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Holzhauer Holzköpfe bleiben bockig - "Keine Entschuldigung !" - und wie nun weiter ?

(Veröffentlicht am 05.03.2010 • Geschätzte Lesedauer: 3-7 Minuten)

Holzhauer Holzköpfe bleiben bockig - Keine Entschuldigung ! - und wie nun weiter ? holzhau holzköpfe stellungnahme martina matthes sächsische zeitung Unser Fundstück der Woche
Unser Fundstück der Woche

Es gibt Themen, die sind mittlerweile "so was von durch", dass man sich innerlich weigert, darüber noch irgendein Wort zu schreiben. Das ist schade um die Tastatur, um den Strom, um die Handgelenke. Trotzdem beschäftigen sich die Holzhauer immer noch mit der "Holzkopf-Affäre" unserer Fremdenverkehrsamtschefin Martina Matthes und trotz der niedrigen Temperaturen brodelt es weiter.

Was war geschehen ? In einem Pressebericht über den Ort Holzhau wurde sie mit den Worten zitiert, "das in Holzhau eben Holzköpfe leben", was die Ursache für so manches Problem im Tourismusgeschäft unseres Ortes sein sollte. (Holzhau.de berichtete Anfang Februar sehr ausführlich und veröffentlichte auch Meinungen von Einwohnern / holzhau.de- Lesern, nachzulesen im Archiv 2010.)

Die Holzhauer reagierten sehr ungehalten, denn die nicht ortsansässige Chefin des Fremdenverkehrsamtes gilt als wenig anerkannt, erst recht nicht als bürgernah oder beliebt. Man legte ihr nach diesem medialen Ausrutscher nahe, den Arbeitsplatz zu verlassen. Die Aufforderungen dazu kamen von Hoteliers, dem Tourismusverein und vom Fremdenverkehrs- und Heimatverein Holzhau. Und es soll auch Gemeindevertreter gegeben haben, denen dieser Gedanke nicht allzu fern lag...

In der "Freien Presse", aus einem Artikel von Astrid Ring, erfuhren die Holzhauer dann, dass sich Bürgermeister Sandig schützend vor seine umstrittene Fremdenverkehrsamtschefin stellt und geäußert haben soll "Matthes bleibt". Das kam sehr überraschend. Für einen Teil der bestürzten Einwohner war somit klar, "dass sich hier eh nichts mehr ändert und der alte Trott so weitergeht". Merkwürdig war auch das Angebot des Landestourismusverbandes, die Diskussion der Probleme in Holzhau zu moderieren. Das erweckt den Anschein, als sei Bürgermeister Sandig nicht willens oder in der Lage, die Probleme seines Ortes selbst zu lösen. Eine Einladung zu einer Bürgerdiskussion oder öffentlichen Aussprache hat es bisher nicht gegeben.

Das war die Vorgeschichte - und was bewegt uns nun dazu, das ganze noch einmal herauszukramen ? Die mehr oder weniger ernstzunehmende "Stellungnahme" bzw. "Erklärung" der Martina Matthes, welche seit etwa zwei Wochen in den Schaukästen hängt und nun auch im gemeindlichen Amtsblatt veröffentlicht wurde, ist doch kaum einen Tastaturanschlag wert.

Aber: In unserem Briefkasten wurde in den letzten Tagen eine Kopie der Stellungnahme von Frau Matthes gefunden, auf welcher mit großen Buchstaben "Keine Entschuldigung !" geschrieben steht. Kein Absender, keine erklärenden Worte dazu.

Ja, lieber unbekannter Kopierer und Schreiber, die Stellungnahme der Frau Matthes ist wirklich keine Entschuldigung. Auch wenn Bevölkerungsteile eine Entschuldigung gefordert haben, DAS ist auf keinen Fall eine. Aus diesem Grund steht wahrscheinlich auch "Stellungnahme" bzw. "Erklärung" darüber.  

Sie bestreitet in Ihrer "Stellungnahme" nicht, gesagt zu haben, dass "in Holzhau eben Holzköpfe leben". Wenn sie es nicht ausgesprochen hätte, könnte sie nach deutschem Presserecht ihren Anspruch auf eine angemessene Gegendarstellung durchsetzen. Bleibt diese Gegendarstellung aus, kann man davon ausgehen, dass man gedruckt hat, was auch gesprochen wurde.

Alles andere, was in der Stellungnahme steht, dient eigentlich nur als Füllmaterial und hat wenig Inhalt. Wenn man sich mit einem freiberuflichen Journalisten trifft, welcher neben der Sächsischen Zeitung auch die Bild-Zeitung mit Texten beliefert, muß man sich eben auch mal auf die Zunge beißen... erst recht, wenn man das amtliche Aushängeschild einer Tourismusregion sein will oder sein muß.

Da spielt es auch keine Rolle, ob man ein Interview gibt oder ein "Pressegespräch" führt. Journalisten sind von berufswegen auf der Suche nach Dingen, die sie verwerten können - und gern hört man da auch auf Zwischentöne.

Man könnte ja im Fremdenverkehrsamt einmal nachfragen, weshalb es in den Ortsteilen Rechenberg, Bienenmühle oder Clausnitz noch größere Probleme im Tourismusbereich gibt als im Ortsteil Holzhau - denn in den anderen Ortsteilen wohnen schließlich keine Holzhauer Holzköpfe !? Holzhau ist doch eher jener Teil der Großgemeinde, in welchem der Tourismus noch am besten funktioniert... liegt das am Ende gar an den Holzköpfen selbst ? 

Darüber sollte man einmal nachdenken. Vielleicht schafft ja dieser Denkansatz bei den Holzhauer Holzköpfen noch mehr Selbstbewußtsein. Doch in Anbetracht der aktuellen Situation kann ich mich nur den Worten eines Hoteliers anschließen: "Ein Neuanfang sieht aber ganz anders aus."  

 

Ihr Tino Bellmann (welcher sogar einen Berufsabschluß als Holzkopf hat) 

PS: Der Skifaschingsclub Holzhau bediente sich bei der Büttenrede und in den Sketchen der Abendveranstaltung mehrfach bei der "Holzköpfe-Problematik". Darüber konnten die Holzhauer dann allerdings wirklich einmal lachen.

 

 

 

Nun fragte sich so mancher

 

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 05.03.2010
Aktuell: 21.02.2018
Seitenaufrufe: 7287
Ähnliche Themen: Holzhau Holzköpfe Stellungnahme Martina Matthes Sächsische Zeitung
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