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Kommentar zum Freie-Presse-Artikel "Sorge um den Ski-Ort Holzhau"

Kommentar zum Freie-Presse-Artikel
Artikel Sorge um den Ski-Ort Holzhau, Freie Presse vom 9.12.2017

Seit über einem Jahr recherchiert holzhau.de zum Thema "Grundstücksverkauf am Holzhauer Skihang". Zählte man all jene Zeit zusammen, welche bisher für "Gespräche" verwendet wurde, käme man mit Sicherheit auf mehrere Arbeitstage. Doch trotz der aufwändigen Suche nach Details und Hintergrundinformationen haben wir nicht den Eindruck, schon am Kern des Problems angekommen zu sein. Je mehr man erfährt, umso mehr Staub wirbelt man auf. Das wird nicht gern gesehen. Zumal jede Antwort gleich wieder neue Fragen aufwirft.

Zu jedem Detail der Geschichte gibt es jeweils mehrere Versionen. Sie sind abhängig davon, wer sie gerade erzählt. Die unseriösesten Aussagen bekommt man dort, wo man sie am wenigsten erwartet. Und fast alle Beteiligten sehen sich in der Opferrolle.

Es ist mittlerweile ziemlich nervig, jedes Jahr die gleichen Schlagzeilen zu lesen. Schon im letzten Jahr machte sich die "Freie Presse" Sorgen um Holzhau. Und wenn sich nicht die "Freie Presse" Sorgen macht, ist es die "Sächsische Zeitung" oder gar "BILD".

Kurz gesagt: Wir glauben, dass wir von holzhau.de, selbst als Einheimische, mit Vollzugriff auf frühere Gemeinderatsbeschlüsse und die Ortschronik, noch längst nicht an dem Punkt sind, um uns zu diesem Thema öffentlich zu äußern. Das wollten wir eigentlich beibehalten.

Umso erstaunlicher ist, dass sich die "Freie Presse" nun berufen fühlt, Halbwissen zu veröffentlichen und mit einer ziemlich einseitigen Darstellung "Stimmung" zu machen. Es war zu erwarten, dass man sich auf der Basis eines oberflächlich recherchierten Artikels eine "Meinung" aufdiktieren lässt und sich anschließend in den sozialen Netzwerken gegenseitig zerfleischt.

Wir möchten davor warnen, sich mit Weglassungen, Halbwahrheiten und Lügen "informieren" zu lassen und sich auf dieser Grundlage eine Meinung zu bilden.

Statt dessen empfehlen wir, den Beteiligten Fragen zu stellen. Unangenehme Fragen. Beispielsweise, weshalb es der Vertrag zwischen der Gemeinde Holzhau und den früheren Grundstücksbesitzern nicht geschafft hat, ins Grundbuch eingetragen zu werden. Wollte die Gemeinde nicht eine "Einmalzahlung" für 25 Jahre im Voraus  leisten, welche etwa der Höhe der Grundsteuer für diesen Zeitraum entsprach? Ist das "per Handschlag" zugesicherte Geld denn wirklich gezahlt worden oder hat man gehofft, die Grundstückseigentümer austricksen zu können?

Wie sollte die Zahlung denn erfolgen? In einem Briefumschlag? "Schwarz"? Mit öffentlichen Geldern? Gibt es für die Zahlung einen Nachweis?

Kann man Verträge wirklich für 25 Jahre "per Handschlag" vereinbaren, wenn alle Beteiligten kurz vor dem Rentenalter stehen? Wie zukunftssicher war das?

Wer hat diesen Lift eigentlich finanziert, wenn fundamental wichtige Verträge (angeblich) "per Handschlag" verabredet worden sind? Wer zahlt mehrere hunderttausend DM aus, wenn er sich auf einen "Handschlag" verlassen muss?

Gefragt werden darf auch, ob und warum die Gemeinde Rechenberg nach der Gemeinde-Fusion beschlossen hat, sämtliche früheren Beschlüsse des Gemeinderates Holzhau für null und nichtig zu erklären.

Hat man sich etwa mit dem "Nichtanerkennen von Beschlüssen" jetzt selbst die Füße weggeschlagen?

Welche Rolle spielen eigentlich jene Einwohner, welche zur fraglichen Zeit im Gemeinderat zu Rechenberg saßen und mit ihrer Stimme dafür gesorgt haben, dass die heutigen Probleme entstanden sind? Können diese Personen nachts noch ruhig schlafen? Haben sie damals wirklich (ihrem Wählerauftrag und Eid entsprechend) zum Wohle des Ortes gehandelt?

Interessant wäre, wenn an die Öffentlichkeit käme, weshalb die Gemeinde Rechenberg "kein öffentliches Interesse" daran hatte, ihr Skigebiet zu schützen. Immerhin hat man einen Skilift auf ein fremdes Privatgrundstück gebaut. Bezahlt hat das der Steuerzahler. Man hatte kein öffentliches Interesse daran, eine mit öffentlichen Mitteln finanzierte Investition für die Zukunft zu sichern?

Die Vorbesitzer haben der Gemeinde das Grundstück nochmals zum Kauf angeboten. Diese hat jedoch abgelehnt - obwohl der Tourismus das "Schwergewicht" unseres Ortes sein soll.

"Schwergewicht"? Eine solche Behauptung ist eine Herabwürdigung aller anderen Unternehmer unseres Dorfes. Es gibt in unserem Ort ein Möbelwerk, mehrere Baufirmen, eine Brauerei, eine sehr gut und breit aufgestellte Agrargenossenschaft und viele, viele "kleine" Handwerker. Sie alle arbeiten das ganze Jahr, größtenteils unabhängig von Schneehöhen und beschäftigen wesentlich mehr Menschen als die Tourismusbranche. Mit ihrem Steueraufkommen subventionieren sie seit einem Vierteljahrhundert so manches, was der Tourismus aus eigener Kraft nicht auf die Beine stellen kann. Es muss erlaubt sein, das einmal öffentlich zu würdigen. Gerade jetzt, wo für die neue Mountainbike-Trasse schon wieder nach Fördermitteln gerufen wird.

Eine weitere Frage ist, weshalb es die Gemeindeverwaltung widerspruchslos zugelassen hat, dass die Europäische Union und das Umweltministerium des Freistaates Sachsen das Gelände am Skilift zum "Natura-2000-Schutzgebiet" (FFH) erklärt haben. Bereits vor über 20 Jahren! Das entspricht der gleichen Schutzstufe, welche in Moldava dafür gesorgt hat, dass man dort (bisher) keinen Windpark errichten durfte.

Wie ist es zu erklären, dass man in einem Europäischen Schutzgebiet Beschneiungsanlagen bauen durfte? Wo sind die Baugenehmigungen und die ökologischen Gutachten dazu? Welche Kontrollinstanzen haben hier versagt?

Als der Skilift 1993/1994 von der Gemeindeverwaltung zur Bewirtschaftung ausgeschrieben wurde: Wo sind die Angebote der anderen Interessenten -beispielsweise jener aus Holzhau- abgeblieben?

2000 Euro Pacht im Jahr sind das "Hundertfache des ortsüblichen Preises"? Wirklich? Was bekommt man in Holzhau noch für 20 Euro? Es reicht kaum für Skipass, Parkgebühren und eine Bratwurst. Für 250-300 Euro und mit etwas Glück kann man in Holzhau eine Garage mieten. Selbst wenn es wirklich 2000 Euro Pacht wären, bleiben bei zwei Hektar Land gerade mal 10 Cent pro Quadratmeter. Für einen ganzen Winter.

Von den "2000 Euro" hat man bisher nur in der "Freien Presse" gehört. Auf dem aktuellen Pachtvertrag, der jedoch nicht unterschrieben wurde, soll eine Zahl weit unter 1000 Euro stehen.

Richtig ist, dass nach der Wende (noch) viele Absprachen per Handschlag besiegelt wurden. Das war aber auch eine Zeit, in welcher man (noch) davon ausging, dass das Wort eines Bürgermeisters bzw. einer Gemeinde (noch) etwas gilt. Leider ist es heutzutage vielerorts so, dass  sich die jeweiligen Amtsinhaber darauf berufen, "dass sie für die Absprachen ihrer Amts-Vorgänger nicht verantwortlich gemacht werden können".

Abschließend: Man kann davon ausgehen, dass in der "Affäre Skilift" krampfhaft versucht wird, die Angelegenheit "im Dunklen zu lassen". Zu viel Unangenehmes käme an die Öffentlichkeit, wenn alle Fragen beantwortet würden. Daher sollte man, was die Bildung der eigenen Meinung betrifft, einfach nur skeptisch sein.

Ihre Redaktion von Holzhau.de

 


 

 

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 11.12.2017
Aktuell: 21.02.2018
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