hotel online buchen
www.holzhau.de: Das Onlinemagazin für Einwohner und Touristen am 24.02.2020
Echt Erzgebirge

Aktuelle Wetterdaten
23.02.2020 | 21:00 Uhr

5.4°C

24-Stunden ⌀: 6.716 °C
30-Tage ⌀: 2.167 °C
Schneehöhe: 0-2 cm
Luftdruck rel: 1,003.4 hPa
Luftfeuchte rel: 91 %

Wetterstation Holzhau 615m üNN

Hotels | Pensionen | Ferienwohnungen | Ferienhäuser | Freizeitangebote | Unternehmen | Veranstaltungen | Angebote
WebCam Holzhau | WebCam Skilift | Oberholzhau | Wettergrafik | Wetterdaten | Schneehöhen | Fahrplan H-FG | FG-H

19.6.2014: Das Kriegerdenkmal aus dem Ersten Weltkrieg wurde wieder aufgestellt

(Veröffentlicht am 19.06.2014 • Geschätzte Lesedauer: 1-3 Minuten)

19.6.2014: Das Kriegerdenkmal aus dem Ersten Weltkrieg wurde wieder aufgestellt kriegerdenkmal Aufstellung des Holzhauer Kriegerdenkmals aus dem Ersten Weltkrieg
Aufstellung des Holzhauer Kriegerdenkmals aus dem Ersten Weltkrieg

Am Nachmittag des 19. Juni 2014 wurde das "Holzhauer Kriegerdenkmal" für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs aufgestellt. Frisch von Diplom-Steinrestaurator Michael Eilenberger repariert und originalgetreu nachmodelliert, soll es am Sonntag, den 22.6.2014 um 10 Uhr feierlich enthüllt werden.

Schon vor der Enthüllung zeichnet sich ab, dass die Wiederaufstellung des "Kriegerdenkmals" für Diskussionen sorgen wird. Die unterschiedlichen Weltanschauungen der Einwohner prallen schon jetzt aufeinander. Meinungsverschiedenheiten gibt es wegen der "Helden"-Inschrift, wegen der Richtigkeit der eingemeißelten Namen und wegen des neuen Aufstellortes.

Für neuen Zündstoff werden bisher unveröffentlichte Berichte von bereits verstorbenen Einwohnern sorgen, welche davon handeln, wie ortsansässige Kommunisten das Denkmal nach dem Zweiten Weltkrieg schänden, schleifen und zerstören ließen. Sie hatten angeordnet, ausreichend Pferde anzuspannen und das Kriegerdenkmal über unbefestigte Wege durch den Ort zu schleifen - mit der Vorderseite nach unten.

Die damals mit der Zerstörung beauftragten Einwohner wollten diese Geschichte nicht mit ins Grab nehmen und haben sie vor ihrem Tod vom Ortschronisten aufschreiben lassen. Die "Auftraggeber" der Zerstörung sind also namentlich bekannt.

Michael Eilenberger bestätigte, dass die Beschädigungen des Denkmals auf eine derartige Zerstörungsmethode schließen lassen.

Interessant ist auch die Tatsache, dass im Ersten Weltkrieg weniger Holzhauer als in den kommunistischen Internierungslagern nach 1945 ums Leben kamen.

Trotz aller Meinungsverschiedenheiten ist das "Kriegerdenkmal" aus dem Ersten Weltkrieg ein Dokument der Zeitgeschichte, ein Mahnmal und Teil unserer Vergangenheit. Es soll an die Menschen unseres Ortes erinnern, welche in einem Krieg sinnlos ihr Leben geben mussten.

Vielleicht regt es zu längst überfälligen Diskussionen zu den Themen Krieg, Frieden, den Wert von Menschenleben und die Verantwortung von Politikern an. Es bleibt zu hoffen, dass nie wieder Namen von Holzhauer Bürgern in einen derartigen Stein gemeißelt werden müssen.

 

 


 

 

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 19.06.2014
Aktuell: 07.12.2015
Seitenaufrufe: 3810
Ähnliche Themen: Kriegerdenkmal
Leserbriefe, Kommentare und Meinungen zu diesem Artikel


Wir verwenden einen so genannten Cookie, um unsere Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen an unsere Werbepartner weiter. Unsere Partner führen die Informationen möglicherweise mit anderen Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Sie geben Ihre Einwilligung zu unserem Cookie, wenn Sie unsere Webseite weiterhin nutzen.