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Kreistagswahlen in Mittelsachsen 2019 - Das amtliche Ergebnis liegt vor

(Veröffentlicht am 27.05.2019 • Geschätzte Lesedauer: 4-10 Minuten)

Kreistagswahlen in Mittelsachsen 2019 - Das amtliche Ergebnis liegt vor kreistagswahl mittelsachsen wahlergebnis sitzverteilung mittweida döbeln freiberg Wahlergebnis Kreistagswahl Mittelsachsen 2019
Wahlergebnis Kreistagswahl Mittelsachsen 2019

Nachdem es am Montag Vormittag nicht möglich war, die Ergebnisse der mittelsächsischen Kreistagswahlen vorzustellen, zu bewerten und zu kommentieren, liegen am Dienstag Morgen endlich verbindliche Zahlen vor. Das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen veröffentlichte am Dienstag gegen 7 Uhr folgendes Ergebnis:

  • CDU 27,8 %
  • AfD 22,0 %
  • Freie Wähler 16,5 %
  • Die Linke 11,0 %
  • SPD 8,9 %
  • Grüne 5,5 %
  • Sonstige 8,3 %

Das Ergebnis für die Sitzverteilung und die künftige Frauenquote im Mittelsächsischen Kreistag liegt (lag) gegen 8 Uhr immer noch nicht vor (Aktualisierung siehe unten).

Unsere Gemeinde gehörte zum Wahlkreis 11, der sich aus den Orten Rechenberg-Bienenmühle mit Holzhau und Clausnitz, Frauenstein mit Nassau, Dittersbach und Burkersdorf, Bobritzsch-Hilbersdorf, Halsbrücke, Reinsberg und Großschirma inkl. Siebenlehn zusammensetzte. "Mittelsachsen-Ost" sozusagen.

Der Wahlkreis 11 hat in seiner Gesamtheit wie folgt abgestimmt: 

  • AfD 28,8 %
  • CDU 26,4 %
  • Freie Wähler (FW) 13,4 %
  • FDP 7,7 %
  • Regionaler Bauernverband 7,4 %
  • Die Linke 6,9 %
  • Sonstige 9,5 %

Und so verschieden wie die Landschaft sich darbietet, wurde in unserem Wahlkreis auch abgestimmt. Hier die Liste der Wahlsieger in den jeweiligen Gemeinden des Wahlkreises 11:

  • Rechenberg-Bienenmühle: Freie Wähler mit 36,7 %
  • Frauenstein: AfD mit 28,1 %
  • Bobritzsch-Hilbersdorf: CDU mit 38,7 %
  • Halsbrücke: CDU mit 33,3 %
  • Reinsberg: CDU mit 32,1 %
  • Großschirma: AfD mit 37,8 %
In den Gemeinden unseres Wahlkreises waren die Abstände zwischen AfD und CDU sehr deutlich. In Großschirma errang die CDU mit 13,2 % hinter der FDP mit 16,3 % nur den dritten Rang. Dort schaffte die SPD mit 9,5 % sogar Platz 4, während es in keiner anderen Gemeinde des Wahlkreises 11 für die SPD relevante Stimmen gab.
 
Die Grünen konnten in Großschirma Stadt und Reinsberg mit 6,3 und 6,9 Prozent punkten. Je weiter man ins bewaldete Gebirge schaut, umso geringer wird das Wahlergebnis für die Grünen: Halsbrücke 5,6 %, Bobritzsch-Hilbersdorf 3,5 % und Frauenstein 4,4 %. Frauenstein ist eine Ausnahme. In Stadtgebieten wählt man häufiger "grün", wie in Brand-Erbisdorf (Wahlkreis 12) mit 4,8 %, Wahlkreis 9 Freiberg 1 mit 6,5 % oder gar Wahlkreis 10 Freiberg 2 mit 10,9 % für die Grünen.  Es gab aber auch andere Extreme: In den Stadtgebieten Neuhausen und Sayda (Wahlkreis 12) gab es für die Grünen kaum Stimmen.
 
Während man in Großschirma knapp 10 Prozent an die SPD vergab, wählte man DIE LINKE überhaupt nicht. In der Nachbargemeinde Reinsberg hingegen bekam DIE LINKE 9,5 Prozent und wählte die SPD nicht. Statt dessen schaffte der Regionale Bauernverband RBV 14,3 %.
 
Im südlicher gelegenen Halsbrücke gab man der LINKEn noch 8,7 Prozent, wählte die SPD ebenfalls nicht, stimmte aber mit 10,9 % für den Regionalen Bauernverband.
 
In Rechenberg-Bienenmühle war das Wahlverhalten grundsätzlich anders. Die Freien Wähler siegten mit 36,7 Prozent, dahinter und weit abgeschlagen die AfD mit 24,7 Prozent. Die FDP errang mit 16,3 % Platz 3. Die CDU schaffte es mit 12,2 % nur noch auf  Platz 4. Kaum nennenswert DIE LINKE mit 3,6 %, der Regionalbauernverband mit 2,3 % und die "Sonstigen" mit 4,1 %. Für die "Grünen" gab es in unserem, von der Natur umgebenen Ort, nur minimale Stimmenanteile (Sonstige...).
 
Der Regionale Bauernverband RBV schaffte es nur in den nördlicheren Gemeinden des Wahlkreises 11, nennenswerte Ergebnisse zu erzielen: Halsbrücke, Reinsberg, Großschirma, Bobritzsch-Hilbersdorf. Im landwirtschaftlich geprägten Umfeld von Frauenstein erhielt er keine relevanten Stimmen. In Rechenberg-Bienenmühle schaffte er noch 2,3 Prozent. Ob es daran liegt, dass immer weniger Menschen in der Landwirtschaft arbeiten wollen?
 
Betrachten wir die "Freien Wähler" etwas genauer. Die Freien Wähler haben es im Gegensatz zu "etablierten Parteien" wesentlich schwerer, weil die Kandidaten meist nur in ihren jeweiligen Orten bekannt sind und die Wahlentscheidung wesentlich personenbezogener ausfällt.
 
Die "FW" scheinen in Rechenberg-Bienenmühle eine Hochburg zu haben. Als Kandidaten aus unserem direkten Umfeld stellten sich im Wahlkreis 11 die amtierenden Bürgermeister Hentzschel und Funke. Wie oben gelistet, schafften sie in ihren Heimatgemeinden Rechenberg-Bienenmühle und Frauenstein 36,7 und 26,0 Prozent. Aus Bobritzsch-Hilbersdorf traten der Feuerwehrbeamte Merkel und der Unternehmer Homilius an. Deren Ergebnis vor Ort: 16,9 %. Der Rentner Schlemminger ging für Halsbrücke in die Wahl, er konnte 8,3 % der Bürger für sich gewinnen.
 
Reinsberg hatte keinen eigenen Kandidaten, trotzdem stimmten 4,4 Prozent für die Freien Wähler.  Schlusslicht ist die Stadt Großschirma, wo es für die Freien Wähler keine relevanten Stimmen zu geben scheint. Hier war der Bergbauingenieur Ritter angetreten.
 
Schauen wir abschließend auf markante Wahlergebnisse im Landkreis Mittelsachsen.
 
Im Wahlkreis 14 (Augustusburg, Flöha, Niederwiesa) hat DIE LINKE mit 22,4 % ein Rekordergebnis eingefahren. Ihr folgen die AfD mit ebenfalls 22,4 % und die CDU mit 21,2 Prozent.
 
Im Wahlkreis 7 (Hainichen / Frankenberg) gab es für die SPD sensationelle 22,2 Prozent. Die Stadt Hainichen hat mit 40,3 Prozent für die SPD gestimmt, während das ebenfalls zum Wahlkreis gehörende Frankenberg 37,8 % an die CDU vergab und nur 11,0 Prozent an die SPD. Andrea Nahles und Martin Schulz stehen bestimmt Freudentränen in den Augen. Von solchen Wahlergebnissen kann die Bundes-SPD seit Jahrzehnten nur träumen. Obwohl beide Orte als "Stadtgebiet" gelten, errangen die Grünen im Wahlkreis 7 nur 4,3 Prozent.
 
Für die CDU gab es im Wahlkreis 10 (Freiberg 2) mit 15,0 Prozent das schlechteste Ergebnis. Im Wahlkreis 5 (Penig, Lunzenau, Königshain, Claußnitz) schaffte sie erstaunliche 41,4 Prozent. Im Wahlkreis 2 (Stadt Hartha) kam die CDU sogar auf 45,7 Prozent.
 
Die Stadt Döbeln gab den Grünen keine ergebnisrelevanten Stimmen - trotz Stadtgebiet. Linke und SPD schafften mit fast gleichen Ergebnissen gemeinsam über 21 Prozent. Die AfD erreichte mit 23,1 % Platz 2 hinter der CDU mit 32,5 Prozent. 
 
Die Hochschulstadt Mittweida (und Heimat unseres derzeitigen Landrates) wählte zu 35,2 % die CDU. Grüne, Linke und SPD pegeln sich bei jeweils 6-7 Prozent ein. Die AfD kam auf knapp 21 Prozent, die Linke landete bei 14,7 Prozent.
 
Als Nachtrag von 9 Uhr die Sitzverteilung im zukünftigen Kreistag des Landkreises Mittelsachsen:
  • CDU: 28
  • AfD: 22
  • Freie Wähler: 16
  • DIE LINKE: 11
  • SPD: 9
  • FDP: 5
  • Grüne: 5
  • Regionaler Bauernverband: 2
Im Kreistag unseres Landkreises werden künftig keine Frauen (NULL!) vertreten sein. Die Kommunalpolitik zeigt damit aus erster Hand, was sie von der so oft geforderten "Frauenquote" hält.
 
Bildquelle / Zahlenmaterial: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen
 

Informationen zu diesem Artikel:

Erstellt: 27.05.2019
Aktuell: 23.09.2019
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