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Gegenwind: Entwurf für ein Anschreiben an das Umweltministerium Prag ist jetzt online

(Veröffentlicht am 07.09.2010 • Geschätzte Lesedauer: 2-6 Minuten)

Jeder Bürger hat nach geltendem Recht die Möglichkeit, seine Bedenken gegen den Bau eines Windparks mit 25 Windkraftanlagen an der deutsch-tschechischen Grenze bei Holzhau vorzubringen. Die Schriftstücke müssen an das Prager Umweltministerium adressiert und am 27.9.2010 eingegangen sein. Wie angekündigt, haben wir für Sie einen Entwurf für ein Schreiben nach Prag vorbereitet.

Wir bitten zu beachten, dass es sich dabei lediglich um einen Vorschlag bzw. Entwurf handelt. Bitte erweitern Sie das Schreiben um eigene Einwände bzw. Bedenken, um es an Ihre Vorstellungen anzupassen.

Als Denkanstoß haben wir Ihnen eine Liste von Möglichkeiten bzw. individuellen Einwendungen zusammengestellt.

  • Ich arbeite im Tourismusgewerbe und habe Angst um meinen Arbeitsplatz / um meine unternehmerische Existenz, wenn der Windpark errichtet wird.
  • Die Genehmigung eines Windparks auf dem Erzgebirgskamm hat eine negative Vorbildfunktion für die gesamte Region. Hier wird ein Präzedenzfall geschaffen, der weitere Windparkprojekte nach sich ziehen kann.
  • Es gibt Bestrebungen, das Erzgebirge zum Weltkulturerbe zu erklären. Aus meiner Sicht widersprechen neue Windparkprojekte diesem Plan. (Siehe Waldschlößchenbrücke Dresden)
  • Ich bin Anwohner und befürchte, dass mich die Lichtreflexe, der Schattenwurf und die Geräuschentwicklung der Rotoren in meiner Lebensqualität beeinträchtigen.
  • Ich bin Wintersportler und befürchte Einschränkungen im Loipennetz, wenn der Windpark errichtet wird.
  • Ich bin Naturschützer / Naturfreund und setze mich für den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Tierarten ein, die im Projektgebiet ihr Rückzugsgebiet gefunden haben.
  • Ich befürchte die Verschlechterung der deutsch-tschechischen Beziehungen.
  • Wenn der Windpark auf dem Erzgebirgskamm errichtet wird, stellt das eine Zerstörung des Landschaftsbildes dar. Viele umliegende Gebirgserhebungen werden um rund 100 Meter überragt. 
  • Die gleichzeitige Förderung des Naturschutzes und der Windenergie passen in dieser deutsch-tschechischen Erzgebirgsregion nicht zusammen.
  • Ich bin Wanderer / Radfahrer und habe die Befürchtung, dass das Wanderwegenetz rund um Holzhau eingeschränkt werden muss.
  • Ich befürchte, dass die Grundstücke an Wert verlieren, wenn der Windpark gebaut wird. 
  • Ich bin Jäger, habe mein Jagdgebiet in der Nähe des Bauvorhabens und befürchte negative Auswirkungen auf den Wildbestand.
  • Die Eingriffe in die Natur, welche während der Bauphase vorgenommen werden, zerstören den Lebensraum von Tieren und Pflanzen, welche auf der Washingtoner Artenschutzliste stehen. Das ist unvertretbar.
  • Eine Gewöhnung der dort lebenden Tiere an die Windkraftanlagen wird nicht erfolgen, weil durch die Wartung und Befahrung des Windparks weitere Unruhe entsteht.
  • Ich bezweifle, dass der Windpark und Windkraftanlagen wirtschaftlich sind. Bis heute liegt keine Gesamtenergiebilanz einer Windkraftanlage vor.
  • Die Politik bedient hier die privaten Interessen weniger Investoren, wobei die Interessen der Bevölkerungsmehrheit ignoriert werden sollen.
  • Durch die Rotoren besteht ständig die Gefahr des Vogelschlags, besonders in Jahreszeiten mit Nebel.
  • Durch die Rotoren entsteht ein Unterdruck, welcher die Lungen von fliegenden Tieren (z.B. Fledermäusen) kollabieren läßt.

Der Musterbrief wurde in verschiedenen Dateiformaten online gestellt: Word DOC, Rich Text Format (RTF) und Acrobat Reader PDF. Falls Probleme auftreten, versuchen Sie einfach ein anderes Dateiformat. Die entsprechenden Links finden Sie am Ende des Artikels.

Die Portopreise nach Tschechien betragen: 70 Cent für einen Brief, 2,75 Euro für einen Brief als Einschreiben und 4,55 Euro für einen Brief als Einschreiben mit Rückschein.

Es besteht die Möglichkeit, die fertigen Briefe bei der Bürgerbewegung abzugeben bzw. zu senden: Bürgerbewegung "Gegenwind", Muldentalstraße 61 in 09623 Holzhau. Bürgermeister Werner Sandig erklärte, dass sein Amt die Briefe ebenfalls annehmen wird.

Die gesammelten Schriftstücke sollen am 26. oder 27. September in Prag persönlich übergeben werden, um einen Posteingangsstempel des tschechischen Umweltministeriums zu erhalten.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

 

 

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 07.09.2010
Aktuell: 22.02.2018
Seitenaufrufe: 5111
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