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Erzgebirgisches Tourismusgewerbe sucht Fachkräfte für die Wintersaison 2011/2012

(Veröffentlicht am 07.12.2011 • Geschätzte Lesedauer: 2-6 Minuten)

Erzgebirgisches Tourismusgewerbe sucht Fachkräfte für die Wintersaison 2011/2012 arbeitsplatz job tourismus holzhau erzgebirge Arbeiten, wo andere Urlaub machen
Arbeiten, wo andere Urlaub machen

Die Situation auf dem erzgebirgischen Arbeitsmarkt spitzt sich zu. Die Hoteliers und Gastwirte müssen leider feststellen , dass es kaum noch "ernsthafte" Bewerber für Arbeitsplätze im Bereich Küche und Restaurant gibt. Durch die kurze Wintersaison können viele Unternehmer ihr Fachpersonal oftmals nicht das ganze Jahr festanstellen.

Die Industrie lockt mit regelmäßigeren Arbeitszeiten. Sonn- und Feiertagsarbeit, vor allem an so emotionalen Familienfeiertagen wie Weihnachten und Silvester, gibt es in der Industrie kaum. Und nicht ganz zu vergessen: Die Industrie bietet meist ein wesentlich höheres Einkommen.

Wer als Mutter oder Vater in der Gastronomie arbeitet, hat ein weiteres -großes- Problem: An jenen Tagen, an denen es in der Branche "heiß" hergeht und die meisten Arbeitskräfte gebraucht werden, sind die Kinderbetreuungseinrichtungen geschlossen. Das gilt nicht nur in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, sondern generell an allen Wochenenden und Feiertagen. Die Öffnungszeiten der Kindergärten und Kinderkrippen sind schon an Wochentagen mit der Arbeit im Schichtdienst kaum zu vereinbaren. Ohne Hilfe aus dem sozialen Umfeld ist ein derartiger Job gar nicht mehr machbar.  

Die Folge: Viele Fachkräfte wandern ab oder wechseln den Beruf. In den letzten Wochen hörte man aus vielen gastronomischen Einrichtungen: "Suche Koch / Köchin" oder "Suche Restaurantfachfrau / Restaurantfachmann".

Ein Hotelangestellter bringt die Sache auf den Punkt: "Gelerntes Fachpersonal bewirbt sich aus eigenem Antrieb kaum noch. Die meisten sind nur kurzfristig arbeitslos, weil ein buchungssschwacher Monat -wie zum Beispiel der letzte November- war und sie vorsorglich entlassen wurden. Sie wissen, dass sie ab Dezember wieder an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren werden. Daher gibt es kaum noch "ernsthafte" Bewerber. Sie bewerben sich nur formell, weil sie das Arbeitsamt losschickt.  Schon beim Vorgespräch erfährt man, dass sie nur für wenige Wochen arbeitslos sind und nicht beabsichtigen, den Arbeitgeber dauerhaft zu wechseln. Mit Aushilfen kann man keinen anspruchsvollen Tourismusbetrieb realisieren. Der Einweisungs- und Einarbeitungsaufwand ist viel zu hoch. Selbst bei einfachsten Fragen des Gastes muß die Aushilfe bei den Kollegen nachfragen. Der Gast merkt doch sofort, dass es sich um ungeschultes Personal handelt."

Die wirtschaftlichen Anreize, einen geringfügigen Aushilfsjob anzunehmen, seien außerdem viel zu gering. "Man kann keine Aushilfe dafür begeistern, nachts gegen 3 Uhr bei Schneetreiben kilometerweit nach Hause zu fahren. Abgesehen davon, dass manche Frau davor Angst hat, sind die Benzinkosten im Verhältnis zum Verdienst einfach viel zu hoch."

Hinzu kommt, dass das "Einkommen als Aushilfe" nicht zur Höhe der Reparaturkosten passt, wenn man nachts von der Straße rutscht  und sein Fahrzeug beschädigt. In der gesetzlichen Räumpflicht wurde nämlich nicht daran gedacht, dass die Mitarbeiter des Tourismusgewerbes nachts nach Hause fahren müssen. In den meisten Bundesländern gilt die gesetzliche Räumpflicht wochentags von 7-20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 9-20 Uhr.

Zusammengefasst kann man sagen, dass es kein Wunder ist, wenn die Tourismusbranche es immer schwerer hat, geeignete Fachkräfte für die Arbeit in den Hotels und Restaurants zu finden. Was also tun ?

Im benachbarten Elbsandsteingebirge ist im Oktober die Wandersaison zu Ende gegangen. Wie man hört, gibt es dort zur Zeit einen etwas höheren Anteil an arbeitslosen Arbeitskräften aus der Tourismusbranche.

Holzhau.de empfiehlt daher, sich mit Initiativbewerbungen auf dem erzgebirgischen Tourismus-Arbeitsmarkt umzuschauen und bis zum  Ende der Skisaison in erzgebirgischen Skigebieten zu arbeiten.


 

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 07.12.2011
Aktuell: 20.02.2012
Seitenaufrufe: 5757
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