten kann und will.

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 10.06.2009
Aktuell: 16.02.2010
Seitenaufrufe: 3826
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