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Antennengemeinschaft Holzhau w.V. will DSL ins Antennennetz einspeisen

(Veröffentlicht am 18.09.2009 • Geschätzte Lesedauer: 3-8 Minuten)

Die Antennengemeinschaft Holzhau prüft die Möglichkeit, das Holzhauer Antennennetz nach Rechenberger Vorbild mit schnellem DSL aufzurüsten. Das geht aus einer Einladung an die Mitglieder des Vereins hervor.

Die Veranstaltung findet am Freitag, den 25. September 2009 um 19:30 Uhr in der Fischerbaude statt.

Schon seit etwa zweieinhalb Jahren versucht eine Bürgerbewegung unter der Führung der FDP-Ortsgruppe Rechenberg, den Ausbau unseres Telekom-Netzes mit DSL voranzubringen. Doch außer Willensbekundungen der Politik und Hinweisen auf die verfügbaren Fördermittel, einer immer wieder ausweichend oder gar nicht antwortenden Telekom, mehreren Versammlungen und einer Unterschriftenaktion mit mehr als 1000 Unterschriften gibt es keine greifbaren Resultate. 

Bei einer Versammlung im Februar 2008 wurde mitgeteilt, dass der Ausbau des Telekomnetzes "nicht vor 2009 beginnen wird". Nun schreiben wir schon September 2009 und man muß leider, so hart es auch sein mag, zur Kenntnis nehmen und akzeptieren, dass es über die politische Ebene nicht gelungen ist, den Ausbau des  Telekom-Netzes in Rechenberg-Bienenmühle und Holzhau voranzutreiben.

Es gab Besuche der Bundestagsabgeordneten im Ort, der Bundeswirtschaftsminister, der Sächsische Landtag und die Sächsische Staatsregierung wurden eingeschaltet. Drei Bürgermeisterkandidaten hatten die DSL-Problematik 2008 auf der Liste ihrer Wahlkampfversprechen. Aber, man kann es nicht oft genug wiederholen: Es gibt keine vorzeigbaren und bzw. durch die Politik herbeigeführten Ergebnisse im Telekom-Festnetz unseres Ortes.

Da ist es auch kein Wunder, wenn sich der Bürger kurz vor den Bundestagswahlen die Frage stellt, was er von dem "Papiertiger Politik" noch zu halten hat.  Und es ist ein ganz schlechtes Signal für alle anderen Bürgerbewegungen in Deutschland, welche sich ebenfalls für schnelle Internetzugänge stark machen.

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Deutsche Telekom beabsichtigt, mehrere Milliarden Euro in den USA zu investieren. Alle deutschen Staatsbürger, die schon jahrelang auf einen schnellen Internetzugang warten, wird das Engagement eines ehemaligen deutschen Staatsunternehmen in den USA sicher "freuen". (Die Bundesrepublik ist nach unserem Kenntnisstand immer noch der größte Anteilseigner an der Deutschen Telekom).

Meine amerikanischen Verwandten schauten mich schon vor Jahren fassungslos an, als ich ihnen erklärte, dass wir kein DSL im Ort zur Verfügung haben. Das hätte man in Deutschland nicht erwartet.

Die Wikipedia schreibt: "Laut der Deutschen Telekom können inzwischen rund 93 Prozent der Teilnehmeranschlüsse mit Telekom-DSL versorgt werden. Diese Angaben der Deutschen Telekom zum Erschließungsgrad stoßen regelmäßig auf Kritik, denn die hohe Zahl wird erreicht, weil alle Anschlüsse in den Anschlussbereichen der mit DSLAMs ausgebauten Teilnehmervermittlungsstellen als versorgt gelten. Unberücksichtigt bleiben dabei jedoch die Anschlüsse in den ausgebauten Anschlussbereichen, die wegen ungeeigneter Anschlussleitungen (Dämpfung, Crosstalk, Multiplexer, Glasfaser) kein Telekom-DSL erhalten können."

Schauen wir, welche Internetzugänge andere Anbieter momentan in unserer Region bereitstellen können. Frauenstein und Nassau, die auch an der FDP-Unterschriftenaktion beteiligt waren, können mobiles Internet, zum Teil mit UMTS-Geschwindigkeiten, nutzen. Hinzu kommt eine Anbindungsmöglichkeit per privatem WLAN. Allerdings sind diese Dienste nicht flächendeckend vorhanden.

Der Ortsteil Clausnitz profitiert zum Teil von einer Anbindung per WLAN. Die Neuhausener Ortsteile Cämmerswalde und sogar Neuwernsdorf sind ebenfalls an das private WLAN-Netzwerk angeschlossen, welches sich von Neuhausen bis Hartmannsdorf-Reichenau erstreckt. Aber wie bereits geschrieben, ist es noch nicht überall flächendeckend vorhanden.

In Rechenberg und Bienenmühle setzt man hauptsächlich auf DSL per Antennenkabel und hat damit gute Erfahrungen gesammelt.

Das enge, verwinkelte Tal und die geringe Zahl gewerblicher Nutzer machen den privaten Internet-Anbietern im Holzhauer Ortsteil zu schaffen. Die mobile Nutzung des Internets, etwa per UMTS, wird wohl für längere Zeit Wunschtraum bleiben. Zur Zeit ist noch nicht einmal an allen Punkten des Ortes gesichert, dass das Handy funktioniert.

Wir hatten in den letzten Wochen und Monaten die Möglichkeit, verschiedene alternative Internet-Zugangsarten in Holzhau zu testen. Internet per Satellit ist zwar generell möglich, aber auch hier verhindert die Lage unseres Ortes die freie Sicht zum Satelliten. Dieser steht relativ flach, so dass der Spiegel nur gering nach oben geneigt sein darf. An der Kreuzung Tannenweg - Alte Straße findet man den Satelliten, wenn man den LNB in Richtung "etwas links am Zollhaus vorbei" ausrichtet. Auf der Alten Straße und der Bergstraße dürfte der Satellit also durch den Hang verdeckt sein. Keine Probleme wird es an der Nordseite des Muldentales und im Holzhauer Oberdorf geben - zumindest dann, wenn der Wald oder einzelne freistehende Bäume nicht stören.

Bei einer Nutzung mit UMTS bzw. Mobilfunk stellt man im Holzhauer Ortsbereich fest, dass das UMTS- Signal generell, auch in den höheren Lagen, nach wie vor nicht anliegt. Der UMTS-Stick schaltet also in den wesentlich langsameren GSM / EGDE-Modus um. Das ist zwar immer noch schneller als ISDN oder ein Modem, jedoch werden sämtliche Grafiken in einer  schlechteren Qualität angezeigt. Damit wollen die Mobilfunkanbieter Leitungskapazität sparen. Nur durch einen nochmaligen, gesonderten Aufruf werden Webseiten in ihrer eigentlichen Schönheit dargestellt. Das verursacht dann aber auch dementsprechend lange Ladezeiten.

Auf diesen Erfahrungen aufbauend, muß man zu der Erkenntnis kommen, dass der geplante Ausbau des Holzhauer Antennenetzes als momentan sinnvollste Variante zu betrachten und zu begrüßen ist. Erst recht, weil es von Seiten der Politik bzw. Telekom keine wirklich greifbaren Aktivitäten bzw. Alternativen gibt.

Oder lesen Sie irgendwo auf den Wahlplakaten, dass Deutschland ein modernes Telekommunikationsnetz bekommen soll ?

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 18.09.2009
Aktuell: 26.10.2009
Seitenaufrufe: 4563
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