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(Veröffentlicht am 21.06.2004 • Geschätzte Lesedauer: 1-3 Minuten)

Als ich den Text für die Präsentation unseres Ortsteiles Holzhau entwarf, verwendete ich viele Informationen aus Büchern, Zeitschriften, Prospekten und Katalogen. Aber nicht alles, was bisher gedruckt wurde, stimmt wirklich. Einige Dinge sind reine Lagerfeuerromantik, Geschichtsfälschung oder frei erfundene Legenden.

So ist es zum Beispiel nicht richtig, daß sich die Holzfäller auf dem durch die Abholzung frei gewordenen Landstück "Holtzhawe" frei ansiedeln konnten bzw. zinsfrei wohnen durften. Daher ist es zweifelhaft, ob man hier von einer "Möglichkeit zur Gründung einer eigenen Existenz" sprechen kann. Die Gier der Burgherren zu Rechenberg war unendlich. Selbst bei bestem Erntewetter mußten die Bauern erst für den Fronherren arbeiten, bevor die eigene Ernte eingebracht werden durfte.

                       

Ein Bauernaufstand führte zur brutalen Hinrichtung der Anführer durch die Burgherren. Erst danach (1699) wurden die Frondienste, welche für das Kammergut Rechenberg zu erbringen waren, in ihrem Umfang festgeschrieben. 

 Weiterhin sind Goldfunde in der Freiberger Mulde reine Erfindungen, auch wenn diese angeblich durch "Meißner Archive" belegt sein sollen. Geologen sind der einhelligen Meinung, daß in unserer Region kein Gold vorkommen kann.

Eine ebenfalls in die Kritik geratene Geschichte ist jene vom "Flinken Knecht zu Rechenberg". Es gibt weder einen Beleg für die tatsächliche Existenz der Person noch einen Hinweis darauf, daß es sich hier um eine "alte Volkssage" handelt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es eine um 1992 frei erfundene Selbstvermarktungsstory eines Wandervereins der Region.

 

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 21.06.2004
Aktuell: 11.12.2009
Seitenaufrufe: 3933
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