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Wanderempfehlung und Nachmittagsausflug: Der "Malerweg" in der Bergstadt Sayda

(Veröffentlicht am 20.04.2017)

Wanderempfehlung und Nachmittagsausflug: Der Malerweg in der Bergstadt Sayda malerweg sayda Auf dem Malerweg durch Sayda unterwegs
Auf dem Malerweg durch Sayda unterwegs

Zugegeben, als vor Jahren angekündigt wurde, die erzgebirgische Kleinstadt Sayda wolle einen "Malerweg" errichten, haben einige Leute geschmunzelt. Als Wanderer und Naturfreund verbindet man mit dem Begriff "Malerweg" einen 112 Kilometer langen Qualitätswanderweg durch die Sächsische Schweiz. Maler der Romantik und des Biedermeier, wie Caspar David Friedrich, hielten Natur und Landschaft des Elbsandsteingebirges für die Ewigkeit fest und schufen berühmte Kunstwerke. Die Standorte, an denen die Maler vor 200 Jahren die Natur studierten, wurden mit dem Malerweg verbunden.

In diese riesigen Fußstapfen wollte Sayda nun treten? Wir haben nach der Fertigstellung des Saydaer Malerweges getestet, ob das gelungen ist.

Der Malerweg beginnt am "Erzgebirgischen Heimatmuseum" der Stadt Sayda (GPS: 50.71, 13.4254). Parken kann man am Rossplatz (GPS: (50.71109, 13.42385). Gegenüber befindet sich ein Blumengeschäft. Das Heimatmuseum liegt südöstlich davon.

Der interessierte Wanderer wird auf seiner Tour an einer Reihe von historischen Stadtansichten entlang geleitet. Insgesamt 18 Stationen sind auf der Übersichtskarte des Saydaer Malerwegs eingezeichnet.

Die wetterfest gedruckten Gemälde und Zeichnungen stehen auf großen, massiven Staffeleien und wurden größtenteils von Kurt Preißler gemalt. Kurt Preißler war Saydaer Bürger und lebte von 1893 bis 1968. Seine Werke kann man im Heimatmuseum der Stadt als Originale betrachten.

Für den Saydaer Malerweg wurden Preißlers Gemälde mit zeitgenössischen Bildern von Petra Berger und Angela Gläßer ergänzt. Somit hat man den direkten Vergleich, wie sich die Stadt Sayda in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt hat.

Für Kinder ist der Abschnitt "Mühlholzweg" zwischen Heimatmuseum und "Kleinem Vorwerk" besonders zu empfehlen. Hier gibt es für jung und alt sehr viel Interessantes zu entdecken. Der Waldweg ist frei von Straßenverkehr, so dass man nicht ständig auf Fahrzeuge achten muss. Am "Kleinen Vorwerk" befindet sich ein Spielplatz und ein privater "Zoo" mit Nutztieren: Minipferde, Highland Cattles, Schafe, Gänse, Ziegen, Laufenten und natürlich Vorwerkhühner.  

Die Länge des Malerweges wird mit "innerstädtisch 2,6 Kilometer" angegeben. Leider haben wir versäumt, unsere tatsächlich zurückgelegte Wegstrecke per GPS zu ermitteln. Wir geben auch zu, dass wir zwei Bilder (15 und 16) nicht gefunden haben. (Nachtrag: Diese Bilder haben wir bei einer späteren Wanderung an den Saydaer Schwemmteichen gefunden, weit hinter dem Kleinen Vorwerk)

Ohne Ortskenntnis und ohne eine Übersichtskarte in der Hand zu haben, ist die Ausschilderung des Malerweges in Sayda etwas verwirrend. Wir empfehlen daher, die Übersichtskarte gleich am Start mit dem Handy zu fotografieren.

Wer mit Kindern wandert, sollte sie beim Überqueren der Bundesstraße fest im Blick behalten. Vielleicht kann sich die Stadt Sayda mit der Straßenmeisterei zusammensetzen und überlegen, ob man auf der Bundesstraße Zebrastreifen errichten kann. In Bad Schandau hat man das schließlich auch an mehreren touristisch markanten Punkten hinbekommen.

Die Kirche der Stadt Sayda war, wie es bei den Kirchen heutzutage oft üblich ist, geschlossen. Eine Besichtigung ist also nicht möglich.

Der als "Plan" bezeichnete Platz zwischen der Kleinen Pfarrgasse und dem Wallgraben beeindruckt durch seine liebevoll gepflegten Fachwerkhäuser und kunstvolle Schindelverkleidungen.  

Die letzten beiden Bilder (17 und 18), welche kurz vor Friedebach stehen, haben wir absichtlich ausgelassen. 

Die Wandertour führt am stillgelegten Bahnhof Sayda vorbei (Bild 2). Kaum jemand weiß noch, dass es früher eine Bahnstrecke "Mulda-Sayda" gab. Auf einer Tafel werden die wichtigsten geschichtlichen Fakten der Eisenbahnstrecke aufgelistet. Aus heutiger Sicht beeindruckt dabei, dass zwischen den ersten Planungen und der Inbetriebnahme lediglich drei Jahre lagen. In der heutigen Zeit dauern schon allein die Planfeststellungsverfahren wesentlich länger.

Zusammenfassend kann man sagen: Der Malerweg in Sayda ist ein interessantes Projekt, welches mit viel Liebe und Aufwand realisiert wurde. Durch die Wahl des überragenden Begriffes "Malerweg" könnte man jedoch enttäuscht sein, weil man bei einem "Malerweg" etwas "größeres" erwartet. Man muss als Wanderer akzeptieren, dass man auf dieser Tour fast nur im Stadtgebiet einer erzgebirgischen Kleinstadt unterwegs ist. Nachtrag: Sollte man die Wanderung tatsächlich komplett absolvieren, dass heißt: Aufsuchen aller Bilder einschließlich derer an den Schwemmteichen und in Friedebach, relativiert sich das "Stadtwandern". Für Kinder und Gelegenheitswanderer wird diese Tour möglicherweise schon zu groß.

Wer den Saydaer Malerweg bezwingen will, muss sich nicht outdoor-mäßig kleiden. Es reicht aus, wenn man die Wanderung als normaler Zivilist angeht. Falls man auf dieser "Malerwegs-Tour" vom Regen überrascht wird, muss man kein Zelt aufzuschlagen. Restaurants, Pensionen, Geldautomat und ein Dönergrill befinden sich ständig in Reichweite. 

Nichtsdestotrotz erfährt man auf dem "Malerweg" viele interessante Dinge über die Stadt Sayda und die umliegende Region. Aufgrund der kurzen Wegstrecke eignet sich der Malerweg in Sayda vor allem für Gelegenheitswanderer. Wer mitten in der Wanderung die Lust verliert, kann jederzeit abbrechen und zum eigenen Fahrzeug zurückkehren.

Für Familien mit kleineren Kindern eignet sich der Bereich Heimatmuseum - Alter Bahnhof - Kleines Vorwerk - Salzstraße - Schwemmteiche und zurück als individuelle Route. Die Wanderung verläuft dort größtenteils durch den Wald.

Daher wird der Wanderweg rund um Sayda von uns weiterempfohlen. Der Saydaer Malerweg bietet für eine mehrtägige Trekkingtour nicht genug Kilometer, für einen interessanten, mehrstündigen Nachmittagsausflug reicht er aber allemal. Fahrtzeit von Holzhau: 15-20 Minuten.

 


 

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 20.04.2017
Aktuell: 19.12.2017
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