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Ehemalige HO-Gaststätte "Zur Post" in Bienenmühle wird abgerissen

(Veröffentlicht am 29.05.2017 • Geschätzte Lesedauer: 2-4 Minuten)

Ehemalige HO-Gaststätte Zur Post in Bienenmühle wird abgerissen bienenmühle post abriss Abriss der ehemaligen HO-Gaststätte ZUR POST in Bienenmühle
Abriss der ehemaligen HO-Gaststätte ZUR POST in Bienenmühle

Vor zwei Wochen hat der Abriss der ehemaligen HO-Gaststätte "Zur Post" in Bienenmühle begonnen. Das mittlerweile marode Gebäude wurde Anfang der siebziger Jahre letztmalig in größerem Umfang saniert.

Ein recht buntes Kulturangebot fand in diesem Hause statt, u.a. regelmäßige Tanzveranstaltungen mit Kapellen und Bands. Das Kollektiv der "Post" war ehrenamtlich als Patenbrigade für Schulklassen tätig. Bunte Veranstaltungsnachmittage für die Kinder, Zeugnisausgaben und vieles mehr fanden in diesem Hause statt. Die Schulkinder wurden dabei -meist kostenlos aus der "Brigadekasse" des Gasthauses- gastronomisch umsorgt. Das ging sogar so weit, dass die Kinder an Wandertagen mitten im Wald mit Speisen und Getränken versorgt wurden.

Mit der deutschen Wiedervereinigung endete der Gastronomiebetrieb. Das kulturelle Leben unseres Ortes verlor an Vielfalt. Und "Patenbrigaden" aus der freien Wirtschaft gibt es für Schulklassen auch nicht mehr.

Was eigentlich schade ist.

Bis Mitte der 90er Jahre fand sich nur ein Interessent, der aus der Immobilie wieder ein Gasthaus machen wollte. Von ortsansässigen Unternehmen wurden Angebote für die Sanierung und Einrichtung angefordert. Aber schon damals fand sich keine Bank mehr, die das waghalsige Projekt finanzieren wollte. Der Interessent erklärte sein Projekt für gescheitert, das Gebäude verfiel daraufhin weitere 20 Jahre lang. Ein Schandfleck entstand.

Nun wird das Gebäude dem Erdboden gleichgemacht. Der Abriss ist in vollem Gange. Was danach an dieser Stelle entstehen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. 

Möglicherweise will / sollte man zuerst das Gelände am ehemaligen Bahnhof Bienenmühle fertig gestalten. Seit einigen Wochen ruhen dort die Arbeiten. Alles sieht noch sehr unfertig und unkoordiniert aus. Die herangeschafften LKW-Ladungen mit Muttererde liegen noch so, wie sie abgekippt wurden. Für die Befürworter des Bahnhofsabrisses ist die momentane Ansicht kein Grund zum jubeln.

Alles in allem kann man froh sein, wenn ein Schandfleck nach dem anderen aus dem Ortsbild verschwindet. Es ist nachvollziehbar, dass die Beseitigung von Schrottimmobilien eine sehr langwierige und undankbare Aufgabe ist. Es ist allerdings schwer nachvollziehbar, dass es 27 Jahre dauern musste, bis man sich zum Abriss der Gebäude entschließen konnte.

 


 

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 29.05.2017
Aktuell: 17.07.2017
Seitenaufrufe: 1745
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