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Holzhau im Osterzgebirge - Vom Holzfällerdorf zur Tourismusregion (1)

Holzhau im Osterzgebirge - Vom Holzfällerdorf zur Tourismusregion (1) holzhau Blick von Holzhau - Oberdorf ins Freiberger Muldental / Foto: T. Bellmann
Blick von Holzhau - Oberdorf ins Freiberger Muldental / Foto: T. Bellmann

"Raus aus dem stressigen Großstadtgetümmel und hinein ins Holzhauer Muldental"! Holzhau ist für Erholungssuchende und Geistesschaffende zu jeder Jahreszeit der richtige Ort im Osterzgebirge. In einer Höhenlage von 600 m bis 806 m über NN erstreckt sich die ideal gelegene Tourismusregion, eingebettet in steile und flache Hänge, durch das Tal der oberen Freiberger Mulde. Wunderbare Natur, herrliche Ruhe und frische Bergluft, das sind die Markenzeichen des Ortes im Osterzgebirge mit einer über 100jährigen Fremdenverkehrstradition.

Noch vor der eigentlichen Gründung des Ortes standen im "Fischerwald" mehrere Glashütten, die als "im Walde hinter Holzhau, besonders auf der Hüttstadt" erwähnt sind. Reste von Glasöfen, Brennherden, Glasschlacken, Stücke von starken Schmelztiegeln wurden dort gefunden.

Im Jahr 1532 kaufte der Landesherr Herzog Georg den Wald zwischen Mulde, Bitterbach und Böhmischer Landstraße von "Kaspar von Schönberg auf Purschenstein und Rechenberg". Den dort arbeitenden Holzfällern wurde gestattet, sich auf diesem Flecken Erde anzusiedeln. Auch wenn in verschiedenen Chroniken etwas anderes steht, ist davon auszugehen, daß die neue Ansiedlung rein praktischer Natur war. Die Arbeitswege innerhalb des Tales waren nach den langen Arbeitstagen möglichst kurz zu halten. Verkehrsmittel standen im unwegsamen Gelände nicht zur Verfügung.

Der heutige Erholungsort wurde im Jahr 1534 von "Holzeinschlägern" gegründet, die den "Miriquidi" (Schon von den Römern wurde unsere Region als "Urwald" bezeichnet) rodeten, um den unersättlichen Holzbedarf der Bergbau- und Hüttenstadt Freiberg zu decken. Nahezu 350 Jahre lang wurde das Holz im Flußbett der Freiberger Mulde zur ca. 30 Kilometer entfernten Stadt geflößt. Interessante Reste des Floßgrabensystems sind bis heute erhalten geblieben.

Holzhau erhielt seinen Namen durch den historischen Holzeinschlag als Rodungsinsel. In früheren Aufzeichnungen ist vom "Holz-Gehau", "Holtzhawe" und der "Oberen Brettmühle" die Rede. Im Jahr 1542 wurden im Landsteuerverzeichnis 23 ansässige Bauern aufgeführt, die hier schon 6 Jahre gewohnt hatten.

Zum Zeitpunkt der Ansiedlung war die Grenzfrage zu Böhmen noch völlig ungeklärt. Die Streitereien um das Holz der Region wurden zwischen den Burgherren über lange Jahre geführt. Ein Stück Wald heißt deswegen heute noch das "Kriegsstück".

Holzhau ist von großen, zusammenhängenden Wäldern umschlossen, im Norden vom Töpferwald, im Süden vom Fischerwald. Das Tal der Freiberger Mulde verläuft in Ost-West-Richtung durch den Ort und wird von mehreren kleinen Nebentälern, sogenannten "Tellen" durchbrochen. So gibt es die "Brett-Telle", die "Richter-Telle", die "Drei-" und die "Viertelle" sowie die "Teich-Telle". Die Benennung der Seitentäler hat ihre jeweils eigene Geschichte. Für die Besiedlung des Ortes waren drei Bereiche von Bedeutung: Das Tal der Freiberger Mulde, das Tal der Bitterbach und die Holzflößer - Siedlung am "Teichhaus".

Holzhau spielte im erzgebirgischen Bergbau nur als Rohstofflieferant für die Holzkohleproduktion eine Rolle. Schürf- und Bohrversuche wurden zwar in allen Jahrhunderten gemacht, gefunden wurde jedoch kaum etwas. In den Holzhauer Wäldern sind einige Reste dieser geologischen Erkundungen zu finden. Muskowitgneis (Rotgneis), Zweiglimmergneis (Graugneis) und Granitporphyr sind die am meisten vorhandenen Gesteinsarten. Es gibt zwar immer wieder aufkeimende Gerüchte über angebliche Silber- und Goldfunde in früheren Jahrhunderten, diese sind aber nicht wissenschaftlich belegt und gehören damit ins Reich der Sagen und Märchen. Der 805 Meter hohe "Drachenkopf" am nördlichen Muldenhang und die nur einen Meter höhere "Steinkuppe" (806m) in der Nähe der "Fischerbaude" sind vulkanischen Ursprungs.

Obwohl Holzhau auf einem der bedeutendsten Kalkvorkommen Deutschlands steht, ist davon im Quellwasser nichts zu spüren. Die Gesamthärte des Wassers beträgt weniger als 1, was für Menschen, die nach dem Duschen oder Baden unter austrocknender Haut leiden, sehr angenehm ist. Die im Wasser gelöste Kohlensäure schiebt den PH-Wert in einen leicht sauren Bereich. Wird das Wasser erwärmt, perlt das Kohlendioxid aus. Die besondere Güte des Wassers macht Kaffee und Tee sehr aromatisch und verhilft dem "Rechenberger Bier" und dem "Rechenberger Tafelwasser" zu seinem einzigartigen, angenehmen Geschmack.

 


Informationen zu diesem Artikel:

Redakteur: Tino Bellmann
Erstellt: 14.06.2005
Aktuell: 23.02.2016
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