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Holzhau am 4.1.2017: Kein Unwetter sondern ganz normaler Wintereinbruch

(Veröffentlicht am 04.01.2017 • Geschätzte Lesedauer: 3-7 Minuten)

Holzhau am 4.1.2017: Kein Unwetter sondern ganz normaler Wintereinbruch wintereinbruch holzhau unwetter schneehöhe schi Holzhau Webcam zum Rodelhang
Holzhau Webcam zum Rodelhang

Am gestrigen 3.1.2017 hat der Deutsche Wetterdienst DWD für Holzhau und Umgebung 4 (vier!!) Unwetterwarnungen herausgegeben. Doch was da durch das Freiberger Muldental zog, war kein Unwetter, sondern ein ganz normaler Wintereinbruch. Während man in den "großen" Medien wieder einmal so tat, als seien 30 Zentimeter Neuschnee der Anfang vom Weltuntergang, konnte man sich bisher noch nicht einmal darüber einigen, ob das wetterbestimmende Tiefdruckgebiet "Alex" oder "Axel" heißt. Im TV waren beide Namen zu hören, auch Google kennt aktuelle Presseveröffentlichungen mit verschiedenen Namen, wenn man nach "tief alex axel" recherchiert.

Einige Pressevertreter mussten gleich wieder maßlos übertreiben. So schrieb die BILD von einem "Erzgebirgs-Blizzard" und n-tv setzte mit "Bis zu minus 20 Grad - Tief Axel öffnet der Polarkälte die Tür" noch einen drauf. (Links am Ende des Artikels)

In Holzhau hat der Schneefall der letzten Nacht dafür gesorgt, dass die Temperaturen im Vergleich zu den Vortagen gestiegen sind. Sie schwanken derzeit um null Grad. Am Mittwoch Morgen wurden in der Holzhauer Ortsmitte ca. 10 Zentimeter Neuschnee gemessen. Gegen 9:45 Uhr war die erste große Niederschlagsfront über das Erzgebirge hinweggezogen. Bis weit hinter Leipzig waren auf dem Niederschlagsradar keine weiteren Schneefälle zu sehen. Gegen Mittag kam die nächste Wetterfront im Erzgebirge an. So stieg die Schneehöhe bis zum Abend auf etwa 30 Zentimeter.

Ein einzelner Donnerschlag wurde am Nachmittag vernommen, dann war es mit den "Wintergewittern" auch schon wieder vorbei.

Der einheimische Winterdienst hatte die Lage im Großen und Ganzen ab etwa 6 Uhr im Griff. Natürlich führte der Wind zu immer wieder auftretenden, kleineren Verwehungen. Sie wurden durch regelmäßige Kontrollfahrten der Schneepflüge ständig beseitigt.

Das gilt auch für die Zubringer- und Bundesstraßen. Da viele Straßen außerhalb unseres Tales über freies Gelände und Höhenzüge führen, waren stellenweise fahrerisches Können, Feingefühl und Geduld gefragt. Im Zeitalter der modernen Fahrzeuge mit ABS und ESP stellen winterliche Straßenverhältnisse aber kaum noch ein Problem dar. Zumindest, wenn der Verlauf der Straße grob erkennbar ist. Die Zeiten, in denen man Berge im Rückwärtsgang hinauf fahren musste und der Beifahrer als "Ballast" auf der Motorhaube des "Trabis" saß, sind längst vorbei.

In Holzhau hat man schon die ersten Rodler und Skilangläufer beobachten können. Offenbar traut man dem Wintereinbruch nicht allzu sehr über den Weg und nutzt jede Gelegenheit, um Ski zu laufen. Schon in ein paar Tagen könnte alles wieder vorbei sein - so wie letztes Jahr. Gerade mal zwei Wochenenden lang konnte man im vergangenen Winter Skilanglauf betreiben. Das war übrigens auch im Januar.

Die Schi-Loipen sind heute noch nicht maschinell gespurt worden, weil die Schneehöhe dafür nicht ausreicht.

Abschließend möchten wir Kritik von Einwohnern und Gästen weitergeben. Es gibt Beschwerden über ungeräumte Gehwege und schlecht beräumte kommunale Nebenstraßen. Wenn die Bergstadt Sayda ihre Bürgersteige zeitnah mit kleinen Schneefräsen beräumen kann, sollte man das im "Wintersportparadies Holzhau" ebenso erwarten dürfen. In den letzten Jahren haben sich in unserem Ort einige Nachlässigkeiten eingenistet. Es gilt, sie zu beseitigen. Unser Ort kann sich die schleichende, aber stetige Minderung der Tourismusqualität nicht länger leisten. So lange unsere Gemeinde Kurtaxe vereinnahmt, muss man auch dafür sorgen, dass die Messlatte auf dem Niveau anderer Tourismusregionen bleibt.

Am Dienstag Abend ärgerten sich zum Beispiel Fahrgäste der Freiberger Eisenbahn, die aus Berlin anreisten, über den verschneiten Bahnsteig und den nicht beräumten Tannenweg (ehemals Bahnhofstraße).

Wie "Willkommen in Holzhau" fühlt man sich, wenn man im Dunklen das Hotel sucht und seinen Rollkoffer durch Schlaglöcher, Schnee und ausgetretene, nicht geräumte Bürgersteige zerren muss? Wenn man sich die Altersstruktur unserer Touristen anschaut, ist das sowohl eine Zumutung als auch ein nicht vertretbares gesundheitliches Risiko für den Gast. Von dem Kulturschock, den "unser" Holzhauer Bahnhof beim Aussteigen verursacht, wollen wir da gar nicht erst reden.


Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 04.01.2017
Aktuell: 27.01.2017
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