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Die Entwicklung der Übernachtungszahlen von 1992 bis 2015 in Holzhau

(Veröffentlicht am 09.08.2016 • Geschätzte Lesedauer: 3-7 Minuten)

Die Entwicklung der Übernachtungszahlen von 1992 bis 2015 in Holzhau übernachtungszahlen holzhau Holzhau im Erzgebirge
Holzhau im Erzgebirge

Bei der Zahl der gebuchten Übernachtungen in Holzhau gibt es eine besorgniserregende Entwicklung. Das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen lieferte uns die Zahlen von 1992 bis 2015. Vergleicht man die Ankünfte bzw. Übernachtungen von 2015 mit 1992 und 2001, kann man im Großen und Ganzen sagen, dass nur noch etwa 50 Prozent der Gäste nach Holzhau kommen. 

Die Statistik beginnt im Jahr 1992 mit 21461 Ankünften, 62063 Übernachtungen und 520 Betten. 

Im Jahre 2001 erreichte Holzhau knapp 80000 Übernachtungen. Die vorherige Schließung des "Euromill-Hotel an der Steinkuppe" zeigt in der Statistik keine nennenswerten Auswirkungen.

2002 jedoch, direkt nach der Schließung des Waldhotels "Sachsenstern", waren es nicht einmal mehr 50000 Übernachtungen. Holzhau verlor innerhalb eines Jahres knapp 38 Prozent seiner Übernachtungen, ohne dass die Entscheidungsträger in unserem Ort aktiv geworden wären.

Im Jahre 2001 reisten 22131 Touristen in unseren Ort. Ein Jahr später waren es nur noch 14278 Personen, die ein Hotel in Holzhau buchten. Ein Minus von 35 Prozent innerhalb von 12 Monaten. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank geringfügig von 3,6 auf 3,5 Tage.

Dieser Absturz bei Ankünften und Übernachtungen zeigt deutlich, dass ein großer Teil der Touristen bis 2001 wegen des Waldhotels "Sachsenstern" in unseren Ort kam. Wären sie durch andere Marketingaktivitäten, beispielsweise des Fremdenverkehrsamtes, nach Holzhau gekommen, hätte es nach der Schließung des "Sachsensterns" eine explosionsartige Steigerung der Auslastung in unserem Ort geben müssen. Die Nachfrage für Übernachtungen wäre gleich geblieben. Die Bettenzahl unseres Ortes sank von 2001 zu 2002 um 177. Das ergäbe ein dickes Auslastungsplus. Einige Hoteliers hatten sich das damals gewünscht, aber dem war leider nicht so.

Den bisherigen Tiefpunkt erreichte unser Tourismusgewerbe im Jahre 2008. Nur noch 11418 Touristen reisten in Holzhau an. Mit 35878 Übernachtungen wurde auch bei den Übernachtungen ein Negativrekord erzielt.

Bei dieser Betrachtung ist jedoch die Zahl der verfügbaren Betten zu berücksichtigen. 2008 gab es in Holzhau nur noch 286 Betten. Bis zum Jahre 2011 stieg die Bettenzahl wieder auf etwa 350. Das führte zu einer Steigerung von Anreisen (13289) und Übernachtungen (40957). Ein positiver Trend. Leider sank die Gesamtauslastung, weil die Bettenzahl stieg.

Das Hochwasserjahr 2013 kann man als letzten (kleinen) positiven Moment in der touristischen Entwicklung unseres Ortes betrachten. 13395 Anreisen, 41527 Übernachtungen, 341 Betten, 3,1 Tage durchschnittliche Übernachtungsdauer, 33,2 % Gesamtauslastung.

Derzeit (2015) kann Holzhau 36001 Übernachtungen vorweisen. Wir erinnern uns: 1992 waren es 62063. Allerdings ging auch die Zahl der angebotenen Betten von 1992 bis heute um etwa 35 Prozent zurück. Aber selbst mit den verbliebenen 335 Betten erzielte Holzhau in 2015 den bisher schlechtesten Auslastungswert (29,8%) seit 1992.

Wenn man die seit 2001 verloren gegangenen Übernachtungen in eine greifbare Größe umrechnen will, muss man für jedes Jahr die Differenz zum Wert von 2001 ermitteln und die Verluste mit einem angemessenen Übernachtungspreis (20 Euro?) bewerten. Dabei gehen wir davon aus, dass die Übernachtungszahlen ab 2001 nicht mehr steigen, sondern gleich geblieben wären.

Eine Berechnung ergibt, dass seit 2001 insgesamt 583963 Übernachtungen verloren gegangen sind. Bei 20 Euro pro Übernachtung ergibt das einen wirtschaftlichen Schaden von 11 Millionen und 679260 Euro. Rechnet man jedoch mit 30 Euro pro Übernachtung, wäre es ein Schaden von mehr als 17 Millionen Euro.

Hinzu kommen jedoch weitere touristische Dienstleistungen wie Frühstück, Mittags- und Cafègeschäft, Kegel- und Bowlingbahnmieten, Eintrittsgelder, Ausflüge usw. Man kann den Gesamtschaden daher verdoppeln, ohne sich auf dünnes Eis zu begeben. 

Die Konsequenzen aus den fehlenden Einnahmen kann man sich auch mit wenig Phantasie lebhaft vorstellen.

Bei einer derart schlechten Entwicklung ist unverständlich, dass man die "Mahner" und "Warner" jahrzehntelang als "notorische Meckerer", "Klugschwätzer" und "Nestbeschmutzer" bezeichnet hat. Es ist offensichtlich, dass es von Seiten der touristischen Entscheidungsträger keinerlei ernsthafte Versuche gab, dem negativen Trend Einhalt zu gebieten und das Ruder herumzureißen.  

Bei dieser Statistik wurden nur Beherbergungsstätten berücksichtigt, die 9 bzw. 10 und mehr Gästebetten haben.  Die vielen "kleinen" Privatvermieter fallen beim Statistischen Landesamt unter den Tisch. Das ist auch ganz gut so, denn sonst wäre die Entwicklung noch dramatischer dokumentiert.

 

 

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 09.08.2016
Aktuell: 27.12.2016
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