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23.10.2017 | 09:00 Uhr


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Starke Geruchsbelastung und Smog am Dienstag Morgen (29.8.2017)

Starke Geruchsbelastung und Smog am Dienstag Morgen (29.8.2017) gestank,katzendreck,schwartenberg,erzgebirge,zinnwald Schwarzer Smog in Richtung Osten - kurz vor dem Sonnenaufgang
Schwarzer Smog in Richtung Osten - kurz vor dem Sonnenaufgang

Am Dienstag Morgen um 6 Uhr roch es in Holzhau sehr stark nach verbranntem Kunststoff. Graue Schwaden hingen im Tal. Anfangs wurde vermutet, dass ein Bergdorfbewohner illegalerweise Abfälle verbrannt hat. Doch in Richtung Sonnenaufgang lag eine dicke, schwarze Smogschicht über den Bergen. In der Nacht zum Dienstag herrschte in Holzhau größtenteils Windstille. Ein paar einzelne Windstöße, gemessen an der Wetterstation Holzhau, kamen aus Südost und Ost-Südost. So auch gegen 5:45 Uhr.

Aus dem Holzhauer Oberdorf und aus Rechenberg wurde der penetrante Geruch ebenfalls gemeldet.

Holzhau bleibt durch seine geschützte Lage größtenteils von Geruchsbelastungen verschont. Wenn es in Holzhau mal nach etwas riecht, hat ein Einwohner in der Nachbarschaft möglicherweise ein nicht ganz trockenes Holzscheit in den Kamin geworfen. Holzhau darf sich glücklich schätzen, mit seiner "gesunden Bergluft" werben zu können.

Im Internet kann man die Werte der erzgebirgischen Luftmessstationen abrufen. Die Messwerte vom Schwartenberg (789m üNN) zeigen um 0 Uhr einen Benzol-Messwert von 0.1 Mikrogramm. Sie steigen im Laufe der Nacht leicht an und erreichen gegen 5 Uhr einen Durchschnittswert von 2,2 Mikrogramm - das ist das 22fache des Wertes von 0 Uhr. Zum Vergleich: Am Flughafen Dresden wurden zeitgleich gerade mal 0,5µg gemessen. In Leipzig Mitte lagen die Werte bei ungefähr 0,6µg. Die Benzol-Werte auf dem Schwartenberg waren also viermal schlechter als in Dresden oder Leipzig. Benzol schädigt die inneren Organe und das Knochenmark. Selbst geringe Konzentrationen stehen im Verdacht, Krebs zu verursachen.

Der Benzol-Grenzwert für den Jahresdurchschnitt liegt bei 5µg pro Kubikmeter Luft. Mit 2,2µg wurde am Dienstag Morgen also nicht einmal die Hälfte des Grenzwertes erreicht und es handelt sich dabei um einen einmaligen Messwert. Der Grenzwert würde erst überschritten, wenn man das ganze Jahr bei 5 µg leben müsste. 

Die Stickstoffmonoxid-Werte blieben in der Nacht konstant bei 1µg.  Die Ozonwerte fielen um etwa 30 Prozent.

Die Werte für Stickstoffdioxid (NO2) stiegen bis zum Morgen auf das Sechsfache. (Von 3µg auf 19µg). Stickstoffdioxid ist ein rotbraunes, stechend riechendes und giftiges Gas. Es sammelt sich  über dem Erdboden, zieht also besonders stark in Täler hinein. Der Jahres-Grenzwert liegt bei 40 µg.

Der Schwefeldioxid-Wert (SO2) betrug am Montag Abend um 23 Uhr 1,1 µg. Am Dienstag Morgen um 4 Uhr wurden 36µg pro Kubikmeter Luft gemessen. Damit stieg die Belastung innerhalb von 5 Stunden auf das ~33fache. Im Gegensatz zu Stickstoffdioxid ist Schwefeldioxid farblos. Es ist trotzdem giftig, riecht stechend sauer und reizt die Schleimhäute.

Der Vergleich zwischen den einzelnen Messstationen auf dem Erzgebirgskamm ergab, dass in Zinnwald keine Veränderung der Messwerte zu erkennen ist. Die Luftqualität ist in Zinnwald seit Tagen konstant. Zinnwald liegt 15 Kilometer weiter östlich. Von Holzhau bis zum Schwartenberg sind es ebenfalls 15 Kilometer - allerdings in Richtung Westen.

Die Messungen vom Fichtelberg zeigen für die Nacht vom 28. zum 29.8.2017 einen leichten Anstieg der Ozonwerte und einen extremen Abfall der Schwefeldioxid-Werte. Gegen 23 Uhr wurden 23,6µg pro Kubikmeter Luft gemessen; ab 4 Uhr waren es nur noch sensationelle 0,5µg!

Geruchsbelästigungen mit einer derartigen Stärke sind in Holzhau extrem selten. Uns ist aus den letzten Jahren kein ähnlicher Fall bekannt. Wenn man es aber gewöhnt ist, seine Nase morgens in frische Erzgebirgsluft halten zu können, empfindet man eine Geruchsbelastung umso schlimmer. 

Die Ursache des Geruchs wurde gefunden: In Tschechien, im 35 km Luftlinie entfernten Most, brannte seit Montag Abend 21 Uhr eine 100x100m große Müllkippe.


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Erstellt: 29.08.2017
Aktuell: 29.08.2017
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