hotel online buchen
www.holzhau.de: Das Onlinemagazin für Einwohner und Touristen am 26.10.2020
Echt Erzgebirge

Aktuelle Wetterdaten
25.10.2020 | 10:15 Uhr

9.8°C

24-Stunden ⌀: 8.174 °C
30-Tage ⌀: 7.834 °C
Luftdruck rel: 1,007.4 hPa
Luftfeuchte rel: 91 %

Wetterstation Holzhau 615m üNN

Hotels | Pensionen | Ferienwohnungen | Ferienhäuser | Freizeitangebote | Unternehmen | Veranstaltungen | Angebote
WebCam Holzhau | WebCam Skilift | Oberholzhau | Wettergrafik | Wetterdaten | Schneehöhen | Fahrplan H-FG | FG-H

Holzhauer Feuerwehr und Bergwacht proben den Ernstfall (18.3.2011)

(Veröffentlicht am 19.03.2011 • Geschätzte Lesedauer: 2-5 Minuten)

Holzhauer Feuerwehr und Bergwacht proben den Ernstfall (18.3.2011) feuerwehr holzhau bergwacht Heiko Richter mit einem bewußtlosen Kind
Heiko Richter mit einem "bewußtlosen" Kind

Zugegeben: Es ist nicht einfach, eine größere Feuerwehr- und Bergwachtübung zu planen und sie in einem 400-Seelen-Dorf auch wirklich geheimzuhalten. Schließlich werden mehrere "Opfer" für die Bergung und allerhand Kameras und Fotoapparate zur Dokumentation benötigt.

Dass es gelungen ist, die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und der Bergwacht "kalt zu erwischen", ist eine respektable Leistung der Organisatoren.

"Wir brauchen einen realistischen Überblick, wie leistungsfähig und schnell unsere Feuerwehr und Bergwacht tatsächlich sind. Es nutzt uns gar nichts, wenn alle Feuerwehrleute eine traditionelle Übung im Herbst erwarten." erklärte Nico Liebscher schon vor Wochen am Telefon.  

Die Organisatoren der Übung hatten eines der am ungünstigsten zu erreichenden Wohnhäuser in Holzhau ausgesucht. Es befindet sich am Steilhang zwischen Skilift und Pension "Eschenhof" und ist nur über einen schmalen, 60m langen Weg  zu erreichen. Die nächste Wasserentnahmestelle ist etwa 600m entfernt.

Erschwerend kam hinzu, dass es am Übungstag bei etwa 0°C leicht regnete, neblig war und die Dunkelheit einbrach. Eine rutschige Schneedecke lag auf Wegen und Wiesen und erschwerte den Aufstieg zum Gebäude. 

Als 17.39 Uhr die Alarmierung der Feuerwehr Holzhau erfolgte,  stieg am "brennenden" Objekt bereits Rauch auf. Nachdem bekannt wurde, dass sich im "brennenden" Haus vier Kinder befanden, begann umgehend die Durchsuchung des Hauses. Die Retter quälten sich mit ihren Atemschutzgeräten auf dem rutschigem Schnee den steilen Hang hinauf. Die Kinder wurden zwar schnell gefunden und aus dem Gebäude getragen, waren aber "bewusstlos".

Die nachträglich alarmierte Bergwacht übernahm wenige Minuten später die weitere Versorgung der Verletzten.

Übrigens: Die vier verletzten Kinder spielten ihre Rolle hervorragend und wollten erst  wieder aus der "Bewußtlosigkeit" erwachen, nachdem sie von der Feuerwehr und Bergwacht versorgt worden waren. Respekt!

32 Minuten nach der Alarmierung der Feuerwehr war der rund 600m lange Schlauch aufgebaut. Diese Arbeiten wurden von den Feuerwehren Clausnitz und Rechenberg-Bienenmühle erledigt. Die Feuerwehren aus den Nachbarortsteilen waren nachgefordert worden. Die Pumpen begannen 18.11 Uhr zu arbeiten und das Löschen des Brandes hätte beginnen können.

Beim Aufbau der langen Wasserversorgung trat das Problem auf, dass das Schotterbett der Freiberger Eisenbahngesellschaft erst einmal aufgegraben werden musste, um den Schlauch unter den Bahngleisen hindurchzubekommen. Hier stellte sich mir -als zuschauendem Laien- schnell die Frage, warum die Bahn an bestimmten Stellen keine Leerrohre in das Gleisbett eingebaut hat. Wertvolle Zeit könnte gespart werden, wenn Feuerwehrschläuche einfach nur hindurchgeschoben werden müssten.

Zwischen den arbeitenden Feuerwehrleuten und rangierenden Feuerwehrfahrzeugen fuhr die Freiberger Eisenbahn langsam, aber fahrplangemäß über den unbeschrankten Bahnübergang am Skilift.

Fazit: Es war eine Feuerwehrübung, die nicht realistischer hätte sein können. Ein Haus am Hang, darin vier bewusstlose Kinder und ein langer Weg bis zur Wasserentnahmestelle. Eine ganze Reihe von zusätzlichen Schwierigkeiten, wie das unfreundliche Wetter, Schneematsch und die einsetzende Dunkelheit machten die Übung "perfekt".

Es ist nun an der Feuerwehr, das Training anhand des vorliegenden Video- und Fotomaterials zu analysieren. Über die Ergebnisse der fachmännischen Begutachtungen werden wir Sie auf jeden Fall informieren.

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 19.03.2011
Aktuell: 18.09.2020
Seitenaufrufe: 5111
Ähnliche Themen: Feuerwehr Holzhau Bergwacht
Leserbriefe, Kommentare und Meinungen zu diesem Artikel


Wir verwenden einen so genannten Cookie, um unsere Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen an unsere Werbepartner weiter. Unsere Partner führen die Informationen möglicherweise mit anderen Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Sie geben Ihre Einwilligung zu unserem Cookie, wenn Sie unsere Webseite weiterhin nutzen.