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Stadtrundgang zur jüdischen Geschichte in Freiberg am 29.9.2010

(Veröffentlicht am 23.09.2010 • Geschätzte Lesedauer: 1-3 Minuten)

Stadtrundgang zur jüdischen Geschichte in Freiberg  am 29.9.2010 freiberg stadtmuseum ilka nestler Stadt- und Bergbaumusem Freiberg
Stadt- und Bergbaumusem Freiberg

Am Mittwoch, den 29. September 2010 begibt sich Dr. Michael Düsing auf die Spuren jüdischer Geschichte in Freiberg. bei Treffpunkt für den Stadtrundgang ist 14 Uhr am Roten Weg / Ecke Platz der Oktoberopfer. Abgeschlossen wird der Rundgang mit einer kurzen Führung durch die Sonderausstellung "Die Kriegskinder-Generation in Freiberg" im Stadt- und Bergbaumuseum. Der Eintritt beträgt 2,50 Euro pro Person, ermäßigt 1,50 Euro. Es wird um Voranmeldung unter Tel. 03731-202512, Fax 23197 oder per Email an info [et] museum-freiberg.de gebeten.

Der Stadtrundgang beginnt am Roten Weg, im Gebiet des ehemaligen "Judenbergs", im Mittelalter vor den Stadttoren Freibergs gelegen. Weitere Stationen führen an Orte, an denen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts jüdische Geschäfte, Arztpraxen und Unternehmen existierten. In Erinnerung gerufen wird auch das Wirken jüdischer Wissenschaftler an der traditionsreichen Bergakademie, die großen Anteil am weltweiten Ansehen dieser einzigartigen Lehrstätte der Bergbaukunde, Geologie und Erzverhüttung hatten.

Der Rassenhass und Antisemitismus, den die Nationalsozialisten zum organisierten, kaltblütigen Völkermord an Juden perfektionierten, vernichtete jüdisches Leben auch in Freiberg mit beispielloser Menschenverachtung und Grausamkeit. Der Stadtrundgang erinnert an einige der hier einst lebenden jüdischen Familien, die verfolgt, gedemütigt, vertrieben und ermordet wurden. Seit 2007 erinnern so genannte Stolpersteine vor den Wohnhäusern ermordeter Juden an deren Schicksal. Am Ende der perfiden Naziherrschaft entstand auch in Freiberg eine Stätte der "Vernichtung durch Arbeit"- ein KZ-Außenlager, in dem jüdische Frauen, von Auschwitz nach Freiberg deportiert, Zwangsarbeit für die Rüstungsindustrie leisten mussten. Dieses traurige Kapitel findet auch in der Sonderausstellung "Die Kriegskinder-Generation in Freiberg" Beachtung, die noch bis zum 24. Oktober 2010 zu sehen ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Ilka Nestler, Dipl. Museologin (FH) im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg, Am Dom 1, 09599 Freiberg

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 23.09.2010
Aktuell: 27.09.2010
Seitenaufrufe: 4001
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