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Für Hobbyhistoriker: "Gesetze und Verordnungen des Königreiches Sachsen von 1834"

Für Hobbyhistoriker:
Bucheinband Gesetze und Verordnungen des Königreiches Sachsen von 1834

Die Geschichte unserer sächsischen Heimat spiegelt sich (auch) in ihren Gesetzen wider. Seit geraumer Zeit tauchen immer mehr historische Dokumente im Netz auf. Eine 588 Seiten starke, digitale Ausgabe der "Sammlung der Gesetze und Verordnungen für das Königreich Sachsen aus dem Jahre 1834", "mit königlich-sächsischem allergnädigsten Privilegio" in Dresden gedruckt und "zu finden in der Hofbuchdruckerei" gibt es jetzt bei Google Books.

Aus heutiger Sicht liest man viele Gesetze und Verodnungen mit einem Schmunzeln. Es ist abzusehen, dass es zukünftigen Generationen bei unseren heutigen Gesetzen ebenso ergehen wird.

Die Regelungen für "Fleischliche Vergehungen" stehen im Jahre 1834 zwischen "Fleischergewicht" und "Fleischsteuerbefreiung". 

Die Verordnung Nr. 13 vom 15.Februar 1834 regelt das Fest der Verkündigung Maria, "weil es in diesem Jahr auf einen Dienstag fällt" und "hierdurch die Frohn- und Dienstpflichten auf keinerlei Weise benachtheiligt werden" sollen: "Am 25.März des laufenden Jahres sollen den Unterthanen weder herrschaftliche noch landesherrliche Dienste und Frohnen angesonnen werden". Dem "Zwangsgesinde" habe man an diesem Tag "bessere, oder andere Kost, als gewöhnlich, zu reichen".

Das "Heimatgesetz" vom 26.November 1834 regelte den Aufenthaltsort der sächsischen Untertanen.

"§ 1: Jeder Staatsangehörige des Königreichs Sachsen muss zu irgend einem Heimathsbezirk desselben in dem Verhältnis der Heimatangehörigkeit stehen."

"§ 8:Jeder sächsische Staatsangehörige ist demjenigen Orte heimatangehörig, an welchem

  • a) er zuletzt die Heimatangehörigkeit
  1. ) durch ausdrückliche Ertheilung, oder
  2. ) durch Ansässigkeit mit einem Wohngebäude, oder durch Gewinnung des Bürgerrechts erlangt hat, außerdem aber
  • b) an dem Orte, wo er geboren ist.

Ausdrückliche Ertheilung der Heimathsangehörigkeit steht der Ortsobrigkeit, aber nur unter verfassungsmäßiger Zustimmung der Gemeinde des Heimaths- und Armenversorgungsbezirks zu."

Kurios sind die Formulierungen zum Aufenthaltsort von Ehefrauen und Witwen:

"§ 11: Ehefrauen theilen die Heimath ihrer Ehemänner."

"§ 12: Witwen behalten die Heimath ihres letzten Ehemannes bei."

Bei geschiedenen Ehepaaren, so will es der Paragraph 14, trat mit der Trennung "diejenige Heimath der geschiedenen Ehefrau wieder ein, welche sie vor Eingehung der getrennten Ehe hatte." An dieser Stelle darf im Jahre 2018 natürlich laut gelacht werden.

Bei verübten Verbrechen, unredlichem Verhalten oder unzüchtigem Gewerbe konnte eine Gemeinde den unehrenhaften Einwohner der Heimat verweisen. "Dienstloses Gesinde" oder "arbeitslose Diener" durften jedoch nicht abgewiesen werden. 

Dass das Königreich Sachsen vor knapp 200 Jahren schon Probleme mit dem "Schwarz-Brennen" von Schnaps oder dem "Schwarz-Brauen" von Bier hatte, geht aus der "Verordnung Nr. 87" hervor, in welchem auf die "Anmeldung von Branntweinbrennereien und Bierbrauereien" hingewiesen wird. In dieser Verordnung kann man lesen, dass es von Seiten der sächsischen Zoll-und Steuerdirektion Untersuchungen gegen Branntweinbrennerei-Besitzer "wegen  unterlassener Anmeldung ihrer Gewerbsanstalten" gab.

Alles in allem ist es eine interessante, erhellende und oft auch heitere Lektüre für dunkle Winterabende, die wir für Sie unten verlinkt haben.


Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 11.01.2018
Aktuell: 11.01.2018
Seitenaufrufe: 306
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