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Bericht von der Holzhauer Gesprächsrunde mit Diakon Lothar Wilczek im Naturhotel "Lindenhof"

(Veröffentlicht am 09.01.2016 • Geschätzte Lesedauer: 2-5 Minuten)

Bericht von der Holzhauer Gesprächsrunde mit Diakon Lothar Wilczek im Naturhotel Lindenhof fdp mantau gespräche holzhau  Naturhotel Lindenhof Holzhau
Naturhotel Lindenhof Holzhau

Nach ununterbrochenen 25 Jahren seelsorgerischer Arbeit im heißen Kenia kehrte Lothar Wilczek gemeinsam mit seiner Frau in die sächsische Heimat zurück. Auf Anfrage des FDP-Ortsverbandes Rechenberg- Bienenmühle hin hatte er seine erste öffentliche Gesprächsrunde im winterlichen Holzhau. Der Donnerstagabend hielt, im wahrsten Sinne des Wortes, was man erwartet hatte.

Lothar Wilczek berichtete authentisch - emotional und aus eigener Erfahrung über die tägliche Sorge der einheimischen kenianischen Bevölkerung ums Überleben. Er betreute und pflegte dabei auch während dieser Zeit über 50 an Lepra erkrankte Menschen. Diakon Wilczek sammelte insgesamt 2,4 Millionen Euro für die Errichtung einer Leprastation, zweier Schulen und eines Waisenhauses.

In Freiberg betreut er nun 40 koptische Christen aus Eritrea.

In seinen Ausführungen brachte er zum Ausdruck, dass die Flucht aus der Heimat nicht der richtige Weg sei, er die Menschen aber verstehen kann. Wörtlich sagte Herr Wilczek: "Es ist für mich unerträglich, dass die ethnischen und religiösen Konflikte, die der Grund zur Flucht waren, auf unserem Boden weiter ausgetragen werden. Wenn wie in Freiberg Sunniten, Schiiten und Christen gemeinsam untergebracht werden, sind Konflikte vorprogrammiert."

Dem Bericht von Diakon Wilczek folgte eine rege Diskussion über die aktuellen Probleme. Gleich zu Beginn waren sich die Anwesenden einig, dass Kriege und Waffenexporte die Konflikte in der Welt nur verschärfen. Die Auslandseinsätze der Bundeswehr, wie jüngst in Syrien, Mali und wo auch immer sie stattfinden, ohne UN  - Mandat, wurden an diesem Abend verurteilt.

Sehr kritisch wurde ebenfalls das Verhalten deutscher EU-Politiker wie z.B. „Kommissar“ Oettinger und auch Martin Schulz im Umgang mit osteuropäischen, vom Volk gewählten Regierungen wie in Polen, Ungarn usw. angesprochen.

Weiterhin wurden die Rechte entsprechend des Grundgesetzes ( Art. 5 und Art. 6) gewürdigt. Wobei auch die Grenzen der Meinungsfreiheit offen diskutiert wurden.
Ebenso wurde die "objektive und umfassende Berichterstattung" der öffentlich-rechtlichten Medien angesprochen. Dabei darf man allerdings nicht außer Acht lassen, dass unsere Medien auf Informationen aus seriösen Quellen angewiesen sind.

Der Abend des 7. Januar in Holzhau hat uns wieder einmal gezeigt, dass viele Menschen politikinteressiert sind. Sie müssen eine Plattform bekommen, wo sie mitreden können und wo man ihnen auch zuhört. Dies wird von den so genannten Volksparteien sträflich vernachlässigt.

Frank Richter (Politische Bildung in Sachsen) sagte dazu folgendes: "Es gibt keine vernünftige Alternative zu öffentlichen Gesprächen und Diskussionen. Wenn wir sie unterlassen, weil sie schwierig sind und die Emotionen gelegentlich überborden, überlassen wir diese Themen Populisten, Extremisten und Demagogen. Die Demokratie findet im offenen Gespräch zu ihrer eigentlichen Stärke".

Genau in diesem Sinne werden wir, als FDP - Ortsverband Rechenberg - Bienenmühle unsere Holzhauer Gesprächsrunden fortsetzen. Von den anwesenden Bürgern des 7. Dezember wurden ganz besonders die Gespräche mit Frank Richter und Lothar Wilczek als unsere bisher qualitativ besten gewürdigt.

Das gibt uns Mut zum Weitermachen! Die nächste Gesprächsrunde ist schon in Vorbereitung.

Zum Abschluß des Holzhauer Abends überreichte die FDP Ortsgruppe dem Diakon Lothar Wilczek eine Spende in Höhe von 50 EURO für das Waisenhaus in Ukunda (Kenia).

Glück Auf, Karl-Heinz Mantau (Vors. FDP OV Re.-Bie.)

 

 

  

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 09.01.2016
Aktuell: 21.03.2016
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