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Endlich! Die Weißeritztalbahn rollt wieder durchgehend von Freital bis Kipsdorf

Endlich! Die Weißeritztalbahn rollt wieder durchgehend von Freital bis Kipsdorf weißeritztalbahn freital dippoldiswalde kipsdorf Weißeritztalbahn
Weißeritztalbahn

Eisenbahnfans jubeln. 15 Jahre nach dem Jahrhunderthochwasser von 2002 ist Deutschlands dienstälteste Schmalspurbahn von Freital bis nach Kipsdorf wieder mit Dampfloks befahrbar. Der komplette Neubau dauerte damals vom Frühjahr 1880 (Beginn der Vermessungsarbeiten) bis zum September 1883. Eine ursprünglich geplante Erweiterung der Bahnstrecke über Altenberg bis nach Dux (Duchow) wurde aus Kostengründen und wegen des starken Gefälles am erzgebirgischen Südrand nicht realisiert. Statt dessen plante man neu und errichtete die Bahnstrecke Nossen - Freiberg - Holzhau - Moldava - Brüx.

Sachsens stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Martin Dulig durchschnitten gemeinsam mit Vertretern des Landes und der Gemeinden in Dippoldiswalde das Band für die Inbetriebnahme des oberen Abschnitts der Bahn. Fast genau 15 Jahre nachdem das August-Hochwasser 2002 einen Großteil der Strecke zerstört hatte und neun Jahre nach der Wiedereröffnung des Abschnitts Freital - Dippoldiswalde ist die 26 Kilometer lange Strecke nun wieder vollständig befahrbar.

"Bund und Freistaat haben in den Wiederaufbau etwa 40 Mio. Euro investiert, davon rund 17 Millionen in den heute eingeweihten Abschnitt“, erklärt Martin Dulig. "Damit unterstreichen wir unser Bekenntnis zu Pflege und Erhalt der historischen Bahnen." Im Zuge der gut einjährigen Bauarbeiten entstanden zwei neue Brücken, fünf bestehende wurden saniert. Insgesamt wurden über 19 Kilometer Gleise auf 11.000 Tonnen Schotter verlegt. Zehn Gebäude entlang der Strecke wurden denkmalgerecht saniert.

"Besonders die Bevölkerung entlang der Strecke hat sich für den Wiederaufbau der Weißeritztalbahn stark gemacht", erwähnt Landrat Michael Geisler. "Der Wiederaufbau ist für die Bürger ein deutliches Zeichen, welch hohen Stellenwert die Schmalspurbahn für die Region hat." Die Strecke gilt durch ihre landschaftliche Vielfalt als eine der schönsten Strecken Deutschlands. Im vergangenen Jahr waren rund 145.000 Fahrgäste mit der Bahn unterwegs.

Zukünftig sind täglich planmäßig zwei Zugpaare zwischen Freital-Hainsberg und Kurort Kipsdorf unterwegs, ein drittes Zugpaar zur Mittagszeit fährt zwischen Freital und
Dippoldiswalde. An 16 Tagen mit besonders hoher Nachfrage, wie Himmelfahrt, Pfingsten oder zum Schmalspurbahn-Festival, werden zwei Züge eingesetzt.

Die Leistungen werden vom Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) bestellt. Die SDG Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft betreibt den Zugverkehr auf der Strecke.

 


Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 27.06.2017
Aktuell: 27.06.2017
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