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Das (vorläufige) Wahlergebnis der Europawahlen 2019 für Sachsen

(Veröffentlicht am 27.05.2019 • Geschätzte Lesedauer: 2-6 Minuten)

Das (vorläufige) Wahlergebnis der Europawahlen 2019 für Sachsen eu parlamentswahl sachsen afd cdu  Wahlergebnis der EU-Parlamentswahl für Sachsen: Die AfD ist fast überall stärkste Partei
Wahlergebnis der EU-Parlamentswahl für Sachsen: Die AfD ist fast überall stärkste Partei

Am 26.5.2019 fanden im Freistaat Sachsen Wahlen zum 8. Parlament der Europäischen Union statt. Die Sachsen nahmen sehr zahlreich an der Wahl teil. Die Wahlbeteiligung stieg gegenüber der letzten EU-Wahl um 14,5 Prozent. Sie lag somit bei 63,7 Prozent.

Beängstigend ist die Zahl der in Sachsen als "ungültig" bewerteten Wahlzettel. 40796 Stimmen, das sind 1,9 Prozent insgesamt, wurden als "ungültig" eingeordnet. Als Vergleich dazu: Es ist ungefähr die Einwohnerzahl unserer Kreisstadt Freiberg. Gegenüber der Wahl von 2014 sind es trotzdem 0,9 Prozent weniger ungültige Stimmen.

Die EU-Wahl sollte auch als Stimmungsbarometer für die bevorstehende Landtagswahl betrachtet werden. Die nebenstehende Grafik zeigt: Die CDU hat in Sachsen eine gewaltige Klatsche bekommen. Die Zeiten, in welchen Sachsen ein "sicheres Heimatland der CDU" war, sind vorbei.

Lediglich in drei Landkreisen (Vogtlandkreis, Leipziger Land, Zwickau) lag die CDU um wenige Prozente und Promille vorn.

In Leipzig gewannen die Grünen haushoch. Sie übertrumpften die CDU um 4,1% und die AfD um 4,7%. Die Stadt Leipzig ist jener Platz, an welchem die CDU mit 16,1% ihr schlechtestes Wahlergebnis in ganz Sachsen einfuhr.

Alle anderen neun Wahlkreise, darunter Dresden und Chemnitz, gingen an die AfD. Mit einem Stimmenanteil  von 32,9 Prozent lag der Landkreis "Sächsische Schweiz / Osterzgebirge" knapp vor Görlitz (32,4 %).  Der Stimmenanteil für die AfD zeigt in Sachen ein deutliches Ost-West-Gefälle. Je weiter ostwärts, desto höher der AfD-Stimmenanteil. (Ausnahme: LK SSOE).

In der Landeshauptstadt Dresden lieferten sich die AfD, CDU und die Grünen ein Kopf-an-Kopf-Rennen, welches mit dem Ergebnis "19-18-17" endete.

Weshalb auf den Wahlzetteln drei verschiedene Tierschutzparteien auftauchten, war dem sächsischen Wähler nicht ganz klar. Dementsprechend schlecht sind auch die Wahlergebnisse: 0,3 Prozent für die "Tierschutzallianz", 0,3 Prozent für "Tierschutz hier!" und 1,5% für die "Tierschutzpartei".

Die wenigsten Stimmen in ganz Sachsen bekam die "SGP", die "Soziale Gleichheitspartei". Lediglich 470 Stimmen fielen an sie. 719 Stimmen bekam die "BIG-Partei", das "Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit". Selbst die Holzhau.de-Redaktion musste für diesen Artikel erst einmal recherchieren, wer sich hinter diesen Namen verbirgt. Daraus (und aus dem Wahlergebnis) kann man ableiten, welche Öffentlichkeitsarbeit diese Parteien bisher gemacht haben.

Die SPD spielte in den vergangenen Jahrzehnten eine immer kleinere Rolle. Derzeit liegt ihr Stimmenanteil noch bei 8,6 Prozent und sie verlor im Vergleich zu 2014 ganze 7 Prozent der Wähler. Es mathematisch nicht ganz korrekt, wenn man behauptet: "Die SPD hat es geschafft, in nur 5 Jahren die Hälfte ihrer sächsischen Wähler zu verprellen."

Die SPD liegt damit hinter den Linken, die sachsenweit 11,7 % erreichte. Doch auch die Linke muss mit Verlusten kämpfen, es sind -6,6 Prozent im Vergleich zu 2014. Ach das sind "ungefähr" ein Drittel weniger als 2014.

Die FDP schaffte 4,7 Prozent. Es klingt wenig. Sie hat aber im Vergleich zur letzten Wahl um 2,1 Prozent zugelegt.

Als Zusammenfassung: Es gab bei der  Wahl zum 8. EU-Parlament in Sachsen vier Gewinner: Die AfD mit +15%, die Grünen mit +4,3%, die FDP mit +2,1% und die "Sonstigen" mit +3,5%. Die Verlierer heißen CDU mit -11,5%, SPD mit -7,0% und Die Linke mit -6,6 Prozent.

Quelle des Zahlenmaterials und Bildquelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen. 


Nachtrag: Der tschechische "Denik" (denik.cz) bezeichnete das Wahlergebnis von CDU und SPD in Deutschland am 30.5.2019 für beide Parteien als "politische Katastrophe" . Sie seien bei der deutschen Bevölkerung weniger beliebt als vor 100 Jahren.


Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 27.05.2019
Aktuell: 30.05.2019
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