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"Spuckerin von Clausnitz" entschuldigt sich bei den Demonstranten von Clausnitz

(Veröffentlicht am 24.02.2016)

Spuckerin von Clausnitz entschuldigt sich bei den Demonstranten von Clausnitz clausnitz flüchtlinge spuckerin Öffentliche Gemeinderatssitzung am 23.2.2016 mit Landrat Damm
Öffentliche Gemeinderatssitzung am 23.2.2016 mit Landrat Damm

Die als "Spuckerin von Clausnitz" bekannt gewordene Asylbewerberin hat versucht, sich bei den Einwohnern der Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle zu entschuldigen und ihr Verhalten vom vergangenen Donnerstag zu rechtfertigen. In der Öffentlichen Gemeindevertretersitzung, die mit großer Medienbeteiligung am 23.2.2016 im Rechenberger Ratssaal statt fand, gab die Ausländerbeauftragte des Landkreises Mittelsachsen eine entsprechende Erklärung ab.

Ihr Spucken in Richtung der Demonstranten habe nicht den Bürgern vor dem Bus gegolten. Sie sei über den Einsatz der Polizei gegen ihre Schwester so erzürnt gewesen, dass sie sich zu dieser herabwürdigenden Geste hinreißen habe lassen. Mit ihrer Handlung habe sie ihre Verachtung gegenüber der Polizei zum Ausdruck bringen wollen. 

Der ebenfalls anwesende Dr. Wolfram Fischer hatte den zahlreich erschienenen Einwohnern und der Presse kurz zuvor erklärt, dass das "Anspucken von Personen" bei muslimischen Frauen als Zeichen tiefsten Hasses zu bewerten ist. 

In dem von Facebook und den TV-Sendern verbreiteten Handyvideo war zu sehen, wie eine Frau von innen gegen die Frontscheibe des Busses spuckt. Mit der öffentlichen Entschuldigung distanziert sich die Frau von ihrer Provokation.

Die Spuck-Attacke galt neben Gesten wie "Mittelfinger" und "Kehle durchschneiden" als wesentlicher Eskalationsfaktor, was auch der Polizeipräsident des Polizeireviers Chemnitz am vergangenen Samstag in einer Pressekonferenz bestätigte. Er gab den Flüchtlingen eine gewisse Mitschuld daran, dass die Situation am und im Bus außer Kontrolle geriet. Die ARD zeigte das Video mehrfach in einer Version, in welcher die Szene herausgeschnitten wurde. 

Die Bürger, die Gemeinderäte, der Landrat, seine Mitarbeiter und der Bürgermeister nahmen die Entschuldigung der Asylbewerberin ohne weitere Kommentare zur Kenntnis.

Ob sich die Asylbewerberin mit dieser geänderten Aussage selbst einen Gefallen getan hat, kann holzhau.de nicht bewerten. Wer mit solchen Gesten seinen "tiefsten Hass gegen die deutsche Polizei" zum Ausdruck bringt, wirbelt möglicherweise weiteren Staub auf. Es ist schwer vorstellbar, dass die Polizei diese Aussage unbeachtet lässt. 

Am vergangenen Samstag kündigte die Polizei an, gegen die Flüchtlinge zu ermitteln. Am späten Dienstag Abend wurde bekannt, dass auch die Flüchtlinge von Clausnitz Anzeigen gegen die Polizei erstatten wollen.

Die Ausländerbeauftragte berichtete weiterhin, dass die Frauen den Ort zu Fuß erkundet hätten. Sie seien schon einkaufen gewesen. Sogar bis Bienenmühle seien sie gewandert, um sich den Edeka-Markt anzuschauen. Niemand habe von ihnen Notiz genommen. Sie würden sich in Clausnitz sicher fühlen. 

Wie auch immer: Die Vorverurteilungen sind in den Medien tagelang verbreitet worden. Kaum ein Sender, kaum eine Zeitung hat sich wirklich die Mühe gemacht, gründlich zu recherchieren. Eine knappe Woche später, wo nun endlich Berichte von Augenzeugen vorliegen und die Wahrheit allmählich ans Licht kommt, ist die Medienkarawane weitergezogen.

Es stellt sich die Frage, ob das Interesse der großen Zeitungen und TV - Sender auch noch vorhanden ist, wenn es gilt, die tatsächlichen Ereignisse zu veröffentlichen. Immer mehr Bürger vertreten die Ansicht, dass es den Medien bei diesem Ereignis nur darum ging, "ein kleines Kaff, was niemand kennt, öffentlich fertig zu machen.". Weitere Stimmen: "Die dachten, wir können uns eh nicht wehren.",  "Die wollten hier ein Exempel statuieren", "Sensationsberichterstattung" und natürlich "Lügenpresse".

Wir arbeiten derzeit an einem ausführlichen Bericht zur Gemeinderatsversammlung vom 23.2.2016. Aufgrund der bewegenden Berichte, die bei dieser Veranstaltung zu hören waren, bitten wir jedoch um Geduld. Schließlich sind wir auch nur Menschen und versuchen, mit den Ereignissen in unserem Ort zurechtzukommen.

 


 

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 24.02.2016
Aktuell: 11.09.2018
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