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"Ich bin dann mal weg!" - Ein Gastkommentar von Karl-Heinz Mantau zum Ausscheiden von Frank Richter

(Veröffentlicht am 02.02.2017 • Geschätzte Lesedauer: 2-6 Minuten)

Ich bin dann mal weg! - Ein Gastkommentar von Karl-Heinz Mantau zum Ausscheiden von Frank Richter  frank richter Frank Richter (l), Karl-Heinz Mantau (r)
Frank Richter (l), Karl-Heinz Mantau (r)
"Ich bin dann mal weg!" Das sind Frank Richters Worte auf der Titelseite seiner Abschiedszeitung, die von seinem Kollegium in der Landeszentrale für Politische Bildung im Freistaat Sachsen gestaltet wurde. Am 23. Januar hatte sich Frank Richter Kollegen und Freunde eingeladen, um Abschied zu nehmen. Er wünschte sich keine üblichen Ansprachen, sondern viele Gespräche.

Ich hatte, auf persönliche Einladung von Frank Richter, das Vergnügen an dieser Abschiedsveranstaltung teilzunehmen. Es war ein stimmungsvoller und sehr berührender Nachmittag im Kreise der vielen Gäste. Selten habe ich Frank Richter so gelöst und frohgesinnt wie in diesen Freitagsstunden erlebt.

Umrahmt wurde diese Zeit auch mit Musik und Zauberei, eine große Tageszeitung schrieb darüber: "Am Freitag nahm er zauberhaft Abschied". Und genauso empfand ich es auch.

Frank Richters Direktorat in der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung begann im Februar 2009 und endete am 31.Januar 2017. Untrennbar bleibt die Landeszentrale mit seinem Namen verbunden, er gilt als einer der wichtigsten gesellschaftlichen Personen in Sachsen und darüber hinaus.

"Frank Richter ist eine Persönlichkeit, die durch ihr bisheriges Wirken für Toleranz, friedlichen Dialog und Miteinander steht", so die Worte des Ratsvorsitzenden der Stiftung Frauenkirche Dresden. Dort hat er ab dem 01. Februar seinen neuen Arbeits- und Wirkungsbereich.

Die Landeszentrale untersteht dem Kultusministerium und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieses Ministerium einschließlich ihrer Ministerin Brunhild Kurth zur Zeit über die Chefnachfolge in der Landeszentrale ratlos ist. Noch nicht einmal eine Ausschreibung der Direktorstelle ist erfolgt.

Seit mehreren Jahren bin ich oft Frank Richter bei Veranstaltungen der Landeszentrale, ob in Dresden, Bockau, Döbeln, Chemnitz u.a., begegnet und hatte auch viele persönliche Gesprächsmöglichkeiten.

Sehr gern erinnere ich mich auch an das "Holzhauer Gespräch"am 3. März 2015 im Naturhotel "Lindenhof" , wo er mit ca. 70 Gästen über die aktuellen gesellschaftlichen Probleme sprach und Rede und Antwort stand. Sicher ist dieser Abend auch noch heute vielen damals Anwesenden in bleibender Erinnerung.

Frank Richter ist ein sehr warmherziger und dabei auch frohgesinnter Mensch, den ich sehr schätze. Er kann wie kaum ein Anderer "Brücken bauen" in der zur Zeit gespaltenen Gesellschaft, es gibt bei ihm keine Besserwisserei und oberlehrerhaftes Auftreten. Frank Richter hat die, leider schon vergessene, Tugend des geduldigen Zuhörens für sich bewahrt. Seine Worte : "Zum offenen politischen Dialog über den ausgebrochenen Problem - und Diskussionsstau gibt es keine vernünftige Alternative. Er ist auf möglichst vielen Ebenen zu führen."

Ich wage zu behaupten, dass es für ihn auf lange Sicht keinen adäquaten Ersatz auf dem Chefsessel der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung geben wird.

Dr. Ernst R. Hauschka (Philosoph und Lyriker) prägte einmal folgende Worte: "Die bescheidenen Menschen wären die berufenen Politiker, wenn sie nicht so bescheiden wären." Das trifft exakt auf Frank Richter zu. Er wäre auch ein geeigneter Bundespräsident - Im Gegensatz zu den Kandidaten, die in den Hinterzimmern der Parteizentralen ausgehandelt werden.

Frank Richter kann, auch entsprechend seiner Vita und Vorbildwirkung, als überparteilicher Kandidat und Nichtberufspolitiker den etablierten Parteien den Spiegel vorhalten.

Aber ich glaube, hier ist wohl nur mein Wunsch der Vater des Gedankens. Da die kommende Bundespräsidentenwahl auf Grund des Wahlverfahrens (Bundesversammlung) eine Farce ist, steht der Gauck - Nachfolger schon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fest.

Es ist längst überfällig, dass ein Bundespräsident endlich in einer Direktwahl von allen Wählerinnen und Wählern zu bestimmen ist. Oder sollte man das Amt ganz abschaffen ?

Ihr Karl - Heinz Mantau
(FDP - Ortsverband Rechenberg - Bienenmühle)


Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 02.02.2017
Aktuell: 29.04.2017
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