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Vorsicht bei fingierten Rechnungen von deutschedomain.com!

Vorsicht bei fingierten Rechnungen von deutschedomain.com! rechnung deutschedomain.com domainregistrierung Beispiel einer fingierten Rechnung von deutschedomain.com
Beispiel einer fingierten Rechnung von deutschedomain.com

Liebe Leser, in letzter Zeit erreichten uns Anfragen, was es mit den "Rechnungen" der Firma "deutschedomain.com" auf sich hat. Aus diesem Grund möchten wir heute etwas dazu schreiben. Unternehmer, Ferienwohnungsbetreiber und Privatpersonen, die im Internet mit einer eigenen Domain wie z.B. "IHR-NAME.de" auftreten, bekamen in den vergangenen Jahren immer wieder  "Rechnungen" bzw. Zahlungsaufforderungen für eine angebliche Domainregistrierung. Keiner der Rechnungsempfänger steht in einer geschäftlichen Beziehung mit deutschedomain.com, auch nicht indirekt.

Man wird in den Rechnungen aufgefordert, an eine Bankverbindung zu überweisen, deren IBAN mit ES (Spanien) beginnt. Kommt Ihnen das spanisch vor?

Bei der Zahlung soll man den Firmennamen angeben. Sonst weiß der Zahlungsempfänger ja gar nicht, an wen er etwas "leisten" muss. (Was auch immer da geleistet wird.)

Der Beleg gibt keinen Aufschluss, um welche Domain(s) es sich eigentlich handelt. Und noch besser: Auf den Rechnungen ist das Adressfeld, in welchem normalerweise der Rechnungsempfänger steht, mit dem Absendernamen bedruckt. Der Absender besteht nur aus dem angeblichen Firmennamen, einer Emailadresse, einer "Kundendienst-Rufnummer" und der Angabe "Deutschland".

Eine Rechnung ohne gültige Empfängeradresse - Für alteingesessene Handwerker ein Unding. Oder?

Kaum zu glauben, aber solche Rechnungen sind juristisch und steuerlich völlig in Ordnung. Möglich wird das durch die so genannten "Kleinbetragsrechnungen" nach Paragraf 33 der Umsatzsteuerdurchführungsverordnung. Bisher durften solche Rechnungen bis zu einem Nettowert von 150 Euro ausgestellt werden. Die Bundesregierung hat die Grenze für Kleinbetragsrechnungen im Mai 2017 von 150 Euro auf 250 Euro angehoben. Somit müssen Rechnungen bis 250 Euro (netto) weder einen Rechnungsempfänger noch ausgewiesene Umsatzsteuer enthalten. Betrügern werden damit Türen und Tore geöffnet. Was die deutsche Bürokratie entlasten sollte, wird im konkreten Fall zum Eldorado für Betrüger und Abzocker.

Welch ein Zufall, dass die Rechnungsbeträge 50 Cent unter der (früheren) Grenze für Kleinbetragsrechnungen bleiben. Wenn sich die Erhöhung von 150 auf 250 Euro erst einmal bis nach Spanien herumspricht, kann man sicher davon ausgehen, dass die Domainregistrierungen in Zukunft 249,50 Euro kosten werden.

Einige Leser berichten, dass ihre "Rechnung" im PDF auch etwas "Kleingedrucktes" enthielt. Aus diesem Text soll angeblich hervorgehen, dass es sich bei der "Rechnung" lediglich um ein "Angebot" handelt.  Doch die meisten Empfänger schauen oft gar nicht so genau hin. 

Das Geschäftskonzept der Rechnungsversender lautet "Wir schreiben einfach jemandem eine Rechnung für irgendwas. Wir schreiben auch nicht drauf, worum es sich genau handelt - und schauen mal, ob das wirklich jemand bezahlt. Wir suchen uns im Internet Adressen zusammen oder kaufen eine Million Emailadressen von Unternehmen. Wir schicken alles per Email weg, damit es nichts kostet, möglichst an tausende Leute pro Tag. Wenn jeder hundertste so dämlich ist und bezahlt, rechnet sich das schon irgendwie. Um damit juristisch durchzukommen, schreiben wir in der hintersten Ecke unserer AGB, dass es sich nur um ein Angebot handelt. Keiner kann uns was."

Bei ehrlichen, erzgebirgischen Kleinunternehmern oder Privatleuten mag dieses "Konzept" zu Kopfschütteln führen. Eine Rechnung schreiben für etwas, was keiner bestellt hat und was man (noch) nicht geleistet hat? Mit der Hoffnung, dass niemand nachfragt und der Vorgang in der Buchhaltung "einfach so" durchrutscht?

Wer die Webseite "deutschedomain.com" aufruft, um sich ausführlicher über den Rechnungsversender zu informieren, landet nach einigen automatischen Weiterleitungen auf der Seite de-de.facebook.com-de.online. (Stand 17.8.2017). Die Webseite ist farblich und gestalterisch an das Facebook-Design angelehnt. Auch die Subdomain, welche lediglich ein Ableger von "com-de.online" ist, täuscht eine Facebook-Umgebung vor.

Ein Fenster plopt auf. Hier erfährt der staunende Webseitenbesucher, dass er nur noch 4 Minuten Zeit hat, um sich zu entscheiden. Denn: Facebook will ihn zum Millionär machen. Und prompt finden sich auf dieser Seite Kommentare von Nutzern, die schon  etwas gewonnen haben. Natürlich - Was würde man sonst auf dieser Seite erwarten? Plötzlich macht es auch Sinn, dass man Facebook als soziales Netzwerk bezeichnet. Hier wird man zum Millionär gemacht. Einfach so. Sozialer geht´s wirklich nicht. Ob Facebook das weiß?

Update: Am 20.8. verweist die Webseite auf einen Onlineshop. Ruft man die Seite mehrfach auf,erscheint ein Hinweis, dass "deutschedomain.com" zum Verkauf steht.  

Offenbar gibt es auf dieser Welt nichts, was es nicht gibt - so lange es jemandem Geld bringt.

(Weil wir gerade von Geld reden:

  • Bitte beachten Sie die einzigartige, biologisch abbaubare Rostschutzfarbe für erzgebirgisches Nadelholz, welche wir in unserem holzhau.de - Onlineshop zum Vorzugspreis von 79 Euro pro Liter anbieten! Zuzüglich Versandkosten, Zahlung in drei kleinen Raten möglich.
  • Sollten Sie wirklich Domains für 149,50 Euro registrieren wollen, wenden Sie sich bitte ebenfalls an uns. Möglicherweise können wir diesen Preis sogar unterbieten. 148,50 Euro sind eventuell machbar, wenn Sie gleich mehrere kaufen und bar bezahlen.)

Nein, Spaß beiseite. Seien Sie wachsam und bleiben Sie skeptisch. Kritisches Hinterfragen lohnt sich. Nicht nur bei fingierten Rechnungen.

Ihr Tino Bellmann

 


 

 

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 17.08.2017
Aktuell: 20.08.2017
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