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Überraschung! Die "Erzgebirgscard" wird zum Jahresende eingestellt

(Veröffentlicht am 20.08.2018)

Überraschung! Die Erzgebirgscard wird zum Jahresende eingestellt erzgebirgscard tourismusverband erzgebirge  Die Erzgebirgscard wird eingestellt (Screenshot der Webseite TV Erzgebirge)
Die Erzgebirgscard wird eingestellt (Screenshot der Webseite TV Erzgebirge)

Der Tourismusverband Erzgebirge sorgt in diesen Tagen für eine große Überraschung. Die seit 15 Jahren angebotene "Erzgebirgscard" wird eingestellt. Das berichten sowohl die "Freie Presse" als auch "Tag24". Auf der Webseite des Erzgebirgischen Tourismusverbandes findet man keine direkte Information darüber. Es gibt lediglich den Hinweis, dass die Erzgebirgscard nur noch bis zum 31.12.2018 gültig sei.

Holzhau.de hat beim Tourismusverband Erzgebirge zum angeblichen Aus der Erzgebirgscard nachgefragt. Als Antwort wurde uns mit wenigen Worten mitgeteilt, dass es keine offizielle Pressemeldung zur Einstellung der Erzgebirgscard gibt. Man verweist auf den oben bereits genannten Text zur Gültigkeit der Karte bis zum 31.12.2018. Die Berichterstattung der "Freien Presse" wird jedoch nicht dementiert. Dass dem Tourismusverband Erzgebirge die Einstellung der Erzgebirgscard nach 15 Jahren noch nicht mal eine Pressemeldung wert ist, stimmt nachdenklich.

Recherchiert man im Web nach "Erzgebirgscard", findet man rund 19000 Einträge. Der Webseite des Tourismusverbandes zufolge bekamen Besitzer der Erzgebirgscard kostenlosen Eintritt in 100 Einrichtungen des Erzgebirges. Viele weitere Anbieter gewährten Rabatte auf Eintrittspreise und touristische Leistungen. Zudem war die Erzgebirgscard als Fahrschein für Busse und Bahnen des Verkehrsverbundes Mittelsachsen verwendbar.

Die maximale Buchungsdauer betrug 4 Tage. Diesen Zeitraum durfte man entweder zusammenhängend nutzen oder auf vier einzelne Tage splitten. Die Erzgebirgscard konnte man online und an rund 150 Verkaufsstellen erwerben.

Als Grund für die Abschaffung der Erzgebirgscard wird europäisches Recht genannt. Angeblich handele es sich um eine Pauschalreise, wenn man rabattierte Eintrittspreise für Museen mit dem kostenlosen Fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln als Paket verkauft. Der verwaltungstechnische Aufwand sei den Erzgebirgern zu hoch, liest man. Im letzten Jahr wurden immerhin 5321 Erzgebirgscards verkauft, schreibt die "Freie Presse".

Das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen meldet für das Erzgebirge in 2017 insgesamt 1 058 072 anreisende Gäste. Das bedeutet, dass nur 0,5 Prozent der Anreisenden eine Erzgebirgscard gekauft haben. Einheimische Kartenkäufer bleiben hier leider in der statistischen Grauzone.

Möglicherweise hat die Erzgebirgscard ein Marketingproblem? Wurde den Gästen vor oder bei der Anreise eine Erzgebirgscard aktiv angeboten? Waren die Verkaufsstellen zu den "tourismusrelevanten Zeiten" überhaupt geöffnet? Gab es denn für die Hoteliers tatsächlich einen messbaren Anreiz, Erzgebirgscards zu vermarkten?

Und ja, es soll sogar alteingesessene Erzgebirger geben, die die Erzgebirgscard und ihre Rabatte bis heute nicht kennen.

Österreich und Tschechien sind ebenfalls in der EU und unterliegen dem gleichen Recht. Wir werden sehen, ob es den Touristikern in unseren Nachbarländern ebenfalls "zu viel Aufwand" sein wird, wenn sie ähnliche Angebote auf den Markt bringen. Aus Österreich wissen wir, dass man vergleichbare Angebote schon bei der Buchung mitbestellen und bezahlen kann - natürlich online.

Weitere Informationen finden Sie in den unten verlinkten Presseberichten. 


 

 

 


 

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 20.08.2018
Aktuell: 20.08.2018
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