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Schwerer Tag für sächsische Dampflokliebhaber - Lößnitzgrundbahn verunglückt bei Volksfest

(Veröffentlicht am 13.09.2009 • Geschätzte Lesedauer: 1-3 Minuten)

Aus bisher unbekanntem Grund sind am 12.9.2009 gegen 17:45 Uhr zwei historische Dampflokzüge der sächsischen Lößnitzgrundbahn aufeinandergeprallt. Das berichtet die Polizei Sachsen. Bei dem folgenschweren Betriebsunfall wurden rund 50 Menschen leicht, 4 schwer verletzt. Unter den Verletzten sind auch Kinder.

Die Lößnitzgrundbahn feierte am 12./13.9.2009 ihr 125jähriges Bestehen. Wegen des Volksfestes waren in den Zügen etwa 250 Personen. Der Unfall ereignete sich auf der einspurigen Strecke zwischen den Haltepunkten Friedewald und Friedewald-Bad.

Ein anonymer Autor berichtet in Wikipedia, dass ein Sonderzug mit einem fahrplanmäßigen Zug frontal aufeinandergeprallt sein soll. Als weitere Quellen zitiert er u.a. die Online-Ausgabe der Sächsischen Zeitung. Diese wiederum beruft sich auf den Radiosender MDR1.

Die Schmalspur-Dampfloks wurden bei dem Frontalzusammenstoß so schwer verletzt, dass eine der Loks nach aktuellen Angaben nicht mehr repariert werden kann. Einige Wagen wurden ineinandergeschoben, beschädigt und aus den Gleisen gehoben. Momentan schätzt man den entstandenen Sachschaden auf eine runde Million Euro.

Der Unfall ereignete sich in einem Waldstück, wodurch sich die Rettung der Verletzten etwas schwieriger gestaltet haben soll. Die Geschädigten wurden in den umliegenden Krankenhäusern untergebracht. Die Züge sollen ab Sonntag, 13.9.2009 geborgen werden. Der reguläre Fahrverkehr wird als Schienenersatzverkehr fortgeführt. Das Volksfest zum Streckenjubiläum wurde sofort abgebrochen.

Information Lößnitzgrundbahn: Eine 16,5 Kilometer lange sächsische Schmalspurstrecke, welche seit 1974 ausschließlich mit Dampfloks befahren wird. Sie beginnt in Radebeul Ost, führt durch den Lößnitzgrund an Schloß Moritzburg vorbei und endet am Bahnhof Radeburg. Der Bau der Strecke begann am 20.9.1883, die Strecke war bereits am 15.9.1885 fertiggestellt und ging in Betrieb. Zu diesen Zeitpunkt war die Lößnitzgrundbahn (auch "Lößnitzdackel" genannt) die vierte sächsische Schmalspurbahn. Heute gehört die Lößnitzgrundbahn zur BVO, welche auch die Fichtelbergbahn und die Weißeritztalbahn betreibt.

 

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 13.09.2009
Aktuell: 17.09.2009
Seitenaufrufe: 4194
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