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Gemeinderatsversammlung zum Thema "Gemeindefusion mit Frauenstein" (13.3.2012)

(Veröffentlicht am 13.03.2012 • Geschätzte Lesedauer: 2-6 Minuten)

Am Dienstag, den 13.3.2012, fand 19 Uhr eine öffentliche Gemeinderatssitzung im Rechenberger Ratssaal statt, in der es um eine mögliche Gemeindefusion mit Frauenstein und Hartmannsdorf-Reichenau ging. Vom Interesse der anwesenden Einwohner begleitet, trug Bürgermeister Werner Sandig die Thematik vor.

Schon vor einem knappen Jahr hatte der Gemeinderat beschlossen, die Vorverhandlungen für einen möglichen Gemeindezusammenschluß mit Frauenstein zu beginnen. Die Verhandlungen wurden aber abgebrochen, nachdem die Frauensteiner Gemeinderäte  ihre Vorstellungen von einer "Eingemeindung" vorgetragen hatten.

Die Rechenberger Gemeinderäte waren damals nicht bereit, die Gespräche auf unterschiedlichem Niveau zu führen. Ihnen mißfiel, dass Frauenstein als "Eingemeinder" auftrat, Rechenberg hingegen als "eingemeindeter Ort" behandelt wurde.

Nun sollen die Gespräche erneut aufgenommen werden, jedoch mit dem Hintergrund eines "Gemeindezusammenschlusses". Sandig nennt es "Gespräche auf gleicher Augenhöhe". Wichtig ist ihm, dass die einzelnen Ortsteile ihren Namen und ihre Identität behalten. Die Ortseingangsschilder sollen weiterhin die Namen "Holzhau" oder "Clausnitz" tragen.

Werner Sandig erklärte: "Wir müssen der Wahrheit ins Gesicht sehen. Auf Dauer ist unsere Gemeinde nicht als selbständiger Ort zu halten - das betrifft sowohl die Einwohnerzahlen als auch die Finanzen."

Zum viel diskutierten Thema "Pro-Kopf-Verschuldung" sagte Gemeinderat Volker Wiegand: "Zur Zeit haben wir eine wesentlich geringere Pro-Kopf-Verschuldung als Frauenstein, das stimmt. Wenn wir jedoch unsere Mittelschule sanieren und dort wie geplant 1,6 Mio. Euro investieren, wird die Verschuldung um 1000 Euro pro Einwohner steigen. Dann sind wir höher verschuldet als Frauenstein."

Bürgermeister Sandig ergänzte: "Man muß immer genau betrachten, wie es zur Verschuldung eines Ortes kommt. Das Geld kann ja schließlich auch in Investitionen -wie zum Beispiel in einen Schulstandort- angelegt sein."

Nach einer sehr regen Diskussion, in die auch die anwesenden Bürger eingebunden wurden, beschloss der Gemeinderat  mit großer Mehrheit die Aufnahme von Verhandlungen mit den Orten Frauenstein und Hartmannsdorf - Reichenau. In Kürze werden Ausschüsse gebildet, welche sachgebietsbezogene Details für den Gemeindezusammenschluß klären sollen.

Trotz vieler Details, die in der Diskussion angesprochen wurden, blieb eine grundsätzliche Frage offen: "Welchem Landkreis wird die neue Gemeinde später angehören ?" Es war für die Anwesenden offenbar selbstverständlich, dass dies auch zukünftig "Mittelsachsen" sein wird.

Aber: Hartmannsdorf-Reichenau gehört zum Landkreis "Sächsische Schweiz - Osterzgebirge". Der Nachbarlandkreis möchte Hartmannsdorf - Reichenau nicht nach Mittelsachsen wechseln lassen. Dazu befragt, äußerte sich Landrat Michael Geisler (CDU) am 15.3.2012 wie folgt: "Es gab bisher keine Verhandlungen, dass Hartmannsdorf mit Reichenau nach Mittelsachsen wechseln will. Die Position unseres Landkreises hat sich diesbezüglich auch nicht verändert." Geisler hatte schon früher angedeutet, dass ein Landkreiswechsel keine Einbahnstraße sei. Er könne sich auch vorstellen, dass sich der neue Ort seinem Landkreis anschließe.

Aus dem Rechenberger Rathaus erfuhr man, dass die Verhandlungen so geführt werden, dass sich Hartmannsdorf - Reichenau zu einem beliebigen, auch viel späteren Zeitpunkt  an den Ort Frauenstein anschließen kann. "Auch ohne Hartmannsdorf und Reichenau schaffen wir die Vorgaben für die zukünftig geforderte Einwohnerzahl."

Das Interesse einiger Einwohner, den touristisch kaum verwertbaren Namen unseres Landkreises "Mittelsachsen" durch einen Beitritt zum Landkreis "Sächsische Schweiz - Osterzgebirge" loszuwerden, ist ungebrochen.

Dazu eine Bürgermeinung: "Neuhausen könnte zum Erzgebirgskreis wechseln und unser Ort nach SSOE... damit wäre der historische Zustand wiederhergestellt. Es ist doch kein Problem, wenn Mittelsachsen erst in Mulda beginnt."

Holzhau, Rechenberg-Bienenmühle und die anderen umliegenden Orte gehörten jahrhundertelang zur "Amtshauptmannschaft Dippoldiswalde". Der Ortsteil "Teichhaus" wurde erst 1955 nach Holzhau eingemeindet. Zeitgleich wurde der neue Kreis "Brand-Erbisdorf" geschaffen, welcher 1994 in den Landkreis Freiberg eingegliedert wurde.

 


 
Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 13.03.2012
Aktuell: 21.02.2018
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