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Holzhauer Naturfreunde beklagen Diebstahl von streng geschützten Orchideenarten

Holzhauer Naturfreunde beklagen Diebstahl von streng geschützten Orchideenarten geflecktes knabenkraut orchidee Geflecktes Knabenkraut (Foto: G. Claußnitzer)
Geflecktes Knabenkraut (Foto: G. Claußnitzer)

Naturliebhaber sitzen oft zwischen zwei Stühlen. Sie freuen sich über jedes seltene Pflänzchen, welches am Wegesrand wächst. Gern würden die erzgebirgischen Naturfreunde diese Begeisterung mit anderen Menschen teilen. Man kann der Welt zeigen, dass die Natur immer noch (oder wieder) in Ordnung ist - Wäre da nicht die ständige Angst vor der Beschädigung, Störung oder gar dem Diebstahl von Pflanzen oder Tieren.   

Diese Furcht ist nicht unbegründet. In der Vergangenheit gab es zahlreiche Beispiele dafür. Hier das aktuellste:

Bei einer Abendwanderung Ende Juni 2017 mussten die Mitglieder des Heimatvereins Holzhau e.V. feststellen, dass ein bisher geheim gehaltener Einzelstandort des "Gefleckten Knabenkrautes", einer einheimischen und geschützten Orchideenart, ausgekundschaftet wurde. Doch nicht nur das. Die wenigen Pflanzen wurden mitsamt Wurzelballen ausgegraben und gestohlen.

Seit etwa 6 Jahren beobachten die Holzhauer Naturfreunde diesen Standort.

Ob es sich bei dem Dieb der Holzhauer #Wildorchideen um einen Laien oder um einen Fachmann handelt, bleibt offen. Ein Unwissender hätte nicht gezielt diese streng geschützte Art gestohlen. Aufgrund der besonderen Boden- und Standortsansprüche des Gefleckten Knabenkrautes würde die Freude an den gestohlenen Pflanzen bei Anfängern nicht lange vorhalten. Die Wildblumen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit verloren.

Für einen Kenner spräche zudem, dass die Pflanzen nach der Blütezeit gestohlen wurden, was beim Transport wesentlich unauffälliger ist. Möglicherweise handelt es sich auch um "Hobby"-Experten, die das Gefleckte #Knabenkraut aus Holzhau zur Einkreuzung an einem anderen Standort benötigen. Auf diese Weise wird der genetische Pool eines Standortes aufgefrischt.

Vorstellbar wäre sogar, dass das Knabenkraut gezielt gestohlen wurde, um es andernorts neu "anzusiedeln" und als Vorwand zur Verhinderung von Baumaßnahmen einzusetzen. Aktuelle Projekte im Bereich "Hochwassersanierung" oder "Umgehungsstraßen", bei denen der Naturschutz als Hinderungsgrund vorgeschoben wird, gibt es ja genug. 

Der Heimatverein Holzhau e.V. ruft alle Einwohner und Naturfreunde auf, sämtliche Vergehen gegen den Naturschutz zur Anzeige zu bringen. Auch die örtlichen Behörden einschließlich der Bundespolizei sind alarmiert und sensibilisiert worden. In unserer Region werden alle Standorte seltener Tier- und Pflanzenarten jährlich besehen und die Bestände auf ihre Entwicklung eingeschätzt.

Für Ordnungswidrigkeiten, die sich aus Zuwiderhandlungen gegen das Bundesnaturschutzgesetz (bzw. Sächsischen Naturschutzgesetzen) ergeben, werden Geldstrafen zwischen 15000 und 50000 Euro fällig.

Abschließend ein Ausflugstipp für Orchideenliebhaber: An den Altenberger "Galgenteichen" gibt es einen öffentlichen Orchideenrundweg, der um einen sehr großen Bestand des Knabenkrautes herum angelegt wurde. Hier können Wildorchideen legal bestaunt und fotografiert werden. Aber auch da gilt das Naturschutzrecht!

 


 

 

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 12.07.2017
Aktuell: 17.11.2017
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