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Tierschändung im Ortsteil Holzhau Teichhaus, Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf

Tierschändung im Ortsteil Holzhau Teichhaus, Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf tierquälerei holzhau teichhaus Der Holzhauer Ortsteil Teichhaus. Eigentlich Idylle pur, wäre da nicht...
Der Holzhauer Ortsteil Teichhaus. Eigentlich Idylle pur, wäre da nicht...

Am 18. Mai 2017 ereignete sich im Holzhauer Ortsteil "Teichhaus" ein verabscheuungswürdiger Fall von Tierquälerei. Dabei hat man die trächtige Ponystute des Waldgasthofes "Teichhaus" in barbarischer Weise mit einem Stock bzw. Ast verletzt. Ein etwa 50 Zentimeter langes, dickes Holzstück wurde zirka 20 Zentimeter tief in die Genitalien des Pferdes gerammt.

Der Tierarzt ordnete die Verbringung des verletzten Ponys in eine Tierklinik an. Ob das Tier überlebt, was aus dem ungeborenen Fohlen wird und wie hoch die entstehenden Tierarztkosten werden, ist noch völlig offen.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelten umgehend und direkt in Holzhau. Spuren und Beweismaterial wurden sichergestellt.

Die Holzhau.de-Redaktion hat Fotos von der Verletzung des Kleinpferdes zu sehen bekommen. Die Bilder eignen sich nicht zur Veröffentlichung auf unserer Webseite.

Obwohl der bestialische Vorfall noch nicht allzu vielen Einwohnern bekannt geworden ist, gab es durchweg entsetzte Reaktionen. Man fragt sich fassungslos, wer in Holzhau zu solch einer Tat fähig wäre und vor allem "Warum?". Selbst bei persönlichen Abneigungen zwischen Einwohnern, wie sie im Alltagsleben immer wieder vorkommen können, bleibt die Frage "Was können die Tiere dafür?".

Wenn man in Holzhau zukünftig mit Misstrauen gegenüber seinen Mitmenschen leben muss, weil unter den Einwohnern möglicherweise ein perverser Tierquäler lebt, leidet das Zusammenleben der gesamten Dorfgemeinschaft. Schon im vergangenen Sommer gab es Gerüchte wegen angeblich ausgelegten Giftködern und mindestens einem angeblich vergifteten Hund. Die üblen Nachreden verliefen im Spätherbst im Sand. Weiterhin gab es in der Vergangenheit Meldungen über gestohlene Kaninchen, verschwundene Hunde, geschächtete Schafe, über Nacht abgefischte Teiche und ähnliches.

Um die Angelegenheit aufzuklären und zukünftige Fälle von Tierquälerei zu verhindern, bitten wir alle Einwohner, die Augen offen zu halten.

Wer am Donnerstag etwas merkwürdiges beobachtet hat, sollte sich entweder mit dem Waldgasthof "Teichhaus", der Kriminalpolizei Freiberg (Beethovenstraße 8, 09599 Freiberg, Telefon 03731-70100) oder der Staatsanwaltschaft Chemnitz (Gerichtsstraße 2, 09112 Chemnitz, Telefon 0371-4530) in Verbindung setzen und eine Aussage machen.

Auch wenn die Emotionen im Ort hochkochen, muss man den Fall den Ermittlungsbehörden überlassen und darf keinesfalls -noch dazu ohne eindeutige Beweise- in Selbstjustiz verfallen.  Kurz nach Bekanntwerden des Vorfalls gab es bei Facebook die ersten Aufrufe, mit dem bzw. den Tätern das gleiche zu tun. Holzhau.de distanziert sich -bei allem Verständnis für die Entrüstung- von Aufrufen zur Lynchjustiz.

Dem deutschem Tierschutzgesetz zufolge muss der Täter mit einer Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren rechnen. Hinzu kommen die nicht unerheblichen Tierarzt-und Krankenhauskosten und im schlimmsten Fall auch der Ersatz beider Tiere. Diese Kosten muss der Tierquäler übernehmen. Zusätzlich kann man davon ausgehen, dass der Täter, sollte er ortsansässig sein, auf lange Zeit mit der Verachtung durch die Dorfgemeinschaft zu rechnen hat.

"Meistens sind es Männer im jüngeren bis mittleren Erwachsenenalter." Nach Meinung von Experten sind Tierquälereien an Pferdestuten nur ein Zwischenschritt einer gestörten Persönlichkeitsentwicklung. Manche Täter begehen später sadistische Sexualmorde an Frauen, wenn ihnen der Kick, ein Tier zu quälen, nicht mehr genügt. (Welt)

Falls sich der Tierquäler selbst stellt, kann das strafmindernd anerkannt werden. Mit der moralischen Schuld und dem Image als "Perverser" muss der Täter allerdings selbst zurechtkommen.

Nachtrag: Unsere Recherche bei Google ergab, dass es deutschlandweit ähnliche Misshandlungen von Pferden gab. Die Pressemeldungen sind unten verlinkt.

Weiterer Nachtrag: Die stellvertretende Bürgermeisterin des benachbarten Ortes Moldava, Eva Kardová, ist von den Vorkommnissen am "Teichhaus" entsetzt. "Ich bin ganz schockiert und ich denke, wir müssen uns treffen und kommunizieren. Wie können wir helfen?" Aus dem Rathaus unserer eigenen Gemeinde sind noch keine Reaktionen bekannt geworden.


 

 

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 19.05.2017
Aktuell: 24.05.2017
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