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Nach Chemieunfall im tschechischen Litvinov - Keine Auswirkungen in Holzhau spürbar

(Veröffentlicht am 13.08.2015 • Geschätzte Lesedauer: 1-3 Minuten)

Nach Chemieunfall im tschechischen Litvinov - Keine Auswirkungen in Holzhau spürbar unipetrol holzhau litvinov Chemieunfall bei Unipetrol Litvinov - Blick vom Erzgebirgskamm auf das Böhmische Becken
Chemieunfall bei Unipetrol Litvinov - Blick vom Erzgebirgskamm auf das Böhmische Becken

Am Vormittag des 13. August 2015 ereigneten sich im tschechischen Chemiewerk "Unipetrol" in Litvinov mehrere Explosionen. Schwarze Rauchwolken stiegen auf und zogen zwischen Seiffen und Olbernhau über den Erzgebirgskamm. In beiden Orten wurden Schutzmaßnahmen ergriffen und die Bevölkerung informiert.

Trotz eines Großaufgebotes der Feuerwehr dauerte es mehrere Stunden, bis der Brand unter Kontrolle gebracht werden konnte. Dabei gerieten etwa 10000 Kubikmeter Löschwasser in einen Nebenfluss der Elbe. Umweltschäden sollen weder in der Luft noch im Wasser zu erwarten sein.

Im Holzhauer Muldental herrschte zu dieser Zeit größtenteils Windstille. Ab und zu gab es leichte Windstöße mit wechselnden Richtungen. (Windhäufigkeit in den Messwerten nahe 0%). Auf den Hochebenen herrschte dagegen dauerhaft kräftiger Ost- bzw. Südostwind. Das bedeutet, dass die Rauchwolken aus Litvinov zu keiner Zeit nach Holzhau gelangen konnten. Zusätzlichen Schutz bot der 800-900 Meter hohe Erzgebirgskamm, welcher das rund 340 Meter hoch gelegene Litvinov vom 580-800m hoch gelegenen Holzhau trennt.

Unser Foto, welches wir 15 Uhr vom Standort "Vittichbaude" aufgenommen haben, zeigt einen sommertypischen Blick auf das böhmische Becken. Ob der Smog dichter oder schwächer als sonst war, ließ sich nicht beurteilen. Es gibt in unserem Archiv einige Aufnahmen mit ähnlich viel Smog. Tatsache ist jedoch, dass die Fernsicht (vor allem längs des Gebirgskammes) extrem eingeschränkt war. 

Der tschechische Chemiestandort ist seit mehreren Jahrzehnten verrufen. Er wird unter anderem beschuldigt, Verursacher des "sauren Regens" und des "Katzendreckgestanks" im mittleren und westlichen Erzgebirge zu sein. Im Jahre 1996 hat es im gleichen Betrieb schon einmal 4 Tage durchgehend gebrannt. 

Eine ähnliche Katastrophe ereignete sich Ende der 1970er Jahre, als die Verdichterstation Sayda (Sachsen, Internationale Erdgasleitung) explodierte.

 


Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 13.08.2015
Aktuell: 30.11.2015
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