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Die detaillierten Wahlergebnisse unserer Großgemeinde zur Bürgermeisterwahl vom 7.6.2015

(Veröffentlicht am 08.06.2015 • Geschätzte Lesedauer: 4-10 Minuten)

Die detaillierten Wahlergebnisse unserer Großgemeinde zur Bürgermeisterwahl vom 7.6.2015 wahl wahlergebnis rechenberg bürgermeisterwahl 2015 Präsentation der Wahlergebnisse - Ratssaal Rechenberg
Präsentation der Wahlergebnisse - Ratssaal Rechenberg

Am 8.6.2015 fand im Ratssaal unserer Gemeindeverwaltung eine öffentliche Veranstaltung statt, bei welcher die Wahlkommission die offiziellen Ergebnisse der Bürgermeisterwahl vom 7.6.2015 präsentierte. Insgesamt waren 1692 Bürger aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. 1318 Wähler folgten diesem Aufruf, was einer durchschnittlichen Wahlbeteiligung von 77,8 Prozent entspricht.

Die Wahlbeteiligung war in den einzelnen Ortsteilen sehr unterschiedlich:

  • In Clausnitz suchten 502 von 695 Bürgern das Wahllokal auf, das entspricht 72% Wahlbeteiligung (193 Nichtwähler bzw. Briefwahl)
  • In Holzhau gaben 215 von 310 Bürgern ihre Stimme ab, was etwa 69% Wahlbeteiligung entspricht (95 Nichtwähler bzw. Briefwahl)
  • In Rechenberg-Bienenmühle gingen 372 von 687 Bürgern zur Wahl, rund 54% Wahlbeteiligung (315 Nichtwähler bzw. Briefwahl)
  • Wichtig: Unsere Analyse zeigt nur einen sehr groben Trend, denn sie wird durch 229 Briefwähler, über deren Wohnsitz keine offizielle Statistik existiert, verfremdet. Man muss sich vor Augen halten, dass die Zahl der Briefwähler höher als die Zahl der abgegebenen Stimmen in Holzhau ist.

Die Wahlbeteiligung war auch in diesem Jahr sehr hoch, wenn man sie mit anderen Orten bzw. Regionen Sachsens vergleicht. Von "Politikverdrossenheit" kann in unserem Ort also keine Rede sein. Ganz im Gegenteil! Man könnte meinen, unser Ort habe mit 77,8 % die höchste Wahlbeteiligung in ganz Mittelsachsen.

Hier ein paar Werte aus anderen mittelsächsischen Orten: Neuhausen 46,3 %, Frauenstein 61,4 %, Sayda 64 %, Weißenborn 53,7 %, Freiberg 44,8 %, Reinsberg 46,3%, Taura 33,3 %, Burgstädt 31,2 %. In Dorfchemnitz war die Wahlbeteiligung mit 71,9 % ähnlich hoch wie bei uns.

In der Großgemeinde gibt es also 374 Bürger, welche der Wahl fern geblieben sind. Die Nichtwähler hätten das Potential gehabt, das Wahlergebnis komplett zu verändern oder noch eindeutiger zu machen. Die Summe der Nichtwähler in der Großgemeinde ist höher als die Zahl der in den OT Rechenberg-Bienenmühle oder Holzhau abgegebenen Stimmen.

Die Ortsteile Clausnitz und Holzhau heben sich durch eine besonders hohe Wahlbeteiligung hervor. Rechenberg und Bienenmühle haben eine um 15% geringere Wahlbeteiligung als Holzhau und sogar 18 Prozent weniger als Clausnitz. Bürgermeisterkandidat und Wahlsieger Michael Funke hat es geschafft, die Clausnitzer zu mobilisieren. Gleiches gilt für Thomas Hetze im Ortsteil Holzhau.

Hetze erhielt aus Holzhau und Rechenberg-Bienenmühle insgesamt 282 Stimmen. In Clausnitz konnte er 60 Bürger für sich gewinnen. Michael Funke hingegen erhielt aus Holzhau und Rechenberg-Bienenmühle nur 165 Stimmen, räumte dafür jedoch -wie zu erwarten war- in Clausnitz ordentlich ab: 392 Bürger stimmten für ihn. Funke konnte auch 27 Briefwähler mehr als Hetze für sich verbuchen.

Die Holzhauer, Rechenberger und Bienenmühler hätten ein komplett anderes Wahlergebnis erzielen können, wenn sie vollzählig zur Wahl gegangen wären. Die Bürger des Ortsteiles Clausnitz haben von ihrem gesetzlichen Wahlrecht Gebrauch gemacht und die Wahlen in ihrem Sinne entschieden. Nun gilt: "Wer nicht wählen geht, sollte auch nicht über das Wahlergebnis jammern!"

Alle jenen, welche der Meinung sind, dass ihre Stimme nichts verändert, seien folgende Gedankenexperimente vor Augen gehalten: Allein mit den 315 Nichtwählern aus Rechenberg-Bienenmühle wäre Thomas Hetze auf insgesamt 741 Stimmen gekommen und Wahlsieger gewesen. Bürgermeisterkandidat Wolfgang Schönherr hätte hingegen Thomas Hetze auf den dritten Rang verwiesen, wenn er die 315 Stimmen aus Bienenmühle erhalten hätte. Der weit abgeschlagene Steve Stenzel hätte 408 Stimmen für sich verbuchen können, wenn er die Nichtwähler zum Gang an die Wahlurne motiviert hätte.

Es gab insgesamt nur 8 ungültige Stimmen. Hier die Stimmverteilung für die einzelnen Kandidaten:

Michael Funke, Einzelbewerber und Wahlsieger:

  • 100 Stimmen aus Rechenberg-Bienenmühle
  • 65 Stimmen aus Holzhau
  • 392 Stimmen aus Clausnitz
  • 111 Stimmen aus Briefwahl
  • Insgesamt 668 Stimmen (51,0 %)
Thomas Hetze (FDP):
  • 162 Stimmen aus Rechenberg-Bienenmühle
  • 120 Stimmen aus Holzhau
  • 60 Stimmen aus Clausnitz
  • 84 Stimmen aus Briefwahl
  • Insgesamt 426 Stimmen (32,5 %)

Wolfgang Schönherr, Einzelbewerber:

  • 96 Stimmen aus Rechenberg-Bienenmühle
  • 24 Stimmen aus Holzhau
  • 31 Stimmen aus Clausnitz
  • 31 Stimmen aus Briefwahl
  • Insgesamt 182 Stimmen (13,9 %)

Steve Stenzel, Einzelbewerber:

  • 9 Stimmen aus Rechenberg-Bienenmühle
  • 5 Stimmen aus Holzhau
  • 18 Stimmen aus Clausnitz
  • 2 Stimmen aus Briefwahl
  • Insgesamt 34 Stimmen (2,6 %)

Die Wahlergebnisse wurden von Thomas Drechsel, dem Vorsitzenden des Gemeindewahlausschusses, bekanntgegeben. Bei der Wahl selbst gab es keine nennenswerten Rechtsverstöße, stellte er fest.

Der anwesende Vertrauensmann für Thomas Hetze, Karl-Heinz Mantau, lobte den anfangs fairen Umgang der Bürgermeisterkandidaten in den vergangenen Wahlkampfwochen. Umso schärfer kritisierte er die Eskalation in den letzten Tagen direkt vor der Wahl. Er fragte abschließend in die Runde: "Quo vadis, Rechenberg-Bienenmühle?"

Ganz zum Schluss ein paar Vergleichswerte zur Bürgermeisterwahl von 2008: Die Wahlbeteiligung ist insgesamt um rund 5% gestiegen. Die Zahl der Wähler ist im OT Clausnitz stark -fast um 30%- gefallen. Im Jahre 2008 wurden in Clausnitz über 700 Stimmen abgegeben, 2015 gab es nur noch 695 Wahlberechtigte und 502 abgegebene Stimmen. Wenn sich diese Tendenz fortsetzt, werden die nächsten Bürgermeisterwahlen nicht mehr in Clausnitz entschieden. In Holzhau ist dieser Trend etwas schwächer -9%- ausgeprägt. So nahmen 237 von 341 Wahlberechtigten an der Wahl 2008 teil, bei der Wahl 2015 erschienen 215 von 310. Thomas Hetze konnte in den letzten 7 Jahren kaum an Popularität gewinnen. 2008 holte er 32,2%, 2015 nur gering abweichende 32,5%.  Wolfgang Schönherr erreichte immerhin 13,9 %. Das ist ein um 3 Prozent höherer Wert, als ihn Udo Sandig im Jahre 2008 erzielte.

Absoluter Wahlverlierer ist der 27jährige Steve Stenzel aus dem Ortsteil Clausnitz. Ob der "Schmähbrief" des Revierförsters Frohs, in welchem er als "Wahl-Handlanger von Thomas Hetze" denunziert wurde, bei diesem Wahlergebnis eine Rolle gespielt hat, bleibt reine Spekulation.

Werner Sandig wurde 2008 mit 57 % zum Bürgermeister wiedergewählt, für den Bürgermeister-Neueinsteiger Funke gab es 51 %.  Das mag teilweise daran liegen, dass es damals 3, dieses mal jedoch 4 Kandidaten gab. Hauptursache ist aber der Rückgang der Wahlberechtigten im OT Clausnitz. Trotz allem erreichte Michael Funke in seinem Heimatortsteil Clausnitz stattliche 78 %, während es Thomas Hetze an seinem Wohnsitz Holzhau nur auf 55,8 % brachte. (2008: 57%) Damit ist die Theorie, dass allein der Heimat-Ortsteil wahlentscheidend ist, hinfällig.


 

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 08.06.2015
Aktuell: 14.07.2015
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