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Über den Tellerrand geschaut - So wählten unsere Nachbarn - Bundestagswahl 2017

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Erzgebirgskreis - Blick vom Pöhlberg auf Annaberg

Zur abschließenden Betrachtung der Bundestagswahl vom 24.September 2017 wollen wir noch ein paar Wahlergebnisse aus der direkten Nachbarschaft auswerten. Wie haben die Bürger unserer Nachbardörfer und Nachbarkreise abgestimmt? Um die Wahlergebnisse von einzelnen Kandidaten zu trennen, schauen wir uns nur die Zweitstimmen (Parteienliste) an.

Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Bürger in den kleineren und größeren Städten Sachsens völlig anders wählen als die Menschen auf dem Lande. Besonders die Linke, Grüne und die SPD profitieren von den Wählern aus der Stadt. 

In Dorfchemnitz schaffte die #AfD 47,4 Prozent. Das ist der höchste Wert im Landkreis Mittelsachsen. Die CDU wurde in Dorfchemnitz mit 28,1% immer noch besser gewählt als in ganz Mittelsachsen bzw. Sachsen. Trotzdem gab es für sie massive Stimmenverluste, und zwar mehr als 30% gegenüber 2013. Das Wahlergebnis ist im direkten Zusammenhang mit einem Besuch von Frauke Petry in Dorfchemnitz zu betrachten.

Unser Ort Rechenberg-Bienenmühle mit Holzhau und #Clausnitz lieferte im Kreis Mittelsachsen das zweithöchste Wahlergebnis für die AfD: 41%. Es folgen Großschirma mit 40,2% für die AfD, Halsbrücke mit 39,1%, Bobritzsch-Hilbersdorf mit 38,9%, Weißenborn mit 38,8%, Lichtenberg mit 38,5% und Frauenstein mit 38%. Mulda, Neuhausen, Reinsberg, Striegistal werfen bei der AfD immer noch Werte mit 35-37% in die Waagschale.

Dass Eppendorf und Leubsdorf CDU-Hochburgen sind und mit 34,2% bzw. 36,6% abstimmen, ist wenig überraschend. Die Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann arbeitet schon jahrzehntelang recht aktiv für ihre Heimatregion. Veronika #Bellmann ist für ihre -von der Merkelschen Parteiroute abweichende- offene und bodenständige Denkweise bekannt. Nur so sind auch die hohen Erststimmen für die CDU zu erklären. Die Wähler stimmten mit hoher Wahrscheinlichkeit für Veronika Bellmann, weniger für die CDU. Großhartmannsdorf gab der CDU 34,1% mit auf den Weg. Großweitzschen stimmt mit 32,4%, Sayda mit 31,3% und Hartha mit 31,1% für die CDU. Augustusburg und Mulda wählen die CDU mit jeweils ca. 30%. In Weißenborn schaffte die CDU nur 23,2%, was das schlechteste Ergebnis in Mittelsachsen ist.

Die Linken punkten in Döbeln, Brand-Erbisdorf, Augustusburg, Altmittweida, Flöha, Frankenberg, Hainichen, Hartha, Kriebstein, Leisnig, Niederwiesa,Ostrau, Roßwein und Mittweida mit Werten zwischen 14 und 18%. Bei uns bekamen die Linken nur 8,3%. Den schlechtesten Wert gab es für die Linken in Dorfchemnitz (5,1%).

Die mittelsächsischen "SPD-Hochburgen", sofern man bei Wahlergebnissen zwischen 10 und 12 Prozent überhaupt noch davon sprechen kann, heißen Döbeln, Frankenberg, Freiberg, Hainichen, Hartha, Leisnig, Mittweida und Rosswein. Den höchsten Wert gab es mit 12,1% in Leisnig, den schlechtesten bei uns in Rechenberg-Bienenmühle (5,4%.) Gibt es in Mittelsachsen für die SPD ein Nord-Süd-Gefälle? Und was ist aus unserem Ort geworden? Rechenberg-Bienenmühle galt bis zum Ende der Weimarer Republik als "durch und durch rot".

Die #FDP schafft nur in Rechenberg-Bienenmühle einen zweistelligen Wert. Darauf dürfen die Mitglieder der FDP-Ortsgruppe Rechenberg mit Recht stolz sein. Lange Jahre waren sie die einzige politisch aktive Gruppe unseres Heimatortes. Den schlechtesten Wert gibt es für die FDP aus dem Nachbarort Dorfchemnitz: 5,9%. 

Die Grünen sind im Erzgebirge und speziell in #Mittelsachsen chancenlos. Die Wahlergebnisse dümpeln um einen Durchschnittswert von 2,8% herum. Nur in der Kreisstadt Freiberg erreichen sie einen Wert von 4,2 Prozent. In Halsbrücke, Mittweida und Oberschöna erkämpften sie Wahlergebnisse über 3 Prozent. In Großhartmannsdorf gab es für die Grünen nur 1,0 Prozent - das ist der schlechteste Wert in ganz Mittelsachsen.

Die Tierschutzpartei bekam mit 1,9% aus Waldheim die meisten Stimmen. Striegistal, Döbeln und Mittweida lieferten ebenfalls recht hohe Ergebnisse, aber jeweils unter 1,9%. In Leubsdorf steht es um den Tierschutz künftig schlecht. Nur 0,5% wählten dort die Tierschutzpartei.

Die #NPD kam in Döbeln, Eppendorf, Hartha, Kriebstein, Ostrau, Waldheim und Zschaitz-Ottewig auf Wahlergebnisse zwischen 2 und 2,8 Prozent.

Schauen wir in den Nachbarkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Altenberg, Gottleuba, Bad Schandau, Bahretal, Dohma, Glashütte, Gohrisch, Hartmannsdorf-Reichenau, Hohnstein, Liebstadt, Müglitztal, Rathmannsdorf, Reinhardtsdorf-Schöna, Rosenthal-Bielatal, Sebnitz, Wehlen, Struppen, Wilsdruff: All diese Orte stimmten mit Werten zwischen 35 und 44 Prozent für die #AfD. In Rathmannsdorf erzielte die AfD sogar doppelt so viele Prozente wie die CDU (43,9% zu 20,4%.) Nur um wenige Zehntel abweichend, aber trotzdem mehr als doppelt so hoch wie bei der CDU, sind die Wahlergebnisse der AfD in Dohma und Gohrisch.

Im Landkreis SSOE findet man -auch nach mehrmaligem Hinsehen- kein AfD-Wahlergebnis unter 30%. Die CDU konnte nur in Rabenau über 30 Prozent erreichen. Alle anderen Orte stimmten schlechter ab. 

Bad Schandau, Gohrisch, Tharandt und Pirna haben mit ca. 15% eine starke Linke.  Die FDP ist in Bannewitz und Rathen mit 11 und 12% überdurchschnittlich gewählt worden, während die SPD nur in Rathmannsdorf mit 10,0% ein zweistelliges Wahlergebnis erzielen konnte.

Die Grünen hat man in unserem östlichen Nachbarort Hermsdorf mit 4,3% gewählt. Nur in Tharandt lief es für sie mit 5,4% besser. Die NPD bekam in Reinhardtsdorf-Schöna 6,4%. Die Freien Wähler schaffen kaum mehr als 1%, nur in Hartmannsdorf-Reichenau gab es für sie 3,0%.

Betrachtet man den "Erzgebirgskreis 1", stellt man fest, dass dieser Wahlkreis völlig anders abgestimmt hat als die Mittelsachsen oder gar die Sächsische Schweiz. Die CDU hat die AfD im Wahlkreis "Erzgebirge 1" um 2 Prozent übertrumpft. In keinem Ort erzielte die AfD 40 Prozent. Höchster Wert der AfD in Deutschneudorf mit 39,2%. In Großolbersdorf gab es für die AfD nur 23%, für die CDU dagegen 36,7%. In Zschorlau bekam die CDU 40,7% der Stimmen. Ein derart hohes Wahlergebnis schaffte die CDU weder im Landkreis Mittelsachsen noch im Landkreis SSOE. 

Die Wähler in Aue, Annaberg, Bad Schlema, Geyer, Johanngeorgenstadt, Oberwiesenthal, Schlettau, Schneeberg, Schwarzenberg und Olbernhau gaben der LINKEn zwischen 15 und 17 Prozent der Stimmen. Die SPD erreichte in Johanngeorgenstadt und Schönheide traumhafte Wahlergebnisse über 12%. Die FDP kam in Deutschneudorf -welch Wunder- auf 12,7%. Die Grünen schaffen nur in Amtsberg 3,3% und in Gornau 3,4%, selbst in Städten wie Annaberg oder Zschopau kamen sie nicht über 3%.

Die NPD ist in Schlema und Gelenau mit 3,9% gewählt worden. Die Tierschutzpartei erreichte durchweg 1-2 Prozent, fällt aber nur in Gelenau und Tannenberg mit jeweils 2,3% auf.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem zusammengestellten Zahlenmaterial ein wenig Hilfestellung bei der Bewertung der regionalen Wahlergebnisse bieten konnten. Des weiteren hoffen wir, dass uns beim Sortieren und Bewerten der Wahlergebnisse kein Fehler unterlaufen ist. Falls Sie einen Fehler finden, bitten wir um eine kurze Mitteilung.

Quelle des Zahlenmaterials: Statistisches Landesamt Sachsen


Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 25.09.2017
Aktuell: 17.11.2017
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