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Bauernregeln: Wie wird der Winter 2016 - 2017 in Holzhau?

Bauernregeln: Wie wird der Winter 2016 - 2017 in Holzhau? winter prognose bauernregeln erzgebirge holzhau Jede Menge
Jede Menge "Vogelbeeren" - Indiz für einen strengen Winter?

Erzgebirger sind Naturbeobachter. Zwar sterben die Bauernregeln in unserer modernen Gesellschaft allmählich aus, aber: Ginge es nach den erzgebirgischen Bauern- und Wetterregeln, stünde uns ein wahrer Rekordwinter bevor. Schon allein die Behauptung, dass nach einem milden Winter ein strenger folgt, ist Grund genug, um an einen heftigen Wintereinbruch zu glauben.

Schauen wir uns die Messwerte der vergangenen Winter an. Der Winter 2015/2016 war gar nicht so warm, wie man vielleicht vermuten könnte. Der Winter 2013/2014 war in Holzhau wesentlich milder und der wärmste, seit es im Holzhauer Tannenweg eine Wetterstation gibt. Der Winter 2014/2015 war da schon wieder etwas kälter und der Winter 2015/2016 setzte noch einen drauf. Trotzdem muss man anerkennen, dass die letzten 3 Winter die durchschnittlich wärmsten seit 2007 waren. Was vor allem fehlte, waren über einen längeren Zeitraum anhaltende Minusgrade. Nur sie sind in der Lage, die Durchschnittstemperaturen des jeweiligen Winters zu senken.

Fakt ist also: Die letzten drei Winter waren in Folge jeweils kälter. Da der Winter 2013/2014 aber seit 2007 so warm wie kein anderer war, ist das trotzdem kein Grund zum jubeln. Die Durchschnittstemperaturen waren einfach viel zu hoch.

Beeindruckender ist da eher, dass dem strengen Winter 2012/2013 mit einer Kältesumme von -385K ein warmer Winter mit einer Kältesumme von nur -87K direkt nachfolgte. 

Die erzgebirgischen Bauernregeln orientieren sich am Ertrag einzelner Pflanzenarten. So soll ein harter Winter bevorstehen, wenn es beispielsweise viele "Vogelbeeren" (Früchte der Eberesche), Pilze oder Blaubeeren ("Schwarzbeeren") gibt. Das war im Sommer und Herbst 2016 der Fall. Der Kammweg zwischen Moldava und Flaje leuchtete wegen der vielen "Vogelbeeren" wochenlang intensiv rot.

Blaubeeren konnte man in diesem Sommer kiloweise ernten, wenn man der Beerenreife in die jeweils passende Region folgte. In der Sächsischen Schweiz konnte man im Juli ernten, im Osterzgebirge war die Ernte im August und am Fichtelberg fand man im September immer noch vereinzelt "Schwarzbeeren". 

Pilze gab es in diesem Jahr ebenfalls reichlich, obwohl sich einige Arten ausgiebig Zeit ließen. Bis vor wenigen Tagen holten Sammler körbeweise Pilze aus den heimischen Wäldern.

Die Holzhauer Hobbygärtner sind über den Sommer 2016 nicht allzu glücklich. So schimpften die Gewächshausbesitzer im etwa 750m üNN gelegenen Oberdorf noch im Mai über erfrorene Tomatenpflanzen. Was bis zum Sommer nachwuchs, bekam in den ersten zwei Augustwochen den nächsten Kälteschock. Ab Ende September war es nahezu durchgehend kalt und nass.

Die Bauern konnten in diesem Jahr nur einen Grasschnitt realisieren. Seit Ende Juni ist in Holzhau kaum etwas nachgewachsen, während in den umliegenden Orten sogar mehrere Schnitte möglich waren.

Warten wir also ab, ob die erzgebirgischen Bauernregeln in diesem Jahr zutreffen oder nicht. Ein "richtiger Winter", in dem man in Holzhau nicht nur an zwei Wochenenden, sondern zwei plus x Monate lang Wintersport treiben kann, wäre mal wieder richtig schön.

 

(Tabelle der Kältesummen der vergangenen Winter als Tabelle: Siehe Link am Ende des Artikels) 

 


Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 03.11.2016
Aktuell: 30.03.2017
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