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Echt Erzgebirge

Wetterstation Holzhau 630m üNN

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23.10.2017 | 09:00 Uhr


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Die Eiskratzer-Saison hat in Holzhau begonnen (4.9.2017)

Die Eiskratzer-Saison hat in Holzhau begonnen (4.9.2017) wetter holzhau eis september frost Vor dem Autofahren: Eiskratzen am Morgen
Vor dem Autofahren: Eiskratzen am Morgen

Wer am Montag, den 4.9.2017 zeitig zur Arbeit wollte, musste erst einmal das Eis von seinem Auto kratzen. Obwohl das Thermometer in 2 Meter Messhöhe noch Plusgrade zeigte, war es über dem Boden schon gefroren. Es war nicht nur ein bischen Raureif; die Regentropfen auf den Grashalmen waren richtig vereist. Bevor die Sonne über dem Morgenstein aufgeht, fällt das Tal der Freiberger Mulde noch einmal ins Kälteloch. 

Gegen 6.15 Uhr zeichnete die Wetterstation in der Holzhauer Ortsmitte 1,5°C auf. Das bedeutet: Am Boden herrschte bereits markanter Bodenfrost. In direkter Nähe zur Freiberger Mulde kann mit Temperaturen um -1 bis -3°C gerechnet werden. 

Die Gartensaison 2017 geht in Holzhau in die letzte Runde. Was der Spätfrost im Mai nicht kaputt gemacht hat, erledigten die kalten Nächte im August. Nun haben wir also schon den ersten Frost. (Wobei die Augustkälte nur wenige Zehntel Grad über den aktuellen Tiefstwerten lag.) 

Zur Zeit herrschen ähnliche Temperaturen wie am 11. Mai 2017 und am 23. August 2017. Berücksichtigt man den alljährlichen Kälteeinbruch im August nicht, kommen wir in 2017 gerade mal auf 116 Tage ohne Minusgrade. Bis zum 23. August waren es sogar nur 103 Tage. 

Viele Pflanzen beginnen bereits bei Temperaturen unter 10 Grad, ihr Wachstum einzustellen.

Man kann also damit rechnen, dass die Herbstfärbung der Blätter in wenigen Tagen beginnt. Es genügen mehrere kalte Nächte um 0°C, um diesen Prozess in den Blättern anzustoßen.

Das Jahr 2017 ist von einem merkwürdigen Wetterverlauf geprägt. Wenig Schnee zu Jahresbeginn, größere Schneefälle nur um den 10. Januar herum, danach kaum noch nennenswert Neuschnee. Sehr schnelles Abschmelzen der gesamten Schneedecke Mitte Februar.

Ein warmer März (der zweitwärmste seit 2007) und mehrfach mit Einzeltemperaturen über 20°C. Die für die Landwirtschaft entscheidende Grünlandtemperatur (200 Kelvin) wurde am 3. April erreicht, 10-20 Tage früher als in vorangegangenen Jahren. Nur 2014 war dieser Termin früher, am 30.3. - Doch wer sich erinnert: Trotz des frühen Termins erfroren die Pflanzen bis Mitte Mai 2014, sogar im Gewächshaus. Ist die Grünlandtemperatur überhaupt noch als Kriterium entscheidend?

Auf den warmen März 2017 folgte ein kalter April mit Schnee. Es gab Fröste und kalte Nächte bis Mitte Mai. Dann rasantes Ansteigen der Temperaturen. Der Mai 2017 schaffte es sowohl in die Liste mit den höchsten als auch in die Liste mit den niedrigsten Temperaturen.

Es folgte Trockenheit und angenehmes Sommerwetter bis Juni. Der Juni schaffte es auf Platz 2 der wärmsten Sommer seit 2007. (Platz 1: Juni 2007)

Der Juli 2017 landete hingegen auf Platz 5 der kältesten Monate. Bei 10 Vergleichsjahren ist das ein mittlerer Bereich.

Es folgte ein durchwachsener August mit unauffälligen Durchschnittstemperaturen. Dafür gab es Platz 3. Spitzenreiter ist hier der August 2015 mit über 20°C! Der August 2012 war immer noch 0.2°C wärmer, Platz 2.

Beachtenswert ist in diesem Jahr, dass die Monatsdurchschnittstemperaturen für Juni, Juli und August sehr nah beieinander lagen und bei etwa 16 °C liegen.

16°C klingt für den August zwar recht niedrig. In Holzhau schaffte es dieser Monat in den letzten 10 Jahren  auf Werte zwischen 14 und 20°C.

Das viel gepriesene "moderate Mittelgebirgsklima" kann von Jahr zu Jahr und in vergleichbaren Monaten um 35 bis 40 Grad schwanken. Einige Beispiele:

  • 20.8.2012: 36.1°C, 30.8.2007: 0.5°C
  • 10.1.2015: 11.8°C, 27.1.2010: -20.4°C
  • 24.2.2008: 17.1°C, 6.2.2012: -24.9°C

usw.

In Relation zu den Wetterumschwüngen, die in diesem Jahr zu verzeichnen waren, kann man die Durchschnittstemperatur (wie auch die Grünlandtemperatursumme) wohl kaum noch als relevanten Bewertungsmaßstab für den Wetterverlauf eines Jahres heranziehen. 

"Der Dorfteich war im Durchschnitt einen Meter tief und trotzdem ist die Kuh ersoffen!"

(Angeblich ein russisches Sprichwort, gehört bei der Herkuleskeule in Dresden) 

 


 

 

 

 

 

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 04.09.2017
Aktuell: 25.09.2017
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