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"Ich liebe den Sommer im Erzgebirge - Es ist der schönste Tag des Jahres!"

(Veröffentlicht am 22.06.2018)

Ich liebe den Sommer im Erzgebirge - Es ist der schönste Tag des Jahres! wetter holzhau sommeranfang Temperatursturz zum Sommeranfang 2018
Temperatursturz zum Sommeranfang 2018

Nach einem wohl "einmaligen" Frühling im Erzgebirge, der uns vom 5. April bis zum 11. Juni ein fast durchgehendes Gefühl von "Sommer" vermittelte und noch einmal bis zum 21. Juni sommerlich nachlegte, kam pünktlich zum kalendarischen Sommerbeginn der "Kälteschock".

Nur 5.3°C hat die Wetterstation Holzhau am 22.6.2018 um 4:15 Uhr gemessen. Am Donnerstag, den 21.6. waren es gegen Mittag immerhin noch 28.8 °C. Bis Mitternacht fiel die Temperatur um 20 K und bis zum Freitag Morgen nochmals um weitere 3 K.

Der Wetterumschwung in den "Sommer" kam mit einem spürbaren Luftdruckabfall und heftigem Wind einher. Sturmschäden blieben bisher aus.

Zugegeben, April und  Mai haben es mit Durchschnittstemperaturen von 10,73 °C und 14,55 °C jeweils auf Platz 1 unserer "Extremwerte-Liste" gebracht.

Die "Eisheiligen" waren in diesem Jahr kaum zu spüren. Leichten Frost gab es nur am 27.4. und am 2.5.2018. Das Jahr 2018 war also kein Gartenjahr, in welchem man sich im Mai über erfrorene Pflanzen ärgern musste. Die Durchschnittstemperaturen lagen fast immer über 8°C, wenn man vom 26. und 27. April absieht. 

April und Mai waren aber auch Monate, die es mit den Niederschlägen nicht allzu gut gemeint haben. Zwar sind im Freiberger Muldental alle Wiesen saftig grün, doch der Eindruck täuscht. Aus der Nähe betrachtet, sind nur lange, dünne Halme gewachsen. Die untersten 10 Zentimeter der Grasschicht sind braun und grau. Wer seinen Rasen allzu knapp gemäht hat, ärgerte sich danach über ausgedörrte Stellen.

Daran konnten die wenigen Regenschauer im April kaum etwas ändern. Mitte Mai wurde es der Natur dann doch zu trocken. Die Niederschlagsreserven vom Winter waren fast aufgebraucht. Was man nicht künstlich bewässerte, wuchs nicht mehr weiter. In Bachläufen und in der Freiberger Mulde war der Wasserstand gering.

Im Zeitraum vom 22.5.2018 bis zum 22.6.2018 fielen immerhin 38 Liter Regen pro Quadratmeter. Der Regen kam wohldosiert in 3 größeren Schüben zu je 10-12 Liter/m². Die Natur nahm es dankend an.

Aus vergangenen Jahren kennen wir Gewitter, bei denen die gleiche Menge Regen innerhalb weniger Stunden fiel. Als Beispiel sei hier das Unwetter vom 22.5.2009 genannt, bei dem innerhalb von 30 Minuten 22 Liter Regen und Hagel vom Himmel kamen. Das Video haben wir am Ende des Artikels verlinkt.

Die Unwetter und Gewitter, mit denen sich Holzhau in den vergangenen Jahren herumplagen musste, machten in diesem Frühjahr einen Bogen um unser Tal. Unser Ort war mehrfach von Gewittern umgeben - sie zogen über Seiffen oder Altenberg hinweg, manchmal sogar gleichzeitig. Es gab mehrmals Unwetterwarnungen wegen Starkregens oder Hagel bis 3 cm Korngröße. Keines dieser Unwetter erreichte uns.

Auffällig war im Frühjahr 2018, dass es wochenlang Ostwind und Südostwind gab. Trotzdem schaffte es keines der vielen Gewitter, aus Tschechien heraus den Erzgebirgskamm zu überqueren.

Unsere Medien überschlugen sich in den vergangenen Wochen mit Wetterbeschreibungen wie "Der wärmste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen". In der Wikipedia kann man nachlesen: Spricht man heute von "Seit dem Beginn der Wetteraufzeichnung" so ist damit maximal der Zeitraum ab 1781 gemeint. In manchen Regionen aber auch viel kürzere Zeiträume von lediglich einigen Jahrzehnten. 

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Frühjahr 2018 als Beweis für historische Wetteraufzeichnungen dienen kann. So heißt es im Jahre 1809: "Es gab einen außergewöhnlichen milden und warmen Februar. Die Leute fingen schon in diesem Monat an, die Felder zu bestellen, trotzdem war die Ernte gering."

1927 schrieb man: "Der Sommer war gleich dem Jahre 1928 sehr warm. Heu- und Getreideernte gingen schnell vorwärts. Temperaturen von 35 Grad Celsius im Schatten waren nicht selten, doch machte sich bei der anhaltenden Trockenheit, wie im Vorjahr, äußerster Wassermangel fühlbar."

Und aus dem Januar 1328  erfährt man: "Im Erzgebirge wird die Saat ausgebracht, im Mai wurde geerntet."

Bleibt zu hoffen, dass -allen Unkenrufen zum Trotz- der "richtige" Sommer noch nach Holzhau finden wird. 



 

 

 

 

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 22.06.2018
Aktuell: 17.08.2018
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