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Wahl zum 8. Parlament der Europäischen Union - So wählten die Mittelsachsen

(Veröffentlicht am 27.05.2019 • Geschätzte Lesedauer: 2-6 Minuten)

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Die Wahlergebnisse als Grafik für den Landkreis Mittelsachsen

Als zweiten Teil unserer kleinen EU-Wahl-Nachlese möchten wir das Wahlverhalten im Landkreis Mittelsachsen betrachten. Der Blick auf die nebenstehende Grafik zeigt: In Mittelsachsen gibt es große Gebiete mit vorwiegend ländlichem Charakter, wo die AfD haushoch gewann.

Es handelt sich dabei oft um grenznahe, strukturschwache Regionen oder um Gemeinden, die nach 30 Jahren immer noch den Eindruck vermitteln, sie seien vom Fortschritt komplett abgehängt. Und es soll in Mittelsachsen ja sogar Orte geben, in denen man das Gefühl des Niedergangs bekommt.

In Mittelsachsen betrifft das hauptsächlich den Bereich südlich der Autobahn A4. Doch auch die Wähler in den Dörfern um Ostrau, Großweitschen, Zschaitz-Ottewig oder Königsfeld gaben lieber der AfD ihre Stimme. Ausnahmen sind lediglich Großhartmannsdorf, wo die CDU hauchdünn (0,2 Prozent) vorn liegt und Leubsdorf, wo die CDU sogar 5,4% Abstand zur AfD errang. 

Ansonsten gab es für die AfD Wahlergebnisse jenseits der 30 Prozent-Marke. Den größten Stimmenanteil hatte die AfD mit 43,5 Prozent in Dorfchemnitz. In Weißenborn waren es 36,2 Prozent.

Die Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle mit den Ortsteilen Holzhau und Clausnitz liegt mit einem AfD - Wahlergebnis von 34,7 Prozent ebenfalls sehr weit vorn. 

In der Kreis- und Universitätsstadt Freiberg wählte man die AfD ebenfalls zur stärksten politischen Gruppierung. Die Stimmenanteile der Parteien sind jedoch anders verteilt. Die AfD kommt in Freiberg auf 25,9 Prozent, die CDU auf 20,8 Prozent. Die Linke schafft 11,4 Prozent, die Grünen errangen 9,5 Prozent. SPD und FDP kommen auf 8,8 und 4,8 Prozent.

Die Grünen erzielten in unserer Kreisstadt -falls wir nichts übersehen haben- das beste Wahlergebnis in ganz Mittelsachsen.

Im Vergleich dazu hatten die Grünen bei den naturnah lebenden Wählern in den mittelsächsischen Dörfern keine Chance.

Nach den offiziellen Statistiken des Freistaates Sachsen gibt es für die Grünen beispielsweise in den Gemeinden Rechenberg-Bienenmühle, Neuhausen, Dorfchemnitz, Weißenborn, Zschaitz-Ottewig und sogar in Großhartmannsdorf keine erwähnenswerten Stimmenanteile. Das Wahlergebnis fällt dort unter "Sonstige". In den erzgebirgischen Kleinstädten Sayda und Frauenstein wählten 5,0 und 6,1 Prozent die Grünen.

Die Linke geht in vielen Orten als drittstärkste Kraft aus der Wahl hervor. Auch in Rechenberg-Bienenmühle gab es für sie 6,2 Prozent. Im Vergleich dazu erhielt sie in Dorfchemnitz keine statistisch relevanten Stimmen.

Die SPD hat sich in unserer Kreisstadt Freiberg auf ein Wahlergebnis von 8,8 Prozent heruntergewirtschaftet. Innerhalb von 5 Jahren verlor sie die Hälfte ihrer Wähler (-8,6 Prozent). Welche Rolle dabei der Aufsehen erregende Parteiaustritt des Freiberger Oberbürgermeisters Sven Krüger gespielt hat, müsste man genauer beleuchten.

Erwähnenswert ist der hohe Anteil der "Sonstigen" mit 15,5 Prozent. Offenbar ist ein großer Teil der Wähler der Ansicht, er werde von einer kleineren Partei wesentlich besser vertreten als von den "etablierten". Eine andere Theorie könnte sein: "Ja, ich will auf jeden Fall wählen, um meinen Protest gegen die derzeitigen politischen Verhältnisse zum Ausdruck zu bringen." Es ist die Aufgabe der Wahlforscher, das herauszufinden.

Fassen wir das Wahlergebnis für den Landkreis Mittelsachsen noch einmal zusammen: 

  • AfD 28,4 % (+19 %)
  • CDU 26,7 % (-13,1 %)
  • Die Linke 10,6 % (-6,7 %)
  • SPD 7,9 % (-6,2 %)
  • Grüne 6,3 % (+2,8 %)
  • FDP 4,7 % (+1,9 %)
  • Sonstige 15,5 % (+2,4 %)

Werte in Klammern: Vergleich zur Wahl 2014

Bildquelle und Zahlenmaterial: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen


 

 

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 27.05.2019
Aktuell: 27.05.2019
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