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Hilfeaufruf an Hersteller und Großhändler für hochwassergeschädigte BCS-Kunden

(Veröffentlicht am 13.08.2002 • Geschätzte Lesedauer: 2-6 Minuten)

Hilfeaufruf an Hersteller und Großhändler für hochwassergeschädigte BCS-Kunden hochwasser 2002 erzgebirge sachsen jahrhundertflut hochwasserhilfe

Am 12.8.2002 fielen im oberen Osterzgebirge innerhalb weniger Stunden bis zu 330 Liter Wasser pro Quadratmeter vom Himmel. Der Naturpark Erzgebirge ist nach der Schneeschmelze ein hochwassersicheres Gebiet und hat ein eher moderates Klima. Viele Flüsse haben hier ihren Ursprung.

Die Region gilt als Tourismusregion und ist industriell gesehen sehr strukturschwach. Das Regenwasser vom 12.8.2002 stieg innerhalb von 2 Stunden um mehrere Meter und verwandelte Straßen, Wege und Wiesen in Wasserflächen. Keller wurden überflutet, Straßen verschüttet oder fortgespült, Erdrutsche bewegten sich talabwärts.

Der Strom und die Telekommunikation (Auch das Funknetz) fielen in der Region bis zu 14 Stunden lang aus, so daß bereits ausgepumpte Keller wieder voll Wasser liefen und mangels Strom nicht erneut ausgepumpt werden konnten. Die Alarmierung und die Koordination von Rettungseinsätzen ist durch die fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten erschwert worden. Erst am Dienstag mittag kehrte der Strom zurück. Nach meinem aktuellem Kenntnisstand ist der Ort Holzhau nicht mehr über öffentliche Straßen erreichbar.

Durch Erdrutsche und Überflutungen sind die Straßen entweder verschüttet oder weggespült. Neu errichtete Eigenheime wurden von Erdrutschen fortgerissen oder von den Wassermassen überflutet. Am Dienstag, dem 13.8. erreichten mich die ersten Meldungen von Kunden. Viele hatten innerhalb der wenigen Minuten, in denen das Wasser flutartig in die Geschäftsräume eindrang, keine Gelegenheit mehr, ihre Technik zu retten. Arbeitsplatz-PC´s, Monitore, Drucktechnik, Zubehör, Vernetzungen, Kopierer, Telefone, Faxgeräte, Akten, Möbel usw. fielen den Wassermassen zum Opfer.

Ein großer Teil meiner Kunden (Hotels, Pensionen, Handwerker) steht plötzlich ohne die notwendigen Arbeitsgeräte da. Teilweise konnten wenigstens die wertvollen Netzwerkserver sichergestellt werden.

Wenn hier nicht schnell und unbürokratisch geholfen wird, stirbt die ganze, bereits stark vernachlässigte Region - und damit ist auch die Existenz eines EDV-Dienstleisters in Frage gestellt. Nach ersten Informationen werden die Versicherungsgesellschaften den vielen Geschädigten nichts zahlen, weil Schäden durch Hochwasser in der Kammlage des Erzgebirges bisher völlig ausgeschlossen werden konnten und somit nicht mitversichert sind. A

us diesem Grund bitte ich alle Zulieferer meines Unternehmens zu prüfen, ob sie für geschädigte Kunden meines Unternehmens Sonderkonditionen anbieten können. Es geht nicht um Spenden oder Geschenke ! Lieferungen von Rechentechnik und Büroausstattungen mit verlängerten Zahlungszielen wären schon sehr hilfreich, um den Geschäftsbetrieb in vielen - vor allem kleineren Unternehmen - wieder aufnehmen zu können.

Meine Firma besitzt eine gewisse finanzielle Leistungskraft; die Neubeschaffung von Bürotechnik für eine ganze Region kann sie jedoch in so kurzer Zeit nicht vorfinanzieren. Schreiben Sie eine Mail an (xxx), wenn Sie gemeinsam mit meinem Unternehmen den hochwassergeschädigten Geschäftskunden im oberen Erzgebirge helfen wollen.

 

Unter dieser Email-Adresse können Modalitäten vereinbart werden. Momentan befinde ich mich im westlichen Erzgebirge, bin über Notebook (Email: xxx und Handy (0172-5984xxx) erreichbar.

Von mehreren Freunden und Angehörigen wurde mir abgeraten, nach Holzhau zurückzukehren, weil die Verkehrswege nicht sicher sind. Auch wenn ich innerlich sehr beunruhigt bin: Es ist niemandem geholfen, wenn ich versuche Holzhau zu erreichen und wenige Kilometer vor meinem Wohnort umkehren muß.

Nochmals meine Bitte: Prüfen Sie bitte, was Sie mit mir gemeinsam für meine Kunden tun können. Wenn ich mein Büro wieder erreichen kann, wenn Lieferungen auch wieder zustellbar sind, werde ich mit Ihnen nochmals Kontakt aufnehmen und Sie konkret ansprechen. Vorerst bleibt meinen Kunden nichts anderes übrig, als auf ein Ende des Hochwassers zu warten.

Mit freundlichen Grüßen, Tino Bellmann

Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 13.08.2002
Aktuell: 04.08.2008
Seitenaufrufe: 5346
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